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Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir...n sie
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
© Capelight Pictures

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie (2016)

Before I Fall

Gefangen in der Endlosschleife: Mystery-Drama über eine Schülerin, die den letzten Tag ihres Lebens wieder und wieder durchlebt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Samantha (Zoey Deutch) hat alles, was sich eine 17-Jährige wünschen kann. Sie stammt aus wohlsituiertem Haus, sieht gut aus und geht mit dem begehrtesten Jungen (Kian Lawley) der Schule. Gemeinsam mit ihren besten Freundinnen Lindsay (Halston Sage), Elody (Medalion Rahimi) und Ally (Cynthy Wu) gibt sie dort den Ton an. Zu einem rundum gelungenen Highschool-Leben fehlt ihr nur noch der erste Sex. Der soll am Abend des 12. Februar, dem sogenannten Cupid Day, an dem die Teenager sich gegenseitig rote Rosen schenken, folgen. Doch ein Autounfall ändert alles.

Wieder und wieder wacht Samantha am Morgen des Cupid Day auf, durchlebt ein und den selben Tag. Doch was sie auch tut, um ihr eigenes Leben und die der verschmähten und gemobbten Mitschüler Anna (Liv Hewson), Kent (Logan Miller) und Juliet (Elena Kampuris) zu ändern, der Tag endet immer gleich. Bis Samantha ihre wahre Bestimmung erkennt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse2 / 5

In ihrem vierten abendfüllenden Spielfilm hat Regisseurin Ry Russo-Young Lauren Olivers gleichnamigen Jugendroman "Before I Fall" verfilmt. Der deutsche Titel ist nicht nur ellenlang, sondern auch irreführend. Schließlich zieht an der Schülerin Samantha (Zoey Deutch) nicht ihr ganzes Leben, sondern lediglich der letzte Tag ihres Lebens (mehrfach) vorbei. Bereits Olivers Vorlage bediente sich recht großzügig an der Filmkomödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" (1993), mischte etwas Chaostheorie unter und strukturierte den Plot gemäß Elisabeth Kübler-Ross' fünf Phasen des Sterbens. In Russo-Youngs Adaption durchläuft die Hauptfigur diese Phasen deutlich beiläufiger, wie der Film insgesamt recht oberflächlich bleibt.

Angesichts der Welt, durch die sich Samantha und ihre Freundinnen bewegen, ist dies zunächst nicht verwunderlich. Popularität bemisst sich darin lediglich in Äußerlichkeiten. Die Persönlichkeit dahinter interessiert keinen. Von den Interieurs der mondänen Familienanwesen über die Mensa der architektonisch eindrucksvollen Schule bis hin zum äußeren Erscheinungsbild der Teenager, ja selbst dem der Außenseiter unter ihnen, ist alles bis ins kleinste Detail durchdesignt. Hier ist alles makellose Oberfläche, von der sich auch Russo-Youngs Kameramann Michael Fimognari anstecken lässt und in ebenso kühlen, makellosen Bildern auf den Film überträgt. Ein Mystery-Drama wie aus einem Modekatalog, in dem selbst die unvorteilhaft angezogenen und frisierten Jugendlichen viel zu schick und ziemlich austauschbar erscheinen.

Das wäre alles zu verschmerzen, versuchte "Wenn du stirbst ..." an dieser Oberfläche zu kratzen, die Figuren hinter ihren hübschen oder (vorgeblich) hässlichen Fassaden freizulegen. Doch dafür gibt ihnen Maria Maggentis Drehbuch zu wenig Persönlichkeit mit. Und so flüchtet sich der Film wiederholt in bedeutungsschwere Monologe aus dem Off, wo Dialoge und das Aufeinanderprallen der Figuren vonnöten wären. Wenn sie die Gelegenheit dazu erhalten, machen die Nachwuchstalente, allen voran Zoey Deutch und Halston Sage, das Beste daraus. Die Themen Mobbing und ein Sinn im Leben werden allerdings stets mehr behauptet als ernsthaft verhandelt.

Dass danach durchaus Bedarf besteht, haben jüngst die Reaktionen auf die Webserie "Tote Mädchen lügen nicht" (Original: "13 Reasons Why") gezeigt, die ein ähnliches Thema bei allem vergleichbaren Oberflächenglanz deutlich vielschichtiger und tiefgründiger bearbeitet.

Fazit: Der neue Film von Regisseurin Ry Russo-Young ist ein schön fotografiertes und gut gespieltes Mystery-Drama mit einer richtigen und wichtigen Botschaft, das aber viel zu sehr an der Oberfläche verharrt.




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Land: USA
Jahr: 2016
Genre: Drama, Mystery
Länge: 99 Minuten
Kinostart: 01.06.2017
Regie: Ry Russo-Young
Darsteller: Zoey Deutch als Samantha Kingston, Jennifer Beals, Elena Kampouris als Juliet Sykes
Verleih: Central Film, Capelight Pictures, Wild Bunch

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