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Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft
Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft
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Kritik: Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft (2021)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Sven Unterwaldt Jr. ist auf klamaukige Komödien mit bekannten Comedians spezialisiert. Der Regisseur hat seinem Publikum bereits Filme wie "7 Zwerge – Männer allein im Wald" (2004), "Otto's Eleven" (2010) oder zuletzt "Catweazle" (2021) beschert. Als er vor sechs Jahren mit "Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft" eine sehr lose Adaption von Sabine Ludwigs gleichnamigem Kinderbuch vorlegte, hatte auch die deutsche Kinolandschaft eine Komödie, in der es um geschrumpfte Menschen geht. Bereits bei deren Fortsetzung "Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft" saß Unterwaldt Jr. nicht mehr auf dem Regiestuhl. Im abschließenden Teil der Trilogie hat nun Granz Henman ("Der Eisbär", "Knallharte Jungs") darauf Platz genommen. Der von Unterwaldt Jr. mitgebrachte Otto Waalkes, der dem Schulgeist Otto Leonhard seine Stimme leiht, ist aber weiterhin dabei.

Schon der Titel der Buchvorlage erinnert an eine andere Erfolgskomödie, Joe Johnstons "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" (1989), die wiederum stark von Jack Arnolds Romanverfilmung "The Incredible Shrinking Man" (1957) beeinflusst ist. Drehte Johnston im Grunde nichts anderes als eine familientaugliche und komische Variante von Arnolds Science-Fiction-Film, so sind die drei "Hilfe..."-Filme im Grunde nichts anderes als eine (sehr) deutsche Variante von Johnstons Film, in denen das Thema des Schrumpfens mit dem hierzulande typischen Humor aus Pennälerkomödien – von "Die Feuerzangenbowle" (1944) über "Die Lümmel von der ersten Bank" (1967) bis "Fack ju Göhte" (2013) – gekreuzt wird.

Wie bei so vielen Fortsetzungen bietet auch der abschließende Teil dieser Trilogie kaum Neues und viel Altbewährtes. Die Handlung gleicht den Handlungen aus den zwei vorangegangenen Filmen. Die Spezialeffekte schwanken erneut zwischen gut gemacht und mittelmäßig. Und die Gags zünden nicht immer. Dafür bietet das Finale der Filmreihe einige äußerst spannende Szenen, etwa eine rasante Fahrt auf einem Skateboard, das von einem Auto gezogen wird, und abermals tolle, kunterbunte Sets und liebenswerte bis drollige Figuren. Erfreulich ist ebenfalls, dass das Ensemble beibehalten werden konnte. Auch wenn die Nachwuchsdarsteller für die Rollen, die sie spielen, inzwischen eigentlich zu alt sind, macht das Wiedersehen Freude und steigert den Wiedererkennungswert.

Fazit: Der dritte und letzte Teil dieser Trilogie, deren Auftakt sehr lose auf einem Kinderbuch von Sabine Ludwig basiert, bietet kaum Neues, dafür viel Altbewährtes. Das Ensemble wurde beibehalten, und so trifft das Publikum ein letztes Mal auf liebenswerte Figuren, die in bunten Sets und mit mal mehr, mal weniger überzeugenden Spezialeffekten eine nette, aber eben auch erwartbare Geschichte durchleben. Solide Familienunterhaltung.




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