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Mein Freund, die Giraffe
Mein Freund, die Giraffe
© 24 Bilder © Little Dream Entertainment GmbH

Kritik: Mein Freund, die Giraffe (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Mein Freund, die Giraffe" beruht auf einem Gedicht der holländischen Poetin Annie M.G. Schmidt. In dem Gedicht geht es um einen kleinen Jungen und seiner Beziehung zu einer Giraffe, der er am liebsten den Hals herunter rutscht. In den Niederlanden ist das Gedicht fast Kulturgut, das es jedes Kind kennt. Inszeniert wurde der Film von Barbara Bredero, die mit der "Mister Twister"-Reihe erstmals für Aufmerksamkeit sorgte.

"Mein Freund, die Giraffe" richtet sich an sehr junge Zuschauer zwischen vier und sieben Jahren und versucht deshalb erst gar nicht, zu komplex und vielschichtig zu sein. Das betrifft sowohl die Zeichnung der Charaktere als auch deren Verortung und den Handlungsschauplatz: das Leben in der kleinstädtischen Idylle ist sorgenfrei und geprägt von bester Laune, Sonnenschein und guten Beziehungen der Einwohner untereinander. Die größten Probleme im Leben der Protagonisten scheinen tatsächlich die Angst vor Veränderungen und Neuerungen (der Beginn der Schule für Dominik etwa) zu sein.

Zudem werden sprechende Tiere wie selbstverständlich in die Welt der Erwachsenen eingebettet und überhaupt ist hier alles irgendwie bunt und leicht und farbenfroh. Diese wenig facettenreiche, alles andere als tiefgehende Zeichnung des Milieus sowie der Lebensrealitäten der Figuren, kann kritisiert werden. Andererseits aber muss man die Ausrichtung und Zielgruppe der Produktion dabei stets im Blick haben. Die Kinder werden ihre Freude mit den liebenswerten menschlichen Hauptfiguren und den skurrilen, sprechenden Tieren haben. Egal ob Löwe, Giraffe oder Papagei.

Hinzu kommt, dass "Mein Freund, die Giraffe" wichtige, zentrale Themen für Kleinkinder behandelt und zudem die richtigen Fragen stellt: wie wird sich das Leben nach der Einschulung verändern? Ist es in Ordnung, gleichzeitig mehrere gute Freunde zu haben und wie kann ich es allen recht haben? Muss ich das überhaupt? Diese und andere Fragestellungen werden auf sympathische und vor allem auch unterhaltsame Art und Weise abgehandelt. Humor-frei ist "Mein Freund, die Giraffe" darüber hinaus keineswegs. Vor allem Dominiks Opa, dem im Film eine wichtige Rolle zukommt, als auch die gemeinsame Leinwandzeit von Dominik und Raff sorgen für Schmunzler und kindgerechten Witz.

Fazit: Trotz fehlender Vielschichtigkeit der Figuren und einer allzu simpel gezeichneten Lebenswelt der Protagonisten, erfüllt der Film seinen Zweck als harmloser, sympathischer Kinderfilm mit lehrreichen Botschaften und wichtigen Themen für die Jüngsten.




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