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Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der...ücken
Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der Silberrücken
© Warner Bros.

Kritik: Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der Silberrücken (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Regisseur und Hauptdarsteller Til Schweiger plant nach diesem Film noch zwei weitere Klassentreffen-Produktionen. Es soll – falls "Klassentreffen 1.0" an den Kassen entsprechend erfolgreich ist – der Startpunkt einer Komödien-Trilogie werden. Gedreht wurde der Film mit einem deutschen Startaufgebot von Sommer bis Frühherbst 2017 in Berlin und Brandenburg. Als Regisseur inszenierte er zuletzt den Teenie-Film "Connie & Co. 2", der 2017 in den Kinos lief.

Eingeklemmte Hoden in der Saunabank, Herumalbern mit Helium-verfremdeten Stimmen, Schwimmringe als Sitzhilfe gegen Hämorrhoiden und ein zu kleines männliches Glied als Gesprächsthema beim Psychologen – Das sind die humoristischen Zutaten, aus denen sich "Klassentreffen 1.0" zusammensetzt. Hier dominiert von Beginn an ein platter, brachialer Hau-drauf-Humor, der von flachen One-Linern ("Ich will ficken", "Wir gehen steil") und inhaltsleeren Dialoge umrahmt wird. Hier und da kann man sich bei den deftigen, teils grundehrlichen Sprüchen und Lebensweisheiten ("Wir hatten Träume, nun haben wir Krampfadern") tatsächlich ein Grinsen nicht verkneifen, alles in allem aber ist das, was die Figuren hier beständig von sich geben, allzu infantil. Hoch ist außerdem der Körpereinsatz in den Slapstick-Momenten, von denen zumindest ein paar wenige zünden.

Dass die illustre, prominente Hauptdarsteller-Riege beim Dreh sichtlich großen Spaß gehabt haben muss, sieht man Schweiger, Peschel und Finzi durchaus an. Sie agieren mit Spiellust und verkörpern ihre (oberflächlichen) Figuren mit teils diebischer Freude, schließlich durften sie sich in ihren Rollen mal so richtig pubertär verhalten. Erwachsene, gestandene Männer, deren kindisches Gebaren an jugendliche Unreife erinnert. Zu allem Überfluss ist die gesamte Geschichte dann auch noch ebenso überraschungsarm und vorhersehbar wie die – späte – Läuterung der Hauptfiguren einschließlich deren Erkenntnis, was wirklich im Leben zählt: Liebe und Freundschaft. Gähn.

Fazit: Einige der ruppigen Sprüche und rustikalen Gags zünden, alles in allem ergeht sich der Film aber zu sehr in seinem pubertären Witz. Hinzu kommen eine wenig überraschende Dramaturgie und karikaturenhaft überzeichnete, blasse Figuren.




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