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Coup (2019)

Bemüht kreativer Indie-Film aus Norddeutschland, der diverse Genres verschmilzt und dabei auf allen Ebenen scheitertKritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.1 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 8 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Sommer 1988: Ein 22-jähriger Bankangestellter aus Hamburg wittert die Chance aufs große Geld. Er hat eine Sicherheitslücke in der Abrechnung von Zinspapieren entdeckt und möchte mit seinen Kumpels den großen Coup landen - nicht, weil er es nötig hätte, sondern weil er kann. Denn neben seinem soliden Job ist er auch Familienvater und Mitglied einer Rocker-Gang, könnte sich also eines erfüllten Lebens freuen. Doch die Verlockung der Aussicht auf leicht verdiente Millionen ist zu groß.

Zuerst scheint alles glatt zu gehen, die abgezockten Bankinstitute merken den Betrug nicht. Mit dem geklauten Geld setzt er sich mit seinem Freund nach Australien ab und weiht erst von dort aus am Telefon seine Lebensgefährtin ein, nachdem er eine Woche nichts von sich hören ließ. Sie will aber nicht zu ihm nachkommen - damit hat er nicht gerechnet. Sein Aufenthalt im australischen Luxushotel wird so zum goldenen Käfig, denn inzwischen wird in Deutschland gegen ihn ermittelt, und die Rückkehr hieße der sichere Gang ins Gefängnis.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse1 / 5

Regisseur Sven O. Hill versucht mit seinem Werk einen kreativen Coup zu landen, der ordentlich in die Hose geht: Es soll eine Mischung aus Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm sein, in der er die wahre Geschichte eines Hochstaplers erzählt, der alle austrickste. Besser gesagt: Erzählen lässt, denn "Coup" beginnt und endet mit Aufnahmen aus der Gegenwart von betreffendem, namenlosen Protagonisten, der die Geschichte dazwischen mit seinen Erzählungen begleitet. Die wird mit Schauspielern bzw. in Form von Animationen in fiktionalisierter Form bildlich dargestellt, während wir im Hintergrund Interviews mit dem echten "Bankangestellten" hören.

Das Problem von "Coup" ist zuallererst seine furchtbar einschläfernde und langweilige Tonalität. Es gibt so gut wie nichts, das das Interesse des Zuschauers wecken oder hochhalten würde. Die Story einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte mag zwar ganz interessant sind, ist aber derart öde und uninteressant aufbereitet, dass man bereits nach wenigen Minuten Mühe hat, dem Film konzentriert zu folgen. Es ist schwer nachvollziehbar, warum diese seltsame Hybrid-Form gewählt wurde, warum man sich nicht für einen echten Dokumentarfilm entschieden hat, der Originalschauplätze besucht, Beteiligte ausfindig macht und interviewt und uns auch den Protagonisten näher bringt. Das Dokumentarische bleibt stets distanziert und leblos. Oder warum man nicht einfach einen spannenden Spielfilm aus dem Stoff gebastelt hat, der dies allemal hergeben würde.

Hinzu kommt eine technische und stilistische Unbedarftheit, die wohl als "Minimalismus" rüberkommen soll, aber nur billig und unausgegoren wirkt. Die dokumentarischen Aufnahmen erlauben es nicht, irgendeine Bindung zum Protagonisten herzustellen, die fiktiven Szenen sind unfassbar trocken und spröde inszeniert, sie wirken wie Amateurfilme oder Probeaufnahmen, die Schauspieler zu Casting-Agenturen schicken. Schließlich ist man froh, wenn "Coup" nach kurzen 80 Minuten vorbei ist, die sich um ein Vielfacher länger angefühlt haben.

Fazit: Sven O. Hill präsentiert mit seinem Film ein auf allen Ebenen uninteressantes Werk, das seine eigene Kreativität überschätzt und das Publikum unterfordert: Kein Coup, sondern in kompletter Reinfall.




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FBW: besonders wertvollIst das Wahrheit oder Fiktion? Was für eine Geschichte erzählt COUP eigentlich? Und kann man dem ständig amüsierten Erzähler dieser Geschichte überhaupt trauen? Geschickt balanciert Sven O. Hill in seiner höchst amüsanten und mit viel Hamburger [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2019
Genre: Dokumentarspiel, Animation
Länge: 81 Minuten
Kinostart: 26.08.2021
Regie: Sven O. Hill
Darsteller: Daniel Michel, Tomasz Robak, Paula Kalenberg
Verleih: imFilm

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