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Unknown User: Dark Web
Unknown User: Dark Web
© Universal Pictures International

Kritik: Unknown User: Dark Web (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit "Unknown User 2 – Dark Web" legt Stephen Susco sein Regiedebüt vor; er konnte jedoch bereits als Drehbuchautor (etwa für "Der Fluch – The Grudge" und dessen Fortsetzung) sowie als Produzent (unter anderem für "Possession – Das Dunkle in dir") reichlich Horror-Erfahrung sammeln. In puncto Plot und Figuren ist das Sequel von seinem Vorgänger "Unknown User", der im Sommer 2015 in den deutschen Kinos anlief, völlig losgelöst; erneut handelt es sich aber um einen Screen-Life-Film, bei welchem das ganze Geschehen ausschließlich auf dem Bildschirm eines Computers präsentiert wird. Während im ersten Teil ein rachsüchtiger Geist dafür sorgte, dass ein Gruppenchat unter Jugendlichen zu einem grauenerregenden Ereignis wurde, ist der Schrecken hier realer.

Nicht alles ist im Verlauf der Geschichte glaubwürdig; die innere Logik ist oft zweifelhaft und diverse Schockeffekte haben etwas Selbstzweckhaftes. Dennoch nutzt Suscos Werk die Desktop-Optik durchaus wirksam, um das Online-Verhalten der jüngeren Generation treffend einzufangen und aus Bildstörungen oder technischen Manipulationen Spannung zu erzeugen. Wenn sich der Protagonist in den Untiefen des Darknets wiederfindet und dort auf erschreckende Webcam-Aufnahmen, Psycho-Spiele und Bitcoin-Geschäfte stößt, sind das immerhin noch vergleichsweise neue Genre-Gefilde. Die Originalität der Screen-Life-Filme "Open Windows" (2014) und "Searching" (2018) vermag "Unknown User 2 – Dark Web" nicht zu erreichen; als Update von klassischem Survival-Horror ist die Erzählung indes nicht ohne Reiz.

Auch die Cast-Mitglieder um Colin Woodell (bekannt aus der Fernsehserie "The Purge") und Betty Gabriel ("Get Out") agieren überzeugend; zudem sind die Figuren deutlich sympathischer und weniger stereotyp gezeichnet als in etlichen anderen Genre-Vertretern. Man fühlt an vielen Stellen mit der Clique mit – insbesondere in Situationen, in denen es um schwierige Entscheidungen und persönliche Konflikte geht.

Fazit: Ein Screen-Life-Film mit spannenden Momenten und guter Besetzung, der trotz Logiklücken solide unterhält.




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