VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Gans im Glück
Gans im Glück
© Central Film © Wild Bunch

Kritik: Gans im Glück (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Christopher Jenkins ist schon lange im Geschäft. 1988 startete er seine Karriere in der Visual-Effects-Abteilung von Robert Zemeckis' "Falsches Spiel mit Roger Rabbit". Diverse Effektaufträge, ein Drehbuch zu "Könige der Wellen" (2007) und einen Produzentenposten bei "Home – Ein smektakulärer Trip" (2015) später gibt der Zeichentrickfilmveteran mit "Gans im Glück" nun sein spätes Regiedebüt. Die Geschichte hat der gebürtige Waliser in China angesiedelt, von wo auch der Großteil seines Animationsteams stammt.

Was die Narration anbelangt, kann Jenkins seine Anfänge beim Disney-Konzern nicht verbergen. Die Charaktere sind charmant, selbst die Bösewichte liebenswert. Schräge Nebenfiguren wie die weise Schildkröte Larry, das esoterische Flughörnchen Carl und die streitlustigen Kraniche Giles und Frazier besorgen die Running Gags. Die von Jenkins selbst verfasste Story ist witzig, warmherzig und mit den vorhersehbaren familienfreundlichen Wendungen erzählt. Die Prüfungen entlang des Weges wandeln den (Anti-)Helden. Der selbstgefällige Ganter Peng wird zum aufopferungswürdigen Ersatzvater.

Mit einer anderen Eigenart des Hauses mit der Maus hält sich "Gans im Glück" indes vornehm zurück. Auf dem Soundtrack sind nur einige wenige Popsongs zu finden. Die Figuren selbst ersparen sich und dem Publikum den Gesang. Dank ordentlich Humor, gelungenen Wortwitzen und akrobatischem Slapstick ist das Ganze zudem deutlich lockerer als manch moralinsaurer Vertreter des Genres.

Auch die Bilder sind vorzüglich. Mit den ganz großen Studios und Budgets kann "Gans im Glück" zwar nicht mithalten. Dennoch beeindrucken die Animationen durch Detailreichtum, Schärfe und Plastizität. Der Wechsel zwischen ruhigen Landschaften und wilder Action gelingt ebenso gut wie Christopher Jenkins' gekonnte Variation des Erzähltempos und der Stimmungen.

Fazit: "Gans im Glück" ist ein tierischer Spaß, der sein Herz am rechten Fleck und dennoch Hirn hat. Der späte Regiedebütant Christopher Jenkins erzählt seine familienfreundliche, brillant animierte Geschichte warmherzig und witzig.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.