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The Sunlit Night (2019)

Tragikomödie: Eine junge New Yorkerin reist für einen Job bei einem Künstler nach Norwegen – und verliebt sich dort.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
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Frances (Jenny Slate) verzichtet auf ein Kunststipendium, um ihren Freund Robert (Dan Puck) nach Japan zu begleiten. Doch dann trennt sich dieser plötzlich von ihr. Ebenso überraschend kommen zwei Nachrichten in Frances' Familie: Ihre jüngere Schwester Gaby (Elise Kibler) gibt ihre Hochzeit bekannt und ihre Eltern Levi (David Paymer) und Mirela (Jessica Hecht) wollen sich scheiden lassen. Frances zieht zu ihrem Vater in dessen Atelier – und hat den dringenden Wunsch, ihr Leben zu ändern.

Deshalb nimmt Frances einen Job bei dem Maler Nils (Fridtjov Såheim) auf den norwegischen Lofoten-Inseln an. Zusammen mit Nils soll sie innerhalb eines Monats eine Scheune streichen. Als der trauernde Yasha (Alex Sharp) im Dorf auftaucht, da sein verstorbener Vater dort in Wikinger-Manier beerdigt werden soll, ist Frances fasziniert von dem jungen Mann.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Nach Werken wie "Kriegerin" (2011), "Feuchtgebiete" (2013) und "Er ist wieder da" (2015), die sich mit durchaus kontroversen Sujets befassten, legt der deutsche Regisseur David Wnendt mit "The Sunlit Night" seine erste Arbeit mit internationalem Cast vor. Der Film ist eine Adaption von Rebecca Dinersteins gleichnamigem Roman; das Skript stammt von der Autorin selbst. Sowohl dramaturgisch als auch inszenatorisch lässt die Tragikomödie an US-Indie-Movies wie "Garden State" (2004) von Zach Braff denken. Die Figuren sind betont verschroben, die Situationen, in die sie geraten, sind herrlich absurd. Hin und wieder wirkt das ein bisschen zu künstlich – doch Wnendt wartet auch hier mit vielen gelungenen Momenten und kreativen Ideen auf.

Die Lofoten-Inseln hoch im Norden sind ein äußerst einnehmender Schauplatz, der zahlreiche tolle Bilder bietet. Obendrein widmet sich der Film mit Hingabe der Skurrilität von Orten – etwa einem gigantischen Supermarkt (einschließlich des Personals, das stumm hinter den Regalen arbeitet) oder einem mit Leidenschaft betriebenen Wikinger-Museum. Erzählerisch mixt "The Sunlit Night" eine Selbstfindungsgeschichte mit einer Love Story.

Die große Stärke des Werks ist das spielfreudige Ensemble. Jenny Slate ("Begabt – Die Gleichung eines Lebens") beweist erneut ihr Comedy-Talent und wird gekonnt unterstützt von Alex Sharp ("The Trial of the Chicago 7"), Gillian Anderson, Zach Galifianakis und vielen weiteren Charakterköpfen.

Fazit: Ein sympathischer Trip nach Norwegen mit schönen Einfällen und einer guten Besetzung, angeführt von der wunderbaren Jenny Slate.




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Land: Deutschland, Norwegen
Jahr: 2019
Genre: Drama, Komödie, Romantik
Länge: 106 Minuten
Kinostart: 23.09.2021
Regie: David Wnendt
Darsteller: Jenny Slate als Frances, Alex Sharp als Yasha, Fridtjov Såheim als Nils
Verleih: W-Film

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