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Kritik: Nicht ohne Eltern (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Ein älteres Ehepaar, das aus heiterem Himmel mit der Existenz eines erwachsenen Sohnes konfrontiert wird – diese absurde Ausgangssituation nutzt "Nicht ohne Eltern" für eine Komödie, die dann doch recht vorhersehbar nach Schema F des französischen Mainstream-Kinos funktioniert und mit Plattitüden langweilt.

Während die unglaubliche Prämisse im Wechselspiel mit eher nüchternem Realismus anfangs noch für Spannung sorgt, setzt Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Sébastien Thiery nach und nach verstärkt auf auf albernen Klamauk und groben Humor. Wirklich provokant ist "Nicht ohne meine Eltern" dabei zu keinem Zeitpunkt, die demonstrativ zur Schau gestellte politische Unkorrektheit taugt bloß für ein paar Gags aus der Klamottenkiste.

Das Bemühen, die Geschichte facetten- und abwechslungsreich zu erzählen, ist zwar spürbar, aber letztendlich zum Scheitern verurteilt. Zu groß sind hier die Lücken zwischen den einzelnen Versatzstücken, nachdenkliche Momente und lauter Slapstick finden hier ebenso wenig auf stimmige Weise zusammen wie boulevardeske Kalauer und ein spätes Plädoyer für Familienwerte. So landet "Nicht ohne Eltern" von der unglaublichen Prämisse schnell bei einer unglaubwürdigen Komödie, die sich nicht so recht entscheiden kann, was sie nun eigentlich sein will.

Fazit: "Nicht ohne Eltern" ist eine unentschlossene Komödie, die zwischen nüchtern-absurden Momenten und lautem Klamauk schwankt. Leider kippt der Film dabei rasch und verliert sich in boulevardesken Plattitüden und belanglosen Albernheiten.




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