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Bigfoot Junior - Ein tierisch verrückter Familientrip
Bigfoot Junior - Ein tierisch verrückter Familientrip
© Splendid Film

Kritik: Bigfoot Junior - Ein tierisch verrückter Familientrip (2021)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Dass auch außerhalb der USA handwerklich herausragende Animationsfilme entstehen, ist keine Neuigkeit. Einige davon sind echte Kassenschlager. "Bigfoot Junior" (2017) des in Belgien ansässigen Regieduos Ben Stassen und Jérémie Degruson zählt dazu. Weltweit wollten acht Millionen Zuschauer wissen, ob der kleine Adam seinen Vater findet und waren gemeinsam mit ihm erstaunt, dass es sich bei Adams Vater um den sagenumwobenen Bigfoot handelte. Und auch die Fortsetzung sahen – dort, wo der Film bereits in den Kinos gestartet ist – schon mehr als zwei Millionen Menschen.

Das liegt an den Zutaten, die jeden gelungenen Animationsfilm, ob aus Europa oder aus den USA, auszeichnen: herzensgute Figuren, schrullige Charaktere und die richtige Mischung aus Abenteuer, Action und Komik. Stassen und Degruson setzen zudem auf sprechende Tiere. Die kommen beim jungen Publikum immer gut an und sind auch in der Fortsetzung für die Pointen zuständig.

Schon der erste Teil war actionreich, und auch im zweiten geht es rund. Im Vergleich zu vielen US-Produktionen ist in "Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip" deutlich mehr los. Und auch inhaltlich fährt der Film große Geschütze auf. Umweltschutz und ein böser Energiekonzern lautet das ziemlich erwachsen anmutende Thema. Die Drehbuchautoren Cal Brunker und Bob Barlen bereiten all das aber so kindgerecht auf, dass es für die Zielgruppe ab sechs Jahren weder zu kompliziert noch zu turbulent sein sollte.

Alles in allem ist "Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip" ein spannender Spaß für die ganze Familie. Ein gelungener Mix aus Roadmovie, Abenteuerfilm und Actionkino mit einer Prise Spionagefilm-Flair. Um die Lücke zur übermächtigen Konkurrenz aus den USA zu schließen, fehlt nicht mehr viel. Dafür müssten die Gags ein bisschen treffsicherer, die Handlung ein wenig runder und die Animationen besser sein.

Fazit: Auch der zweite Teil der Bigfoot-Familie kann sich sehen lassen. Dieses Mal nehmen es der kleine Adam, sein haariger Vater, seine Mutter und zwei ihrer Haustiere mit einem mächtigen Energiekonzern auf. Ein actionreicher Spaß für die ganze Familie, der allerdings noch nicht vollends an die große US-Konkurrenz heranreicht.




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