Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Baywatch
Baywatch
© Paramount Pictures Germany

Deutsche Filmstarts: Baden gehen mit "Baywatch"

Bruno Ganz erlebt die "Zeiten des abnehmenden Lichts"

Dominierender Neustart ist diese Woche die US-Adaption der TV-Fernsehserie "Baywatch", die statt David Hasselhoff Dwayne Johnson in den Sand setzt. Deutschland schickt die Literaturverfilmung "In Zeiten des abnehmenden Lichts" in die (Programm)Kinos, während für das jüngere Publikum die Teenie-Schmonzette "Wenn Du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" oder der Kids-Klamauk "Gregs Tagebuch: Böse Falle!" angeboten werden. Was ist sehenswert? Und wann lässt man das Portemonnaie tunlichst stecken?

"Baywatch"

Komödie
USA
FSK 12
116 Minuten

US-Action-Komödie über ein Team von Rettungsschwimmern (angeführt von Dwayne Johnson) am Strand von Malibu: Sie bekommen einen unsympathischen neuen Kollegen (Zac Efron) und müssen einer kriminellen Clubbesitzerin (Priyanka Chopra) das Handwerk legen. Nicht weniger als sechs Namen werden als Drehbuchautoren für diese Paramount Pictures-Produktion genannt. Diesen und Regisseur Seth Gordon ("Voll abgezockt") ist bei der Adaption der Fernsehserie aus den Achtzigern und Neunzigern nicht viel mehr eingefallen, das Ausgangsmaterial mit mehr Schlüpfrigkeiten und Vulgaritäten "aufzupeppen". Der bescheuerte Charme des Originals geht trotz der sympathischen Stars verloren. Kritiker wie Zuschauer haben ihre Daumen gesenkt, und unser Kritiker Carsten Moll konnte dem Ganzen auch nichts abgewinnen: "Ein überdrehtes Spektakel, das sich selbst nicht sonderlich ernst nimmt. Viel zu lachen gibt es in dieser belanglosen Komödie leider trotzdem nicht – allzu viele Gags zünden nicht, die Action bleibt uninspiriert und unter den Darstellern kann ausgerechnet Dwayne Johnson als einziger Lichtblick gelten."

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

"Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie"
Drama
USA
98 Minuten
FSK 12

US-Jugenddrama über eine verwöhnte Teenagerin (Zoey Deutch), die den letzten Tag ihres Lebens vor einem tödlichen Autounfall immer wieder erlebt – bis sie erkennt, was sie verändern muss, um Frieden zu finden. "Wenn sie Angst haben, dass keiner ihren Film aufgrund eines belanglosen Originaltitels sehen will, verpassen sie ihm einen bescheuerten deutschen, sagen sie". Diese Wild Bunch-Produktion heißt im Original "Before I Fall", was in der Tat nicht besonders aufregend ist. Aber der deutsche Titel klingt nach Verzweiflung, sich in dem engen und austauschbaren Jugendfilmmarkt abheben zu müssen. Dabei hat das der Streifen von Ry Russo-Young ("Versuchung - kannst du widerstehen?") gar nicht nötig, denn wenn auch die Handlung wenig überraschend ist, kann die Verfilmung des Romans von Lauren Oliver aus dem Jahr 2010 doch mit ihrer frischen jugendlichen Perspektive und der starken Leistung von Zoey Deutch punkten. Die Kritiken für die Literaturverfilmung sind gut gewesen, die Zuschauer lediglich gemischt angetan.

"In Zeiten des abnehmenden Lichts"
Drama
Deutschland
101 Minute
FSK 0

Deutsches Drama, das wenige Wochen vor dem Mauerfall spielt und von der Feier zum 90. Geburtstag einer SED-Parteigröße (Bruno Ganz) erzählt, bei der nicht nur Familienkonflikte zum Ausbruch kommen, sondern auch gesellschaftliche Verwerfungen sichtbar werden. Regisseur Matti Geschonnek, der hauptsächlich für das Fernsehen arbeitet und hier erstmals seit "Boxhagener Platz" aus dem Jahr 2010 wieder auf die Leinwand und erneut in die DDR zurück kehrt, und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase ("Als wir träumten") haben den gleichnamigen Roman von Eugen Ruge aus dem Jahr 2011 verfilmt. Leider und vielleicht auch unvermeidlich gehen die vielen Zwischentöne, Andeutungen und Vielschichtigkeiten der literarischen Vorlage in diesem eher wie "Das kleine Fernsehspiel" wirkenden Streifen - veredelt vom glänzenden Bruno Ganz - daher. Die Kritiken der X Verleih-Produktion sind positiv, die erste Mundpropaganda gedämpfter. Unser Rezensent Falk Straub kommt zu einer gemischten Bewertung: "Der mutige Entschluss, die Vorlage zu einem Kammerspiel zu verdichten, zeigt zwar gekonnt all die Probleme eines untergehenden Systems, die Lebensläufe der Figuren mit all ihren Lebenslügen kommen aber deutlich zu kurz. Wer den Roman liebt, wird nur noch einen Bruchteil davon auf der Leinwand wiedererkennen."

"Gregs Tagebuch: Böse Falle!"
Komödie
USA
91 Minuten
FSK 0

US-Komödie über einen Jungen (Jason Drucker), der nur ungern am Familienausflug zu Omas 90. Geburtstag teilnimmt, dann aber statt der befürchteten Langeweile jede Menge turbulente Missgeschicke und Aufregungen erlebt. Vierte Verfilmung eines der Bücher aus der Jugendbuchreihe von Jeff Kinney, in diesem Fall dem neunten "Diary of a Wimpy Kid: The Long Haul" aus dem Jahr 2014. Neue Besetzung, alter Regisseur und Drehbuchautor David Bowers, der bereits Part zwei und drei in Szene gesetzt hat, der gleiche juvenile Humor - und definitiv der unlustigste Teil der Reihe. Kritiker haben die 20th Century Fox-Produktion verrissen, die Zuschauer finden es grauslig, gefloppt ist er in den USA schon obendrein. Unsere Kollegin Bianka Piringer sieht es etwas milder: "Mit Ekelwitzen, Konflikten wegen der Handy-Nutzung und unliebsamen Abenteuern unterwegs weiß die Komödie durchaus zu unterhalten. Aber die Besetzung mit neuen Schauspielern wurde vor allem in den Nebenrollen zu wenig genutzt, um die Profile der Charaktere zu stärken."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.