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Auf der Suche nach Ingmar Bergman
Auf der Suche nach Ingmar Bergman
© Weltkino Filmverleih

Auf der Suche nach Ingmar Bergman (2018)

Ingmar Bergman - Vermächtnis eines Jahrhundertgenies

Dokumentarfilm: Margarethe von Trotta befasst sich mit dem Leben und Werk von Ingmar Bergman und führt Interviews mit Personen, die dem Regisseur nahestanden.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Der am 14. Juli 1918 im schwedischen Uppsala geborene Ernst Ingmar Bergman realisierte mehr als 40 Filme und wurde mit 58 nationalen sowie internationalen Filmpreisen ausgezeichnet; bei den 50. Internationalen Filmfestspielen von Cannes wurde er zum größten Filmregisseur aller Zeiten gewählt. Überdies war er am Theater aktiv.

Seine deutsche Kollegin, die 1942 geborene Schauspielerin und Filmemacherin Margarethe von Trotta, bezeichnet Bergmans Schwarzweiß-Drama "Das siebente Siegel" (1957) als das Werk, das in ihr den Wunsch weckte, selbst Filme zu drehen. Sie nähert sich dem 2007 auf der Insel Fårö verstorbenen Drehbuchautor und Regisseur in ihrer dokumentarischen Betrachtung, indem sie unter anderem das Gespräch mit Familienmitgliedern und Schauspielerinnen, die mit ihm zusammenarbeiteten, sucht und sich an Orte begibt, an denen Bergman Zeit verbrachte.

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100 Jahre liegt die Geburt des schwedischen Drehbuchautors und Film- sowie Theaterregisseurs Ingmar Bergman zurück; vor rund elf Jahren ist er verstorben. Zu den zahlreichen Menschen, die er inspiriert hat, zählt auch die Schöpferin des dokumentarischen Werks "Auf der Suche nach Ingmar Bergman": Als junge Frau sah Margarethe von Trotta "Das siebente Siegel" – und dieses Kino-Mysterienspiel sollte ihr Leben für immer verändern.

Ein derartig persönlicher Zugang zu einem Sujet ist in einem Dokumentarfilm durchaus ungewöhnlich; von Trotta ist in ihrem Werk, das sie in Co-Regie mit Felix Moeller und Bettina Böhler realisierte, selbst sehr oft vor der Kamera zu sehen – ihre Bewunderung für die audiovisuellen Welten, die Bergman auf die Leinwand bannte, ist in jedem Moment zu spüren. Diese Faszination teilt sie mit etlichen Kolleginnen und Kollegen, die in "Auf der Suche nach Ingmar Bergman" ebenfalls zu Wort kommen, darunter Olivier Assayas ("Die Wolken von Sils Maria"), Mia Hansen-Løve ("Alles was kommt") und Ruben Östlund ("The Square"). In diesen Passagen wird auf den Einfluss Bergmans eingegangen – und die Begeisterung der Interviewten überträgt sich auf das Publikum. Verstärkt wird dies noch durch Ausschnitte aus Bergmans Filmen sowie Archivmaterial.

Zu etwas Besonderem wird "Auf der Suche nach Ingmar Bergman" indes vor allem durch die Gespräche mit den Personen, die auf persönlicher und/oder beruflicher Ebene direkt mit dem Filmemacher zu tun hatten – zumal dabei auch kritische Töne und Ambivalenzen ihren Platz haben. Liv Ullmann, die in vielen Arbeiten von Bergman auftrat, fünf Jahre mit ihm liiert war und gemeinsam mit ihm eine Tochter hat, findet treffende Worte für die Intensität, mit der er als Regisseur während des Drehs hinter der Kamera aktiv war, und wie er sich mit seinen Figuren identifizierte; sein Sohn Daniel spricht über das schwierige Verhältnis zu seinem Vater, der insgesamt neun Kinder aus fünf Beziehungen hatte. Im Interview mit dem Sohn wird zugleich Bergmans eigene Kindheit thematisiert. Ohne reißerisch zu werden, werden auf diesem Wege auch die dunkleren Seiten des verehrten Kino-Künstlers beleuchtet.

Fazit: Ein sehr persönlicher Dokumentarfilm, der die kinematografische Bedeutung von Ingmar Bergman ebenso einfängt wie dessen Persönlichkeit.




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Land: Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Dokumentation
Länge: 97 Minuten
Kinostart: 12.07.2018
Regie: Felix Moeller, Margarethe von Trotta
Darsteller: Liv Ullmann, Olivier Assayas, Ruben Östlund
Verleih: Weltkino Filmverleih

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