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Die Biene Maja - Die Honigspiele
Die Biene Maja - Die Honigspiele
© Universum Film

Kritik: Die Biene Maja - Die Honigspiele (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Für die erfolgreiche deutsch-australische Produktion "Die Biene Maja – Der Kinofilm" aus dem Jahr 2014 gibt es nun eine Fortsetzung. Erneut hängt das Schicksal ihres Bienenstocks von der vorlauten kleinen Maja ab, die sich gerne für ihre Leute einsetzt, aber die Folgen ihres eigenmächtigen Tuns nicht immer bedenkt. Im Animationsfilm, bei dem erneut Alexs Stadermann, diesmal zusammen mit Noel Cleary, Regie führte, muss Maja lernen, teamfähig zu werden. Wie der Filmtitel verrät, spielt die Geschichte auf die ernsten Hungerspiele aus der "Tribute von Panem"-Reihe an. Maja darf nicht verlieren, wenn ihr Bienenstock überleben soll.

So bekommt das bunte Abenteuer eine beträchtliche Spannung und scheint auf den ersten Blick nicht mehr viel mit dem beschaulichen Buch-Universum des Schriftstellers Waldemar Bonsels zu tun zu haben, der die Biene Maja im Jahr 1912 erfand. Näher ist die Filmatmosphäre da schon der TV-Zeichentrickserie aus den 1970er Jahren. Aber dennoch bleibt sich die so beliebte klassische Figur charakterlich treu. Wenn sie Fehler macht, sieht sie diese ein. Maja ist hilfsbereit, nicht nachtragend und innerlich autonom genug, um spontan oft die richtige Entscheidung zu treffen.

Gegenüber der arroganten Violetta aus der Großstadt Summtropolis wirkt Maja wie ein naives Mädchen vom Lande. Die bunte Vielfalt interessanter Charaktere – da wären zum Beispiel die ungeschickten Insekten und die schläfrige Spinne in Majas Wettbewerbsteam -, verstärken den Reiz der Spiele. Im Mittelpunkt steht aber Maja selbst, die in einer fremden Umgebung überfordert wirkt, aber von ihrer schnellen Auffassungsgabe und ihrem Mut Gebrauch macht. Leider ist ihr Freund Willi hier aber auffallend minderbemittelt geraten.

Manches mag gewöhnungsbedürftig wirken, etwa Wörter wie "Team" im Vokabular der Biene, die kräftigen Farben der Animation, der eine oder andere Song, zumal wenn er auf Englisch vorgetragen wird. Aber das spannende Abenteuer rutscht trotzdem nicht ins Überdrehte ab, sondern behält den dramatischen Kern der Geschichte, die auf eine überraschende Wende zusteuert, zielstrebig im Auge. Die Spiele bieten wunderschöne visuelle Motive, wie ein senkrechtes Hochklettern im grünen Blätterwald, und auch das Fliegen auf den hubschrauberähnlichen Libellen wird ausgiebig zelebriert. Der inhaltliche und gestalterische Ideenreichtum überzeugt und sorgt für witzige Details. Insgesamt bietet also auch dieses Abenteuer Majas soliden Unterhaltungsspaß für das junge Publikum.

Fazit: Das zweite animierte Kinoabenteuer der Biene Maja bezieht seine Spannung aus Wettbewerben, bei denen es außer auf Geschick und Mut auch auf Teamfähigkeit ankommt. Die kleine Heldin, die vorlaut und frech sein kann, aber vor allem hilfsbereit, arglos und freundlich ist, muss sich diesmal gegen eine intrigante Rivalin behaupten. Mit der bunten Vielfalt lustiger, eigenwilliger Charaktere, ihrem Ideenreichtum und der geradlinigen Dramaturgie bietet die Geschichte soliden Unterhaltungsspaß.




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