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Swimming with Men - Ballett in Badehosen (2017)

Swimming with Men

Britische Komödie über einen Buchhalter, der sich einer Gruppe männlicher Synchronschwimmer anschließt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Eric (Rob Brydon) rutscht in eine schlimme Midlife Crisis, ohne es richtig zu merken. Sein Job als Buchhalter ödet ihn zunehmend an, alles in seinem Leben erscheint ihm monoton und freudlos. Der Teenager-Sohn hat keinen Respekt, Ehefrau Heather (Jane Horrocks) ist schwer beschäftigt, weil sie einen Sitz im Gemeinderat bekommen hat. Eric registriert eifersüchtig, dass sie ständig mit dem Politikerkollegen Lewis (Nathaniel Parker) zusammensteckt. Nur im Hallenbad, wohin Eric nach der Arbeit zur Entspannung geht, fühlt er sich wohl. Dort stößt er eines Tages auf eine Gruppe von Männern, die sich im Synchronschwimmen üben. Eine Formation mit Drehung will nicht klappen und Eric gibt ihnen einen mathematischen Tipp.

Zuhause kommt es zum Ehekrach und Eric zieht ins Hotel. Im Schwimmbad fordern ihn die sieben Männer auf, sich zu ihnen zu gesellen. Nach einem ziemlich erfolglosen Auftritt auf einem Kindergeburtstag beschließen die Männer unverzagt, bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Synchronschwimmer in Mailand anzutreten. Ihre Trainerin, die Schwimmlehrerin Susan (Charlotte Riley), steht nun vor einer Mammutaufgabe. Eric denkt nur noch ans Schwimmen – und bekommt wieder Auftrieb.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Im Wasser kann der Mensch ein neues Lebensgefühl bekommen, sich leichter fühlen und fließenden Bewegungen anvertrauen, diverse Verspannungen lösen. Der geplagte Buchhändler Eric, der im Zentrum dieser britischen Komödie steht, erfährt in einer Gruppe männlicher Synchronschwimmer ein neues Gemeinschaftsgefühl. Das Training im nassen Element flößt ihm allmählich Selbstvertrauen und neue Lebensfreude ein. Regisseur Oliver Parker ("Johnny English – Jetzt erst recht!") vertraut bei dieser Geschichte – Wasser hin oder her - auf britisch-trockenen Schmunzelhumor.

Die Komödie ist inspiriert vom schwedischen Dokumentarfilm "Men Who Swim" aus dem Jahr 2010 über eine Gruppe, die bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft im Synchronschwimmen in Mailand antritt. Offiziell ist Synchronschwimmen immer noch ein Frauensport, etwa bei den Olympischen Spielen. In diesem Spielfilm treten die echten schwedischen Schwimmer aus dem Dokumentarfilm ebenfalls auf. Sie spielen die schwedische Favoritenmannschaft, gegen die sich das englische Ensemble in Mailand durchsetzen will. Auch der schwedische Trainer aus dem Dokumentarfilm kam an Bord und arbeitete hinter der Kamera mit den Schauspielern, die nicht gedoubelt wurden.

Aus den ungelenken Bewegungen der Männer beim Wasserballett und der zweifelhaften Eleganz ihrer halb gestreckten Beine erwächst dem Film eine reizvolle Komik. Der Spaß, den die Männer beim Figurentanzen im Wasser entwickeln, sieht oft sehr ernst aus. Eric, der Buchhalter, kann auch darin seinen Hang zur Akribie austoben. Seine Mitstreiter sind ebenfalls recht einsame, problembeladene Männer, die im Alltag nicht viel zu lachen haben. Aber hier erobern sie sich sozusagen neues, unbekanntes Territorium. Die Komödie macht Mut, aus dem Trott auszubrechen und ungewöhnliche Dinge auszuprobieren. Trotz ihres verhaltenen, zuweilen aber auch flapsigen Humors findet sie zwischendurch fantasievolle Bilder für Erics allmähliche Verwandlung.

Die Charaktere in der Männergruppe ergeben dramaturgisch eine gute Mischung. Ihre Darsteller statten sie mit viel Selbstironie aus. Auch im Umgang untereinander regiert oft ein spöttischer Tonfall. Er kann natürlich die wachsende Herzlichkeit nicht verbergen, die die Männer nach anfänglicher Fremdheit verbindet. Die skurril angehauchte Komödie bietet Kinovergnügen, das sich ein wenig abseits des Mainstreams verortet.

Fazit: Regisseur Oliver Parker hat eine mit trockenen britischem Humor versehene Komödie inszeniert, die von einem schwedischen Dokumentarfilm über männliche Synchronschwimmer inspiriert ist. Die Londoner Männer, die sich im Hallenbad zum Synchronschwimmen treffen, empfinden ihr ungewöhnliches Hobby als Kontrastprogramm zum freudlosen Alltag. Dass sie unvorteilhaft aussehen, wissen sie selbst, aber mit dem nötigen Ernst wollen sie es weit bringen und nehmen die inoffizielle Weltmeisterschaft ins Visier. So haben die Zuschauer viel Gelegenheit zum Schmunzeln, während ihnen die Charaktere zunehmend sympathisch werden.




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Land: Großbritannien
Jahr: 2017
Genre: Komödie
Kinostart: 07.06.2018
Regie: Oliver Parker
Darsteller: Charlotte Riley, Rupert Graves, Jim Carter
Verleih: Alamode Film

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