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Fuck Fame - Die Geschichte von Elektropop-Ikone Uffie (2018)

Fuck Fame

Dokumentarfilm: Anna-Catherine Hartley wird unter dem Künstlerinnennamen Uffie zu einem Star der internationalen Elektropop-Szene, hat jedoch mit den Folgen des Ruhms zu kämpfen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Anna-Catherine Hartley wird 1987 in den USA als Tochter einer Japanerin und eines Engländers geboren. Nachdem ihre Eltern sich scheiden lassen, zieht sie als Jugendliche zu ihrem Vater nach Frankreich und lernt das Pariser Nachtleben kennen. Sie beginnt eine Beziehung mit dem französischen Techno-DJ Fabien Pianta alias Feadz, der sie dazu animiert, selbst Musik zu machen.

Unter dem Namen Uffie stellt sich dank MySpace rasch der Erfolg ein. Hartley tritt weltweit in Clubs auf – auch nachdem sie eine Tochter bekommt und mit dieser nach Berlin zieht. Das Dasein auf Tournee und die Arbeit an neuen Stücken gehen mit einem hohen Drogenkonsum einher; überdies muss sich die Künstlerin mit psychischen Problemen auseinandersetzen.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Für ihr Werk "Fuck Fame – Die Geschichte von Elektropop-Ikone Uffie" haben Lilian Franck und Robert Cibis, die gemeinsam etwa auch schon den Dokumentarfilm "Pianomania" (2009) realisierten, die titelgebende Musikerin viele Jahre lang begleitet – und legen nun ein experimentell anmutendes Porträt vor, das einerseits klassisch vom Aufstieg und Fall, vom Ruhm und von dessen Schattenseiten erzählt, sich andererseits aber sehr originell auf seine Protagonistin Anna-Catherine Hartley alias Uffie einlässt und dadurch durchweg interessant bleibt.

Der Film liefert durch Interview-Aussagen von Hartley, die mit Archivaufnahmen kombiniert werden, einen kurzen Einblick in die Kindheit und Jugend, ehe er sich gemeinsam mit Hartley beziehungsweise Uffie in eine wilde Zeit aus Reisen, Auftritten, Partys und exzessivem Drogenkonsum wirft. Dabei gelingt es dem Regie-Duo, das ausschweifende Leben der Künstlerin nicht zu glorifizieren, da stets eine reflektierende Ebene eingebaut ist. "Fuck Fame" ist eine Rückschau – und doch fühlt sich das Gezeigte äußert unmittelbar und direkt an, als sei das Filmteam in all den Jahren ein völlig selbstverständlicher Teil von Hartleys Alltag gewesen. Die audiovisuellen Mittel, die Franck und Cibis nutzen, passen gut zu Uffies musikalischem Stil.

Im Laufe der dokumentarischen Betrachtung wird deutlich, wie schwierig es für Hartley wurde, eine Grenze zwischen sich und der Bühnen-Persona Uffie zu ziehen. Durch ihren überaus frühen Einstieg in die Musikindustrie habe sie keine normalen Erfahrungen sammeln können, erklärt Hartley an einer Stelle – und fügt hinzu: "Das, was ich bin, seit ich 17 war, ist zu meinem Job geworden." Hartley spricht offen und direkt über ihr Leben und ihre Probleme – und der Film nimmt uns auf alle Höhen und in alle Tiefen mit.

Fazit: Ein einfallsreich gefilmtes, ungeschöntes, aber niemals reißerisches Porträt über eine faszinierende Musikerin des Internet-Zeitalters.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: wertvollLilian Franck und Robert Cibis haben sich in den vergangenen Jahrzehnten einen Namen mit ihren innovativen Dokumentarfilmen gemacht, mit denen sie oft politisch Stellung bezogen. So ist TRUSTWHO von Lilian Franck gerade in den Kinos angelaufen.
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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2018
Genre: Drama, Dokumentation
Länge: 80 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 13.06.2019
Regie: Robert Cibis, Lilian Franck
Darsteller: Jennifer Skov, Anna Hartley, Jean-Patrick Simonetti
Verleih: W-Film

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