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100 Dinge - Poster
100 Dinge - Poster
© Warner Bros.

Deutsche Filmstarts: Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer üben sich in Verzicht

Duo in "100 Dinge"

Vorweihnachtliche Bescherung: Zwei deutsche Produktionen mit Bekanntheitsgrad starten heute in die neue Kinowoche. Das Duo Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer ist mit der Komödie "100 Dinge" zurück, und Peter Maffey's Drache "Tabaluga" bekommt endlich seinen Kinofilm. Während es in den US-Produktionen "Unknown User: Dark Web" und "Widows" überhaupt nicht adventlich zugeht, rührt das schwedische Drama "Astrid" über die unvergleichliche Astrid Lindgren. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"100 Dinge"
Komödie
Deutschland
110 Minuten
FSK 6

Zwei Freunde (Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer), die zugleich ständige Konkurrenten sind, müssen wegen einer Wette für 100 Tage auf fast allen Besitz verzichten – was zu Erkenntnissen, aber auch heftigen Konflikten führt.

Wie bei "Der geilste Tag", der vor zwei Jahren erfolgreich lief, ist diese Warner Brothers Pictures-Produktion ein Film von und mit Florian David Fitz, der das Drehbuch geschrieben, Regie geführt und wieder zusammen mit Matthias Schweighöfer die Hauptrolle übernommen hat. Un film de FDF also - Lob und Tadel gehen exklusiv an den 44-Jährigen. Und beides erfährt die deutsche Komödie in der deutschen Medienlandschaft. Das Werk ist nett, gefällig, in Maßen konsumkritisch, tut aber niemanden weh.

Auch nicht unserem Kritiker Falk Straub: "Eine gefällige, durchaus vergnügliche Komödie über eine Männerfreundschaft. Deren Konsumkritik regt zwar stellenweise zum Nachdenken an, greift aber viel zu kurz, weil Florian David Fitz aufs breite Publikum zielt und nicht anecken will."

"Tabaluga - Der Film"
Animation
Deutschland
90 Minuten
FSK 0

Der junge Drache Tabaluga (gesprochen von Wincent Weiss) wächst bei seinem Adoptivvater in der Märchenwelt Grünland auf. Als der Bösewicht Arktos (gesprochen von Heinz Hoenig) Grünland in eine Eiswelt verwandeln will, muss Tabaluga das verhindern.

Vor 35 Jahren erschien das erste Album, eine Zeichentrickserie gab es inzwischen auch schon, und nun schafft es die von Peter Maffey erdachte Figur auch auf die Kinoleinwand - mit prominenter Sprachbesetzung wie Yvonne Catterfeld, Rufus Beck und Michael Herbig und einem Regisseur, bei dem die Alarmglocken schrillen müssen. Der Lebenslauf von Sven Unterwaldt Jr. ("7 Zwerge - Männer allein im Wald") liest sich wie eine Schreckensschrift komödiantischer Dödel-Untiefen. Und auch bei diesem deutschen Animationsstreifen schlägt das qualitative Barometer schwer auf "Tiefdruckgebiet" aus. Die Handlung ist wenig originell und allzu schlicht und lieblos erzählt. Da tut sich in dieser Sony Pictures-Produktion ein Graben zwischen Optik und Inhalt auf.

Unser Rezensent Björn Schneider beurteilt es milder: "Der Film überzeugt als gut bebildertes, kunterbuntes und mit hinreißenden Nebenfiguren ausgestattetes Animationsabenteuer für die kleinsten Zuschauer, auch wenn man einige der von Peter Maffay selbst interpretierten Tabaluga-Klassiker schmerzlich vermisst."

"Unknown User: Dark Web"
Horror
USA
93 Minuten
FSK 16

Ein Teenager (Colin Woodell) kommt in den Besitz eines gebrauchten Laptop und muss bald feststellen, dass dessen ursprünglicher Besitzer alles tun wird, um das Gerät zurück zu erlangen.

Regiedebutant und Drehbuchautor Stephen Susco ist ein Horrorspezialist, der unter anderem für die US-Versionen von "The Grudge" die Skripts geschrieben hat. Hier greift er das Motiv der vor dem Computer-Bildschirm terrorisierten Jugendlichen auf, das bereits 2015 Thema in "Unknown User" war, der aber inhaltlich nichts mit dieser Universal Pictures-Produktion zu tun hat. Dieser US-Horrorfilm baut seine Spannung und seine effektiven Schocks beständig auf. Die Kritiken für "Unfriended: Dark Web" - so der Originaltitel - sind gemischt, die Zuschauer hätten das Ganze am liebsten abgeschaltet.

"Widows - Tödliche Witwen"
Krimi
USA
130 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Vier Witwen (Viola Davis, Elizabeth Debicki, Cynthia Erivo und Michelle Rodriguez), die aufgrund der kriminellen Aktivitäten ihrer verstorbenen Ehegatten verschuldet sind, planen selbst einen Coup.

Fünf Jahre nach seinem Oscar-Film "12 Years a Slave" kehrt der englische Regisseur und Drehbuchautor Steve McQueen auf die große Leinwand zurück. Für diesen US-Kriminalfilm hat er sich bei der gleichnamigen britischen Fernsehserie, die von 1983 bis 1985 lief, bedient und die Handlung von London nach Chicago verlegt. Mit einem großartigen Ensemble verbindet der Filmemacher spannende Popcorn-Unterhaltung mit einer ernsten Botschaft, welche die Kritiker begeistert hat, die Zuschauer weniger.

Unsere Kollegin Bianka Piringer ist von der 20th Century Fox-Produktion mäßig angetan: "Als Emanzipationsgeschichte wirkt der Film politisch korrekt, aber auch recht brav."

"Astrid"
Drama
Schweden
123 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Durch eine Schwangerschaft als 16-Jährige und das Los als alleinerziehende Mutter erlebt die spätere schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren (Alba August) in den zwanziger Jahren bereits sehr jung einige Krisen.

Astrid Lindgren kennt ein jeder, mindestens vom Namen. Die schwedische Erfinderin von Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertocher oder Michel aus Lönneberga, die von 1907 bis 2002 lebte, ist eine der populärsten Autorinnen aller Zeiten. Die dänische Regisseurin und Drehbuchautorin Pernille Fischer Christensen ("Eine Familie") erzählt in diesem schwedischen Drama, "was davor geschah". Mit der dynamischen Alba August in der Titelrolle, vermeidet "Unga Astrid" - so der Originaltitel - Pathos und kommt erfrischend ohne Bösewichte aus. Nachdem man diese DCM-Produktion, die exzellente Kritken erhalten hat, gesehen hat, glaubt man zu verstehen, wieso Astrid Lindgren so schrieb, wie sie schrieb.

Unser Kritiker Björn Schneider ist angetan: "Schonungslos offenes, gekonnt zwischen Schwermut und Hoffnung changierendes Drama, das von einer umwerfenden Hauptdarstellerin getragen wird."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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