oder

Happy Deathday (2017)

Half to Death

Horror: Eine junge Frau wird ermordet – und erlebt den Tag ihres Todes immer wieder aufs Neue.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Tree Gelbman (Jessica Rothe) erwacht an ihrem Geburtstag stark verkatert im Wohnheim-Zimmer des Studenten Carter (Israel Broussard). Als sie sich zu ihrem Verbindungshaus begibt, lauert ihr der hartnäckige Tim (Caleb Spillyards) auf, der sie nach einem einzigen Date zu stalken scheint. Auch der restliche Tag verläuft unerfreulich für Tree: Danielle (Rachel Matthews), die Anführerin ihrer Verbindung, drangsaliert sie mit Fragen, ihre Mitbewohnerin Lori (Ruby Modine) ist aufdringlich – und obendrein wird ihre Affäre mit dem Dozenten Gregory (Charles Aitken) von dessen Ehefrau Stephanie (Laura Clifton) entdeckt. Den Wunsch ihres verwitweten Vaters David (Jason Bayle), sich zum Essen und Reden zu treffen, versucht Tree zu ignorieren. Als sie sich am Abend auf den Weg zu einer Campus-Party macht, will sie den ganzen Frust vergessen – wird jedoch von einer maskierten Gestalt getötet. Daraufhin erwacht Tree allerdings wieder in Carters Zimmer und muss denselben Tag in vollem Bewusstsein noch einmal durchleiden – und dann noch einmal und noch einmal und noch einmal.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

"Happy Deathday" beginnt als College-Komödie mit lustigen Dialogen und einer kessen Hauptfigur – ehe sich die Geschichte in Slasher-Gefilde begibt und sich kurz darauf in eine Horror-Version von Harold Ramis' modernem Klassiker "… und täglich grüßt das Murmeltier" wandelt. Die Protagonistin Tree muss sich fragen, wer ihr nach dem Leben trachtet – und fasst nach einiger Irritation den Entschluss, die Hintergründe ihres eigenen, gewaltsamen Todes aufzuklären. Das Drehbuch bietet dabei eine Vielzahl von Verdächtigen; gleichwohl ist der Film weniger als Whodunit reizvoll, sondern unterhält vor allem dank seiner (Anti-)Heldin und dank des mit Witz eingesetzten Motivs der Zeitschleife.

Das Skript von Scott Lobdell und die Regie von Christopher Landon ("Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse") lassen keine Langeweile aufkommen; das Geschehen wird immer wieder gekonnt variiert und durch Running Gags sowie durch treffend ausgewählte Musik (darunter Demi Lovatos Song "Confident") in einem angenehm humoristischen Ton erzählt. Während sich die Inszenierung mit Gore-Effekten in Schranken hält, wartet sie mit diversen Action-Einlagen auf, wenn sich Tree mit vollem Eifer den Ermittlungen in ihrem eigenen Mordfall widmet. Da sämtliche Aktionen im Laufe der Handlung Spuren auf Trees Körper hinterlassen, muss die Studentin befürchten, dass ihr die vielen Leben alsbald ausgehen werden – wodurch auf gelungene Weise Spannung erzeugt wird. Der Film will überdies eine Botschaft vermitteln, bleibt dabei indes augenzwinkernd und driftet nicht ins Kitschige ab. Über die Logik des Stoffes sollte man gewiss nicht allzu viel nachdenken; für einen kurzweilig-vergnüglichen Abend im Kino vermag das Werk hingegen ohne Zweifel zu sorgen.

Dass "Happy Deathday" so gut funktioniert, ist nicht zuletzt das Verdienst der überaus spielfreudigen sowie ausstrahlungsstarken Jessica Rothe ("La La Land"). Tree ist keine klassische Sympathieträgerin, wächst einem aber doch schnell ans Herz. Auf die Gefangenschaft in der Zeitschleife reagiert die junge Frau nach anfänglicher Verwirrung und Panik wunderbar ungehemmt und kühn – wird allerdings auch nachdenklicher und gewinnt an charakterlicher Tiefe. Die Liebesanbahnungs-Momente mit dem von Israel Broussard ("The Bling Ring") verkörperten Kommilitonen Carter sind ebenso herrlich wie die an "Heathers" erinnernden Szenen zwischen Tree und deren Verbindungsschwestern.

Fazit: Turbulent, wild, absurd, garstig – und insgesamt sehr amüsant. Ein stimmiger Mix aus schwarzem Humor und Spannung, in dem Jessica Rothe als beherzte Protagonistin zu überzeugen weiß.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: wertvollWer bei HAPPY DEATHDAY einen düsteren Horror- oder Mysterythriller erwartet, der liegt falsch. Der Film ist eine eher leichtgewichtige Variante des Genres, gepaart mit ein wenig Comedy-College-Film-Vergnügen.
Eigentlich ist Tree eine recht [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2017
Genre: Thriller, Horror
Länge: 96 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 16.11.2017
Regie: Christopher B. Landon
Darsteller: Jessica Rothe als Tree Gelbman, Israel Broussard als Carter Davis, Ruby Modine als Lori
Verleih: Universal Pictures International

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