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Feuerwehrmann Sam - Helden fallen nicht vom Himmel
Feuerwehrmann Sam - Helden fallen nicht vom Himmel
© Just Bridge Entertainment

Kritik: Feuerwehrmann Sam - Helden fallen nicht vom Himmel (2021)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Feuerwehrmann Sam ist seit den 1980er Jahren die heldenhafte Titelfigur einer britischen Animationsserie für Vorschulkinder, die mittlerweile 12 Staffeln zählt. Das junge Zielpublikum kennt den mutigen und stets freundlichen Retter in der Not auch als Spielzeugfigur und dank mehrerer einstündiger Spielfilme als Kinohelden. Unter der Regie von Greg Richardson muss Sam diesmal einen Haufen Brände löschen, denn ein unbekannter Schurke treibt sein Unwesen in einem riesigen fliegenden Anzug, der wie ein Roboter aussieht. Obwohl viel Action geboten wird, zeichnen sich der Erzählstil und die visuelle Gestaltung auch dieses Animationsfilms durch die Einfachheit und Klarheit aus, die sich in den vorigen Spielfilmen bewährt hat.

Die Geschichte kreist um den Traum der Jungen Norman und James, Superhelden zu sein. Besonders ehrgeizig geht Norman-Man, kostümiert mit bunter Unterhose und Umhang, vor. James ist als Atomic Boy besonnener und ruft lieber die Feuerwehr, wenn es brenzlig wird. Das Superheldenmotiv wird weitergesponnen, indem dann tatsächlich ein fliegender Retter im Anzug mit Batterieantrieb auftaucht und Feuerwehrmann Sam die Show stehlen will. Im Finale kommt es zum Showdown zweier solcher fliegenden Gestalten, denn zu einem Superhelden gehört bekanntlich auch ein Superschurke.

In den diversen Rettungseinsätzen wird ein richtiger Fuhrpark vorgestellt, mit verschiedenen Feuerwehrautos, Booten, einem Hubschrauber. Das junge Publikum bekommt wahrscheinlich sofort Lust, sich solche Abenteuer auch für daheim mit den eigenen Spielfahrzeugen auszudenken. Die Landschaften, besonders die Berge, durch welche die Eisenbahn mit defekter Bremse rattert, wirken in ihrer stilisierten Einfachheit wie einem Bilderbuch entnommen.

Ohne den Kinderfiguren den Spaß zu verderben, macht der Film dennoch klar, dass es in der Not ganz entscheidend auf Rettungskräfte wie Sam ankommt, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Auch die Polizei bekommt etwas zu tun, wobei es zwar ganz modern eine Chefin gibt, der wichtigste Akteur aber auch da ein Mann, nämlich Malcolm, sein darf. Sam mag zwar der Held sein, aber der Film schildert anschaulich, dass Rettungseinsätze Teamarbeit sind. So gibt es letztendlich viele heldenhafte Figuren, einschließlich der abenteuerlustigen Kinder.

Fazit: Im neuen Animationsspielfilm bekommt die beliebte Kinderserienfigur Feuerwehrmann Sam überraschend Konkurrenz. Die Jungen Norman und James wollen sich im Superheldenkostüm ebenfalls als Retter von Pontypandy bewähren und eine böse Erfinderin möchte ihren fliegenden Anzug gewinnträchtig anpreisen. Dafür verursacht sie verschiedene Notfälle, bei denen sie als Retterin aus der Luft aufkreuzt. So erwartet das ganz junge Zielpublikum viel Action, die unter der Regie von Greg Richardson jedoch kindgerecht einfach präsentiert wird und wie eine Vorlage für das heimische Spiel mit Feuerwehrautos und Rettungsbooten in Miniatur anmutet.




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