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Detektiv Conan - The Movie (23): Die stahlblaue Faust
Detektiv Conan - The Movie (23): Die stahlblaue Faust
© Kazé

Kritik: Detektiv Conan - The Movie (23): Die stahlblaue Faust (2020)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Mit "Detektiv Conan – The Movie (23): Die stahlblaue Faust" erlebt der titelgebende Anime-Held schon sein 23. Leinwand-Abenteuer – und erstaunlicherweise wirkt das Ganze trotz dieser beachtlichen Anzahl von bereits erzählten Geschichten immer noch sehr frisch und originell. 1994 als Manga-Reihe gestartet und seit 1996 als erfolgreiche Anime-Serie mit bis dato mehr als 970 Episoden laufend, ist "Detektiv Conan" fraglos ein popkulturelles Phänomen. Durch den wilden Genre-Mix aus Crime, Action, Comedy und Fantasy bieten die Plots um den von Gosho Aoyama erdachten Protagonisten zahlreiche Möglichkeiten, Mord und Intrigen, Gefahren und Katastrophen, aber auch typische, oft amüsante Coming-of-Age-Themen zu schildern – und dabei zuweilen fantastische Elemente einfließen zu lassen.

Dass "Die stahlblaue Faust" so gut funktioniert, liegt unter anderem an den starken animierten Bildern, die diesmal nicht Conans Heimat Japan, sondern Singapur zeigen. Die Lichter des Stadtstaates sowie die Atmosphäre an urbanen Plätzen und in riesigen Gebäuden werden treffend eingefangen. Wenn Conan mit dem gewitzten Meisterdieb Kaitô Kid durch die Lüfte schwebt oder wenn ein Tanker auf ein Luxushotel zurast und es zu rammen droht, entstehen eindrückliche Momente. Es gelingt, Spannung zu erzeugen und sich zugleich mit viel Humor den Figuren und deren Beziehungen zueinander zu widmen.

Der 17-jährige Shin'ichi Kudō, der durch ein Gift verjüngt wurde und nun im Körper eines Sechsjährigen steckt und sich Conan nennt, ist durch seine Cleverness nach wie vor ein Sympathieträger. Reizvoll ist zudem die Rivalität zwischen ihm und Kaitô Kid, die an einigen Stellen zu lustigen Dialogduellen führt. Flankiert werden die beiden von vielen einnehmenden Figuren – darunter Conans große Liebe Ran Mōri und deren exzentrische beste Freundin Sonoko Suzuki.

Fazit: Eine einfallsreiche Mischung aus Krimi-Spannung, Witz und Dynamik mit sympathischen Figuren und guter Animation.




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