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Wir sind dann wohl die Angehörigen (2021)

Das von Hans-Christian Schmid inszenierte Drama "Wir sind dann wohl die Angehörigen" beruht auf wahren Begebenheiten und handelt von der Jan-Philipp-Reemtsmas-Entführung.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Die Nacht des 25. März 1996: Mutter Ann Kathrin (Adina Vetter) weckt ihren Sohn Johann (Claude Heinrich). Und hat eine schlimme Mittelung für ihn: Johanns Vater, der Millionenerbe, Publizist und Sozialwissenschaftler Jan Philipp Reemtsmas, wurde entführt. In der Folge ändert sich das Leben der Familie radikal: Polizisten, Anwälte und Freunde der Familie gehen nun im Haus ein und aus und Johann spürt zum ersten Mal am eigenen Leib was es heißt, Angst um das Leben der Eltern zu haben. Und wie zerbrechlich unser aller Dasein ist. Für Ann Kathrin und Johann beginnt ein zermürbender Alltag zwischen Hoffen, Bangen und den Versuchen, die alltäglichen Pflichten aus Arbeit und Schule dennoch zu bewältigen. In der Folge strapazieren polizeiliches Versagen und missglückte Geldübergaben das Leben aller.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

Wie wenige andere Entführungsfälle zuvor sorgte die Reemtsma-Entführung in Deutschland vor mittlerweile über 25 Jahren für medialen Trubel und Aufsehen. Hans-Christian Schmid, dessen Film auf dem gleichnamigen Buch von Sohn Johann Scheerer basiert, konzentriert sich in seinem zu weiten Teilen im Haus der Reemtsmas angesiedelten, dringlichen Kammerspiel-Drama vor allem auf die Figur des Johann.

Wie schafft es ein Jugendlicher, die Entführung seines Vaters zu verkraften? Wie kommt man als so junger Mensch mit der Einsicht klar, seinen Vater möglicherweise nie mehr wieder zu sehen? Und wie gestaltet sich der Alltag in einem Haus, in dem Hinterbliebenenbetreuer, Polizisten, Ermittler und Psychologen über Wochen ein uns aus gehen? All diesen Fragen widmet sich Schmid, der das Geschehen sorgsam aufarbeitet und mit großem Einfühlungsvermögen für die Figuren vorgeht.

Immer wieder nutzt er dabei die Handkamera, die vor allem Johann häufiger direkt über die Schulter filmt. So entsteht eine große Nähe zu den Handlenden. Wir beobachten den angehenden jungen Mann beim Sport im Zimmer, den melancholischen Momenten in stiller Einsamkeit, in ausgedehnten Gesprächen mit den Betreuern oder wie diese versuchen, den 13-Jährigen abzulenken. Gerade diese Szenen mit Johanns "Ersatzfamilie" fängt "Wir sind dann wohl die Angehörigen" mit beachtlicher erzählerischer Ruhe und Feinsinnigkeit ein. Und obwohl man das Ende des Falls kennt (Reemtsma kam für die Zahlung von 30 Millionen Mark auf freuen Fuß), kreiert Schmid hier einen nie langweiligen, emotional mitreißenden Film.

Fazit: Emotional gewichtiges, nüchtern und ohne künstliche Betroffenheit umgesetztes biografisches Krimi-Drama, das die Geschehnisse aus der Sicht der Angehörigen schildert.




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FBW: besonders wertvollAls Jan Philipp Reemtsma im März 1996 entführt wird, wird die Öffentlichkeit davon nicht unterrichtet. Die Hamburger Polizei hat ein Presseembargo verfügt, das tatsächlich auch eingehalten wird. Auch für Reemtsmas Familie wird die Entführung die [...mehr]

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Besetzung & Crew von "Wir sind dann wohl die Angehörigen"Alles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Drama
Länge: 119 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 03.11.2022
Regie: Hans-Christian Schmid
Verleih: Pandora Film

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