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Meine Freundin Conni - Geheimnis um Kater Mau
Meine Freundin Conni - Geheimnis um Kater Mau
© Wild Bunch

Kritik: Meine Freundin Conni - Geheimnis um Kater Mau (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Conni ist die Hauptfigur aus den populären Kinder- und Jugendbuch-Reihen "Meine Freundin Conni", "Conni & Co" sowie "Conni15", die als Hörspiele und Bücher im Carlsen Verlag erscheinen. Ihren ersten Auftritt hatte Conni, deren Markenzeichen der rot-weiß-gestreifte Pulli ist, 1992. Erfunden wurde Conni von Autorin Liane Schneider, die sich bei der Kreation der Figur von ihrer Tochter "inspirieren" ließ. Bis heute sind neben all den Geschichten und Büchern auch noch eine Zeichentrickserie sowie zwei Real-Verfilmungen fürs Kino entstanden.

Mit viel Liebe zum Detail und einem guten Gespür dafür, was Kinder umtreibt und beschäftigt, kreieren die Macher mit "Geheimnis um Kater Mau" ein rundherum gelungenes Animationsfilm-Debüt rund um die sympathische, liebenswürdige Protagonistin Conni. Dass der Film so gut funktioniert liegt zum einen daran, da man die Figuren und all ihre Ängste, Sorgen und Sehnsüchte (der allmähliche Abnabelungsprozess von den Eltern, freundschaftlicher Zusammenhalt, die Sehnsucht nach den geliebten Haustieren usw.) jederzeit ernst nimmt. Hinzu kommt eine große Portion Humor, für die vor allem Kater Mau verantwortlich ist. Denn der tierische Wirbelwind sorgt für allerlei Chaos und Verwirrung in der Kita-Unterkunft.

Mau bringt die Einrichtungsgegenstände durcheinander, rennt im Anwesen herum und frisst die (Kuchen-)Vorräte auf. Die große Herausforderung besteht darin, seine Anwesenheit geheim zu halten. Daraus ergeben sich viele spaßige Verwechslungen und turbulente, aber jederzeit kindgerechte (der Film eignet sich bereits für die Allerkleinsten ab 3 Jahren) Szenen. Ergänzend kommt eine Vielzahl an kauzigen, teils extrem knuffigen (tierischen) Nebencharakteren hinzu, darunter der niedliche Waschbär Oskar, der des Öfteren für die Taten und "Streiche" von Mau verantwortlich gemacht wird.

Und nicht zuletzt ist es auch einfach mal wieder schön und charmant, einen klassischen 2D-Trickfilm zu sehen, der – trotz fehlender Hochglanz-CGI-Optik und Dreidimensionalität – alles in allem mit detailreichen, realistischen Hintergründen sowie liebevoll gezeichneten Zeichentrick-Settings überzeugt.

Fazit: Vergnüglicher und mit einem unübersehbaren Hang zu Detailreichtum und Genauigkeit umgesetzter Zeichentrickfilm für die jüngsten Kinobesucher.




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