oder

Die Olchis - Willkommen in Schmuddelfing (2021)

The Ogglies

Animationsfilm mit den Figuren der beliebten Kinderbücher von Erhard Dietl.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Die Olchis ziehen auf ihrem Drachen Feuerstuhl in Schmuddelfing ein. Auf der örtlichen Müllhalde fühlen sie sich gleich pudelwohl. Die umtriebige Frau des Bürgermeisters aber plant heimlich, an ihrem Gatten vorbei, mit Hilfe des Bauunternehmers Hammer die stinkende Müllhalde zu entfernen und auf dem Gelände einen Wellness-Tempel zu errichten. Max, der elfjährige Sohn des Bürgermeisters, hat mit Professor Brausewein, dem Onkel seiner Freundin Lotta, einen Destinkomaten gebaut, der den Geruch der Müllhalde aufsaugen soll. Der Apparat funktioniert nicht gut, aber Max, Lotta und Brausewein entdecken auf der Halde die Olchis. Die freundliche grünhäutige Familie lädt die Besucher zum Essen ein, aber es gibt alte Batterien in einer braunen Plastiksoße und darüber Gummiabrieb. Max erkennt, dass die Olchis die Lösung für Schmuddelfings Probleme mit dem Müll sind, denn sie verzehren ihn ja!

Max und Lotta freunden sich mit den Olchis an, besonders mit ihren Kindern Messi und Motte. Max will dafür sorgen, dass die Olchis, die überall von den Menschen verjagt werden, weil sie stinken und grün sind, in Schmuddelfing bleiben können. Aber der Bauunternehmer Hammer kennt keine Skrupel, wenn es um seine Geschäfte geht.

Bildergalerie zum Film

Die Olchis - Willkommen in SchmuddelfingDie Olchis - Willkommen in Schmuddelfing - Die Olchis...tuhl.Die Olchis - Willkommen in Schmuddelfing - Feuerstuhl...appt.Die Olchis - Willkommen in Schmuddelfing - Olchi Mama...nung.Die Olchis - Willkommen in Schmuddelfing - Max...uplanDie Olchis - Willkommen in Schmuddelfing - Alle...tuhl.


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die Olchis aus den überaus erfolgreichen, in 13 Sprachen übersetzten Kinderbüchern von Erhard Dietl, bekommen ihr erstes Kinoabenteuer. Das Drehbuch, das sich ihrer Ansiedlung in Schmuddelfing widmet, schrieben John Chambers und Toby Genkel. Im Mittelpunkt der Animationskomödie, die von Genkel und Jens Møller inszeniert wurde, steht der aufgeweckte Menschenjunge Max, der die kleinen grünen Müllfresser in sein Herz schließt. Das turbulente Geschehen findet auf einer riesigen Müllhalde, wie sie die Olchis so lieben, und in dem schmuckeren Teil des beschaulichen Städtchens mit Marktplatz und Fachwerkhäusern statt. Max hat eine Mutter, die seine Freizeit mit Aktivitäten wie Lernen und Cellospiel vollstopft, um ihn auf das Leben eines Erwachsenen vorzubereiten. Aber er tüftelt heimlich lieber an seinen Erfindungen mit Professor Brausewein.

Eine weitere Kritik an verbreitetem elterlichem Fehlverhalten steckt in dem kleinen Running Gag, in dem eine Mutter im Park nicht vom Handy aufschaut, als die Tochter ihr die Olchis auf dem fliegenden Drachen zeigen will. Dass sich Max so für die Olchis einsetzt, ist ein zeitgemäßes Plädoyer für Diversität und Toleranz. Aber was die kleinen grünen Wesen selbst angeht, steht man als Erwachsener, der mit den Büchern nicht vertraut ist, womöglich etwas auf dem Schlauch. Sind denn ihre geliebten Müllhalden noch zeitgemäß? Kinder dürften sich jedoch eher an ihren grünen Hörnchen und ihren für Menschen völlig unmöglichen Vorlieben ergötzen.

In der temporeichen Handlung passiert sehr viel. Beispielsweise saugt der Destinkomat, den Max und Professor Brausewein gebaut haben, beim Testlauf die Olchi-Oma auf. Sie wird zwar wieder ausgespuckt, doch eine grüne Olchi-Essenz bleibt im Apparat und der Professor sammelt sie in einem Gläschen. Aus diesem nippt später die Mutter von Max und verwandelt sich. Kommt ein Publikum im Kindergartenalter da noch mit? Deutsche Kinderfilme brandmarken gerne Profitdenken und Abzocke, weshalb ein böser Bauunternehmer und der unsinnige Plan eines Wellness-Tempels in Schmuddelfing nicht fehlen dürfen. Vielleicht hätte das Drehbuch lieber das Profil der einzelnen Mitglieder der Olchi-Familie mit mehr lustigen Auftritten schärfen sollen.

Fazit: Das erste Kinoabenteuer der Olchis aus den beliebten Kinderbüchern von Erhard Dietl erzählt die turbulente Geschichte ihrer Ansiedlung auf der Müllhalde von Schmuddelfing. In dem Menschenjungen Max finden die friedlichen grünen Wesen, die sich von Abfall ernähren, einen leidenschaftlichen Fürsprecher. Aber das Animationsabenteuer, bei dem Toby Genkel und Jens Møller Regie führten, weist den Olchis samt ihrer Müllhalde auch erklärte Gegner zu, welche dafür sorgen, dass die Handlung streckenweise wie ein Krimi anmutet. Das schnelle Tempo und die inhaltliche Fülle erfordern ständige Aufmerksamkeit, während die Olchis verhältnismäßig wenig Raum erhalten, um ihren eigentümlich lustigen Charme zu entfalten.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollAls die Olchi-Familie auf der Suche nach einem neuen Zuhause mit ihrem fliegenden Drachen Feuerstuhl in Schmuddelfing landet, fühlt sie sich sofort wohl, denn direkt neben dem pittoresken Örtchen türmt sich der Unrat auf einer Müllkippe hoch auf. [...mehr]

TrailerAlle anzeigen

Zum Video: Die Olchis - Willkommen in Schmuddelfing

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland, Belgien
Jahr: 2021
Genre: Kinderfilm
Länge: 86 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 22.07.2021
Regie: Toby Genkel, Jens Møller
Verleih: Leonine Distribution

Verknüpfungen zum FilmAlle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.