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The Eyes of Tammy Faye
The Eyes of Tammy Faye
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

The Eyes of Tammy Faye (2021)

Biopic: Die Evangelistin und Sängerin Tammy Faye erlebt mit ihrem Ehemann Jim einen raschen Aufstieg – und einen tiefen Fall.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Am christlichen College in Minneapolis lernt Tammy Faye Messner (Jessica Chastain) Anfang der 1960er Jahre den jungen Prediger Jim Bakker (Andrew Garfield) kennen. Nach ihrer Hochzeit werden die beiden durch ihre kreative Gestaltung von Gottesdiensten von dem TV-Prediger Pat Robertson (Gabriel Olds) entdeckt. Während Tammy Faye zu einer erfolgreichen Interpretin religiöser Popmusik avanciert, entwickelt Jim neue christliche Programmformate. Schließlich gründet das Paar gar ein eigenes Network. Bald steigt Jim der Ruhm jedoch zu Kopfe – was der baptistisch-fundamentalistische Pastor und Fernseh-Konkurrent Jerry Falwell (Vincent D'Onofrio) ausnutzt, um den Ruf der Bakkers zu zerstören.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Das Biopic "The Eyes of Tammy Faye" widmet sich dem Leben der christlichen Sängerin Tammy Faye Messner (1942-2007), insbesondere deren Ehe mit dem Fernsehprediger Jim Bakker (geboren 1940). Als Basis des Drehbuchs von Abe Sylvia diente der gleichnamige Dokumentarfilm von Fenton Bailey und Randy Barbato aus dem Jahre 2000. Regisseur Michael Showalter ("The Big Sick") bietet dabei vor allem Hauptdarstellerin Jessica Chastain eine Bühne – was schließlich auch zum Gewinn eines Schauspiel-Oscars führte.

Der zweite Academy Award ging an das Make-Up-&-Hair-Team – und auch dies ist wenig überraschend. Chastain und ihr Leinwandpartner Andrew Garfield verkörpern ihre Rollen als unternehmerisch aktives Ehepaar über mehrere Jahrzehnte. Das ist einerseits eindrücklich – andererseits verschwinden die beiden Stars aber auch mehr und mehr hinter der aufwendigen Maske. Obendrein wirkt der Film zuweilen etwas oberflächlich und überladen. Das US-amerikanische evangelikale Milieu wird eher mit grobem Strich gezeichnet. Es wird deutlich, dass es darin keineswegs nur um Nächstenliebe geht, sondern dass die Ansichten und Strukturen von Sexismus und Homophobie geprägt sind. Die Protagonistin wird als Gegenentwurf präsentiert: als tolerante und offene Person, die etwa einen schwulen, HIV-positiven Pastor in ihre Sendung einlädt.

Wie es nach dem Aufstieg und Aufbau eines Imperiums von Tammy Faye und Jim Bakker zum tiefen, durch Betrugsskandale bedingten Fall kommt und die Heldin dabei der Tablettensucht verfällt, ist klassischer Melodramen-Stoff, der (auch dank zuverlässiger Nebenbesetzung, darunter Cherry Jones und Vincent D'Onofrio) solide und spannend, jedoch nicht überragend originell ausfällt.

Fazit: Eine One-Woman-Show für Jessica Chastain, die gute Unterhaltung bietet, aber nicht ganz die Tiefe erreicht, die möglich gewesen wäre.




Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA, Kanada
Jahr: 2021
Genre: Drama, Biopic
Länge: 126 Minuten
Kinostart: 23.09.2021
Regie: Michael Showalter
Darsteller: Jessica Chastain, Vincent D'Onofrio, Andrew Garfield
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Awards - Oscar 2022Weitere Infos

  • +Beste Hauptdarstellerin - Jessica Chastain
  • +Bestes Make-Up
    Linda Dowds, Stephanie Ingram und Justin Raleigh



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