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Kritik: Mile 22 (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Regisseur Peter Berg ("Boston") und sein Hauptdarsteller Mark Wahlberg ("Boston") tauchen bei ihrer neuen Zusammenarbeit in das Milieu geheimer Eliteeinheiten ein, die auf den Plan gerufen werden, wenn diplomatische und militärische Mittel zur Gefahrenabwehr nicht greifen. Die CIA entbindet ihren Agenten Jimmy Silva und seine Leute, wenn sie töten müssen, vom Regierungsauftrag. So braucht sie für die Taten auch keine Verantwortung zu übernehmen. Aber in einer Welt, in der beispielsweise Terroristen an radioaktives Material kommen könnten, um Bomben zu bauen, sind – zumindest ist das die Ansicht des Films – solche geheimen Spezialeinheiten zum Schutz der Bürger eben nötig.

Die Lage ist sehr unübersichtlich, obwohl Jimmy Silva und seine Leute ständig von ihrem Chef auf Monitoren überwacht und unterstützt werden. In Asien wollen mörderische Truppen verhindern, dass Li Noor den Amerikanern seine Informationen über das radioaktive Material aushändigt und dann tauchen zwischendurch auch noch russische Agenten auf, die ihrerseits aus der Luft die Lage beobachten. Aber erst im Finale wird verraten, wie das alles zusammenhängt.

Vorher gibt es eine Menge Hektik und Konfusion, befördert durch schnelle Dialoge mit geringer Aussagekraft, durch wackelige Handkamera, Parallelmontagen, eine hohe Schnittfrequenz. Jimmy muss wichtigtuerisch den Eindruck erwecken, dass er bei alldem durchblickt, wohl damit die Zuschauer einen Grund mehr haben, ihn zu bewundern. Eine kurze Sequenz gab anfangs Auskunft über seinen Werdegang, er war ein hochbegabtes, aggressives Kind, das früh seine Familie verlor. Auch Kollegin Alice bekommt ein wenig privaten Hintergrund, ohne dass es der Handlung dienen würde. Sie plagt sich telefonisch mit ihrem Ex herum und dem schlechten Gewissen, nicht bei ihrer Tochter zu sein.

Mit solchen in Filmen so oft schon verwendeten Zutaten bekommt die Geschichte einen beliebigen Charakter. Die anstrengende, streckenweise kaum verständliche Handlung wird immer wieder richtig handfest. Eine eindrucksvolle Szene mit Splattereinlagen gehört Li Noor, der mit seiner Kampfkunst Angreifer ins Jenseits befördert. Es gibt eine Menge Schießereien auf der Straße, Handgranaten werden gezündet und eine Drohne wirft eine tödliche Bombe auf ein gegnerisches Auto ab, was ein Mann am Monitor mit Jubel quittiert. Diese lärmende, aufgebauschte Action wirkt über weite Strecken eher enervierend als reizvoll. Am Ende wird trotzdem selbstbewusst eine Fortsetzung in Aussicht gestellt.

Fazit: Der Actionthriller von Regisseur Peter Berg schickt Hauptdarsteller Mark Wahlberg in der Rolle eines Spezialagenten mit der Lizenz zum Töten auf geheime Missionen zur Gefahrenabwehr. Die Inszenierung sorgt mit visueller Hektik, schnell gesprochenen Dialogen und einer undurchsichtigen Handlung für Kopfzerbrechen. Dennoch muten die inhaltlichen Zutaten recht beliebig an und auch die Action bietet mit ihren Schießereien und Splattereinlagen im Grunde nichts Außergewöhnliches.




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