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Liliane Susewind - Ein tierisches Abenteuer (2017)

Deutscher Kinderfilm: Joachim Masannek erzählt auf den Spuren von Tanya Stewners gleichnamiger Kinderbuchreihe von einem Mädchen, das mit Tieren sprechen kann.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
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Liliane, kurz Lili, ist ein Mädchen mit einer besonderen Gabe: Die Elfjährige kann nämlich mit Tieren sprechen und unterhält sich nicht nur ausgiebig mit ihrem Hund Bonsai, sondern mit allem, was so kreucht und fleucht. Doch diese Begabung ist zugleich auch ein Fluch, denn Lili gerät immer wieder in haarsträubende Situationen und wird von ihren Mitmenschen missverstanden. Ihre Eltern Regina und Ferdinand mussten daher schon so manches Mal mit ihrer Tochter umziehen und wünschen sich eigentlich nur ein normales Leben für die Familie. Daher soll Lili versprechen, ihr Talent in Zukunft nicht mehr zu nutzen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn Lilis Klasse soll während einer Projektwoche ausgerechnet einen kleinen Tierpark unterstützen. Schon bald kommt das aufgeweckte Mädchen mit den Tieren des Zoos ins Gespräch und erfährt ein schreckliches Geheimnis: Immer wieder verschwinden Tiere spurlos! Lili bleibt keine Wahl, sie muss ihre Gabe nutzen und herausfinden, was im Tierpark vor sich geht.

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Tanya Stewners Kinderbuchreihe um die Titelheldin Liliane Susewind hat es seit 2007 auf 20 Bände gebracht und erzählt ebenso charmant wie lehrreich vom Umgang der Menschen mit Tieren. In Joachim Masanneks ("Die Wilden Kerle", 2003) Verfilmung wird aus der harmlos-heiteren Vorlage für Grundschüler nun ein recht derber Spaß für Kinder. "Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer" setzt nämlich im Vergleich zur Vorlage weniger auf informative Tiergeschichten, sondern auf albernen Slapstick und schräge Karikaturen.

Denn während die junge Hauptdarstellerin Malu Leicher die Protagonistin noch recht realistisch verkörpert, übertreiben ihre erwachsenen Kollegen maßlos. Das macht mitunter Spaß, etwa im Fall von Meret Beckers Auftritten als Zoodirektorin, schießt aber meistens weit übers Ziel hinaus. Masanneks Film kennt keine Zwischentöne, sondern feuert stets aus vollen Rohren – das mag in gewissen Momenten und bei der durchaus beeindruckenden Ausstattung funktionieren, auf Spielfilmlänge ermüdet dieses Konzept allerdings schnell.

So bleibt am Ende nicht viel mehr als eine ganze Reihe von Witzen unter der Gürtellinie, schlecht geschriebenen Dialogen und Auftritten zum Fremdschämen – gerade als Macher eines ausgelassenen Kinderfilms sollte man sein Publikum nicht unterschätzen und für dumm verkaufen, so wie es Masannek hier immer wieder tut. Zudem bleiben die zahlreichen tierischen (teilweise erstaunlich schlecht animierten) Figuren recht farblos und austauschbar – einer der attraktivsten Aspekte der Vorlage geht somit in dieser grellen Adaption vollkommen unter.

Fazit: Joachim Masanneks Verfilmung der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Tanya Stewner feuert stets aus vollen Rohren und doch am Ziel vorbei. "Liliane Susewind – Ein tierisches Abenteuer" verliert sich nämlich rasch in albernem Slapstick und schrägen Karikaturen, der heitere Ton der Vorlage und die tierischen Figuren gehen im grellen Trubel vollkommen unter.




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Land: Deutschland
Jahr: 2017
Genre: Komödie
Kinostart: 10.05.2018
Regie: Joachim Masannek
Darsteller: Peri Baumeister als Regina, Aylin Tezel als Vanessa, Tom Beck als Ferdinand
Verleih: Sony Pictures

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