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Eingeschlossene Gesellschaft (2021)

Ensemblekomödie: Ein Vater will sechs Lehrkräfte dazu bringen, seinem Sohn die Teilnahme am Abitur zu ermöglichen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

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Es ist Freitagnachmittag. Das Schulgebäude des Rudi-Dutschke-Gymnasiums ist beinahe menschenleer, bis auf sechs Lehrkräfte im Lehrerzimmer: den strengen Klaus Engelhardt (Justus von Dohnányi), die kühle Heidi Lohmann (Anke Engelke), den unbekümmerten Peter Mertens (Florian David Fitz), den jovialen Holger Arndt (Thomas Loibl), den eigenbrötlerischen Bernd Vogel (Torben Kessler) und die junge Sarah Schuster (Nilam Farooq).

Als es plötzlich an der Tür des Lehrerzimmers klopft, vermutet das Sextett zunächst, dass es sich um eine Schülerin oder einen Schüler handelt. Doch stattdessen möchte ein verzweifelter Vater (Thorsten Merten) sie sprechen. Er will um die Abiturzulassung seines Sohnes kämpfen – notfalls mit allen erdenklichen Mitteln.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Sönke Wortmanns neues Werk "Eingeschlossene Gesellschaft" steht ganz in der Tradition einer Reihe von deutschen, starbesetzten Ensemblefilmen, die in den letzten Jahren große Erfolge feiern konnten: In den Theaterstück-Adaptionen "Frau Müller muss weg!" (2015) und "Der Vorname" (2019), beide ebenfalls von Wortmann, sowie der Beziehungskomödie "Das perfekte Geheimnis" (2019) von Bora Dagtekin steht jeweils eine kleine Personengruppe im Zentrum, die im Laufe eines Tages oder Abends mit Problemen konfrontiert wird und dabei auf verborgene Abgründe des (Zwischen-)Menschlichen stößt.

In "Eingeschlossene Gesellschaft" ist es nun ein Sextett aus Lehrkräften. Auch hier lebt das Geschehen vor allem von der zugespitzten Figurenzeichnung sowie der spielfreudigen Interpretation der höchst unterschiedlichen Charaktere. Gewiss kommen dabei Klischees zum Einsatz – dennoch gelingt es, durch zahlreiche Wendungen für Überraschungen zu sorgen. Justus von Dohnányi, Anke Engelke und Florian David Fitz verfügen durch die Teilnahme an mindestens einem der oben genannten Werke bereits über Erfahrung in der allmählichen Eskalation eines Gruppenkonflikts und liefern auch hier wunderbar uneitle Leistungen – sei es als bornierter Latein-Pauker, als reservierte Verteidigerin der Hochkultur oder als betont lockerer Sportlehrer. Alle drei demonstrieren in ihren Darstellungen erneut ihre Wandelbarkeit. Und auch Thomas Loibl ("Toni Erdmann"), Nilam Farooq ("Contra") und der bis dato vor allem am Theater und im TV tätige Torben Kessler können überzeugen. Der von Thorsten Merten verkörperte Vater, der (etwas zu intensiv) für die Abiturzulassung seines Sohnes kämpft, bringt gar eine tragische Note in das absurde Treiben ein.

Inszenatorisch hat der auf einem Hörbuch von Jan Weiler basierende Film weitgehend etwas Theaterhaftes an sich. Diverse Rückblenden sowie die nicht allzu kompetente Polizeiarbeit werden jedoch stimmig in die Kammerspielszenen im Lehrerzimmer integriert.

Fazit: Eine äußerst amüsante Ensemblekomödie mit treffend gestalteten Figuren und Stars in Hochform.




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Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Komödie
Länge: 101 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 14.04.2022
Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Anke Engelke, Nilam Farooq, Florian David Fitz
Verleih: Sony Pictures

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