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Die Känguru-Verschwörung (2021)

Fortsetzung der Kult-Komödie: Überlebens- und Kleinkünstler Marc-Uwe und sein Mitbewohner, das Känguru, bekommen es diesmal mit harschen Querdenker-Positionen zu tun.Fortsetzung der Kult-Komödie: Überlebens- und Kleinkünstler Marc-Uwe und sein Mitbewohner, das Känguru, bekommen es diesmal mit harschen Querdenker-Positionen zu tun.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5
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Eigentlich hat sich Marc-Uwe (Dimitrij Schaad) den Beginn einer (möglichen) Liebesbeziehung mit Maria (Rosalie Thomass) anders vorgestellt: Erst platzt ihm sein neunmalkluger, frecher Mitbewohner, das Känguru, ins Date und macht ihm so alles kaputt. Und dann lässt er sich doch tatsächlich auch noch auf eine wahnwitzige Wette ein, nur um seine Chance auf ein zweits Date zu erhalten: Denn schaffen es Marc-Uwe und Maria, deren Mutter Lisbeth (Petra Kleinert) wieder zur Vernunft und von ihren weltfremden Querdenker-Ansichten abzubringen, steht für Marc-Uwe ein romantisches Wochenende bevor. Mit Maria in der Stadt der Liebe, Paris. Gemeinsam mit Känguru begibt sich Marc-Uwe also in die Bielefelder Provinz. Hier soll Lisbeth auf einem Kongress der Klimaleugner eine Rede halten – an der Seite des charismatischen Anführers der Verschwörungstheoretiker, Adam Krieger (Benno Fürmann).

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Nicht mehr Dany Levy sondern Autor Marc-Uwe Kling, der sich das Känguru-Universum ausgedacht und vor Jahren zu Papier gebracht hat, sitzt in der Fortsetzung zu "Die Känguru-Chroniken" auf dem Regiestuhl. Der zweite Teil ist immer dann am stärksten, wenn Kling den satirisch-politisch-anarchischen Stil seiner niedergeschriebenen Stories auf das Medium Film überträgt. Wenn er seine gepfefferten, pointierten Sprachsalven abfeuert und Marc-Uwe in mal abseitig-schräge, mal hintergründigere Debatten mit dem Känguru treten lässt.

Doch leider ist es zu wenig, sich nur darauf zu verlassen. Denn abgesehen vom Anarcho-Witz und dem deftigen Sprachhumor, bietet der Film nicht allzu viele Gründe an, für ihn ein Kinoticket zu lösen. Wie schon im ersten Teil ist die Story zu dünn und die Motivation für die Wette, die letztlich die Haupthandlung in Gang setzt, viel zu schwach und unglaubwürdig – all der Aufwand und all die beschwerlichen Umstimmungsbemühungen nur für ein zweites Date? Das ist als Grund und Auslöser zu schwach und blutleer. Zudem wirkt die Lovestory viel zu gekünstelt und aufgesetzt. Zwischen Schaad und Thomass fehlt die Chemie.

Immer gut ist es natürlich, wenn verblendete Klimaleugner und querdenkende Populisten ihr Fett wegbekommen. Doch mehr, als sich über diese Menschen lustig zu machen und sie vorzuführen, gelingt dem mit hölzern anmutenden, unkreativen Action-Szenen in James-Bond-und-Indiana-Jones-Manier (Stichwort: Draisine) ausgestatteten Film leider nicht. Er befasst sich nicht im Ansatz etwas tiefgründiger mit der wichtigen Frage, wieso Menschen überhaupt empfänglich sind für abstruse, fatale Anschauungen sowie Fake-News – und wie man sie wieder zur Vernunft bringt.

Fazit: Nur in Ansätzen gelungener, mit tiefschwarzem Humor garnierter Mix aus (Polit-) Komödie, Slapstick, Romanze und Action, die viel zu plump, einfallslos und inhaltlich dünn geraten ist.




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Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Komödie
Kinostart: 25.08.2022
Regie: Alexander Berner, Marc-Uwe Kling
Verleih: X Verleih

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