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Und wer nimmt den Hund?
Und wer nimmt den Hund?
© Majestic Filmverleih GmbH

Kritik: Und wer nimmt den Hund? (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit "Und wer nimmt den Hund?" liefern der Regisseur Rainer Kaufmann ("Stadtgespräch", "Kalt ist der Abendhauch") und der Drehbuchautor Martin Rauhaus ("Adieu Paris") einen Mix aus Komödie und Drama, der sich mit dem Ende einer langjährigen Ehe befasst. Die Hauptfiguren Georg und Doris Lehnert stammen aus der Hamburger Mittelschicht und geben sich betont kultiviert – verlieren jedoch zuweilen die Kontrolle über sich, was unter anderem zu demolierten oder entflammten Autos führt.

In die Gefilde des tiefschwarzen Humors von Danny DeVitos "Der Rosenkrieg" (1989) begibt sich das Werk indes nur gelegentlich; in erster Linie setzt das Skript auf Wortwitz. "Das Wichtigste in einer Beziehung ist Kommunikation", erfährt das (Ex-)Ehepaar zu Beginn in der Trennungstherapie – und auch der Film rückt das Sprechen miteinander oder aneinander vorbei ins Zentrum. Georg und Doris machen sich gegenseitig Vorwürfe, diskutieren mit ihren erwachsenen Kindern, mit Freunden und Freundinnen sowie mit neuen Lieben. Dabei greift das Skript oft auf Klischees zurück, wartet aber auch mit gelungener Komik und melancholischen Momenten der Erkenntnis auf.

Der große Gewinn von "Und wer nimmt den Hund?" ist fraglos das Schauspiel-Duo Ulrich Tukur ("John Rabe") und Martina Gedeck ("Bella Martha"), das bereits in der Literaturverfilmung "Gleißendes Glück" (2016) gemeinsam in den Hauptrollen zu sehen war. Die beiden haben sichtlich Spaß am gemeinsamen Agieren vor der Kamera und verleihen ihren stereotyp angelegten Figuren Kontur. Ferner kann insbesondere Lucie Heinze ("Das Hochzeitsvideo") als junge Geliebte von Georg überzeugen.

Fazit: Eine Tragikomödie über das Aus einer Ehe, die vor allem als Konversationsstück funktioniert. Ulrich Tukur und Martina Gedeck spielen souverän über manches Klischee hinweg.




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