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Menschsein (2019)

Dokumentation über Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen und den Umgang mit ihnen in ihren jeweiligen Herkunftsländern.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


405 Tage. 23 Nationen. 19 Sprachen. Eine Frage: Was hat Menschsein mit Behinderung zu tun?

Dennis Klein, als Kind verschreckt von Menschen mit Behinderung, stellt sich seiner Angst. Er schließt Freundschaften. Und stößt auf Fragen: Wer sind wir füreinander? Was macht uns zu Menschen? Und: Warum behandeln wir uns unterschiedlich? Um Antworten zu finden, begibt er sich auf eine etwas andere Weltreise.

In einem südafrikanischen Township trifft er auf Rethabile. Die junge Frau, Partnerin und Mutter lebt am Rande des Existenzminimums. Ihr und ihren Freundinnen wird Arbeit verwehrt. Denn sie alle leben mit einer Beeinträchtigung. Was tun? Den Platz hinter der Kamera verlassen? - Schon während er ins Geschehen eingreift, gerät der Filmemacher ins Zweifeln: Kann das gutgehen?
Jhon Mario ist gehörlos. Es hat ein paar Jahre seiner Kindheit gedauert bis seine Familie akzeptierte, dass er damit leben wird. Inzwischen schult er sein Umfeld in Gebärdensprache. Und siehe da: In seinem Betrieb ist Jhon der Kommunikativste!
"Nur schnell vom Balkon aus ein Foto machen!", denkt sich Shruti. Noch ahnt sie nicht, dass sich in wenigen Augenblicken ihr Leben grundlegend verändern wird. Doch auf dem Weg durch das dunkle Treppenhaus findet sie im hintersten Winkel eine zusammengekauerte Gestalt. Kaum mehr als Mensch zu erkennen: Sunali. Versteckt vor den Augen der Welt fristet sie dort ihr Dasein. Sunali hat bis zu diesem Zeitpunkt keine Form der Kommunikation lernen dürfen. Sie weiß nicht, dass die Dinge um sie herum einen Namen haben. Es wurde ihr vorenthalten. Sie ist 16 Jahre alt und hat ihren Raum noch nie verlassen. Gemeinsam mit Shruti wird Sunali das ändern.

Die Begegnungen rund um die Welt haben Dennis Klein tief berührt. Sie veränderten seinen Blick auf das Zuhause, in das er zurückgekehrt ist. Denn mitgebracht hat er nicht nur Geschichten. Sondern einen außergewöhnlichen Dokumentarfilm und die Erkenntnis, dass es nicht reicht, die richtigen Fragen zu stellen. Es kommt auch darauf an, wie wir sie beantworten.

Bildergalerie zum Film

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FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: wertvollAus dem Gutachten:
Dennis Klein hat eine große Reise gemacht, um in vielen Ländern der Erde Menschen mit Behinderungen zu treffen und zu dokumentieren, wie sie in verschiedenen Gesellschaften und sozialen Schichten behandelt werden. Er selbst [...mehr]

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Dokumentation
Kinostart: 03.12.2019
Verleih: imFilm

ZusatzinformationAlles anzeigen

"Die Würde des Menschen ist unantastbar." Diese Zeile hat es in sich. Sie ist der der grundlegende Wert, auf dem unser Zusammenleben aufbaut. Doch wir sind weit davon entfernt, diesem Anspruch [...mehr] gerecht zu werden. Wer davon selbst betroffen ist, weiß das nur zu gut. Wer es nicht erlebt hat, wundert sich. - Es gibt ja auch kaum Berührungspunkte mit denen, deren Alltag es ist.

Wer laufen kann, bemerkt die Treppen nicht, die zum Kino führen, in dem dieser Film gezeigt wird. Wer nicht im Rolli sitzt, dem fällt nicht auf, dass die Tür zum Foyer eine Behinderung ist. Unüberwindbare Barrieren beginnen im Kopf. So ging es auch Dennis Klein. Doch einmal darauf gestoßen, ließ es ihn nicht los. Er begab sich auf eine Weltreise, suchte Menschen mit Behinderungen auf. Und musste feststellen, dass das gar nicht so einfach war. Denn sie leben zum Teil noch heute versteckt und für die Allgemeinheit nicht existent: Der Realschullehrer besuchte 23 Länder auf 5 Kontinenten. Wo er war, begegnete er Menschen. Menschen, die behindert werden. Und Menschen, die sich für Barrierefreiheit einsetzen.

Von den Wüsten Indiens zum australischen Outback. Vom südamerikanischen Dschungel bis zu den südafrikanischen Townships. - Die Kamera im Rucksack. Und seine eigene Vergangenheit.
Als Kind hatte Dennis Klein Angst vor Menschen mit Behinderungen. Weil er keine kannte. Viele Begegnungen änderten das. Daraus entstanden mit den Jahren für ihn wichtige Freundschaften. Und schwierige Fragen, auf die er bei seiner Reise um die Welt eine Antwort suchte: Wer sind wir füreinander? Was macht uns zu Menschen? Und: Warum behandeln wir uns unterschiedlich?
Er kam nach Hause mit Geschichten im Gepäck. Und mit der Erkenntnis, dass es nicht reicht, die richtigen Fragen zu stellen. Es kommt auch darauf an, wie wir sie beantworten.



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