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Mein Lotta-Leben - Alles Tschaka mit Alpaka (2021)

Der zweite Kinoauftritt der Kinderbuchheldin Lotta und ihrer besten Freunde Cheyenne und Paul: Diesmal geht's auf Klassenfahrt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 15 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Lotta Petermann (Meggy Hussong) ist nun ein paar Jahre älter. Dass sich ihre Mitschülerinnen inzwischen für Jungs interessieren, versteht sie nicht. Die anstehende Klassenfahrt auf die Nordseeinsel Amrum begreift sie nicht als Gelegenheit, erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht zu sammeln, sondern als Auszeit von ihren Eltern und ihren "Blödbrüdern". Dummerweise sagt ein Lehrer just am Tag der Abreise ab und Lottas Klassenlehrerin Frau Kackert (Sarah Hostettler) tritt die Fahrt erst an, als Lottas Vater Rainer Petermann (Oliver Mommsen) sich bereiterklärt, als Begleitperson mitzufahren.

Schlimmer noch, auch Chanell (Cara Vondey), die kleine Schwester von Lottas bester Freundin Cheyenne (Yola Streese), fährt mit. Und der neue Mitschüler Rémi (Timothy Scannell) hat sich auf den ersten Blick in Lotta verliebt und weicht ihr nicht mehr von der Seite. Endlich auf Amrum angekommen, wartet die nächste Überraschung. In der Jugendherberge scheint es zu spucken. Der Geist eines Mädchens geht um. Na, das kann ja heiter werden!

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Lotta Petermann ist zurück und ein paar Jahre älter. Dementsprechend kreist der zweite Leinwandauftritt der aufgeweckten Titelheldin aus Alice Pantermüllers Kinderbuchreihe um etwas erwachsenere Themen. Ging es in "Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo!" noch vornehmlich darum, zu einem Kindergeburtstag eingeladen zu werden und nebenbei darum, dem lästigen Flötenunterricht zu entgehen, spielt das Interesse am anderen Geschlecht diesmal eine deutlich größere Rolle.

Die Klassenfahrt nach Amrum wird von Lottas Klassenkameradinnen um Berenike von Bödecker (Laila Ziegler), die Anführerin der "(G)Lämmergirls", dazu genutzt, erste Erfahrungen mit Jungs zu sammeln. Auch wenn Lotta daran überhaupt kein Interesse zeigt, bleibt auch sie nicht vor Liebesdingen verschont, denn der neue Mitschüler Rémi (Timothy Scannell) hat sich ausgerechnet in Lotta verguckt. Und Jugendherbergsleiterin Christina (Katia Fellin) flirtet heftig mit Lottas Vater Rainer (Oliver Mommsen), (was wiederum an den ersten Teil erinnert, als Lottas Mutter einen kleinen Flirt mit ihrem Chef am Laufen hatte).

Aber keine Sorge, "Mein Lotta-Leben – Alles Tschaka mit Alpaka!" ist kein Liebesfilm geworden. Dafür gibt es für Lotta, ihre beste Freundin Cheyenne (Yola Streese) & Co. wieder viel zu viel zu tun. Das Rätsel um den Geist eines Mädchens und das Verschwinden von Cheyennes kleiner Schwester Chanell (Cara Vondey) wollen gelöst werden. Zwischendurch geraten Lotta und Rémi mitten im Wattenmeer in Gefahr und die unterschiedlichen Clicquen aus "Wilden Kaninchen", "(G)Lämmergirls" und "Rockern" müssen zusammenarbeiten und -halten, um ihrer mürrischen Lehrerin Frau Kackert (Sarah Hostettler) die Stirn zu bieten.

Bei der Regie hat Martina Plura den Staffelstab von Neele Leana Vollmar übernommen und macht ihre Sache ebenso gut wie ihre Vorgängerin. Ihr Film ist souverän inszeniert und flott erzählt. Die Titelheldin ist gewohnt schlagfertig und mitteilungsbedürftig. Wie schon in ihrem ersten Kinoauftritt erzählt sie ihre Geschichte nicht nur aus dem Off, sondern spricht das Publikum auch direkt an. Kleine Kritzeleien, die über das Filmbild gelegt werden und Lottas Stimmungen widerspiegeln, lockern die Handlung auf. Tolle Nebendarsteller wie Lars Rudolph als Wattwanderer Hinnerk, Oliver Mommsen als Lottas Vater und Sarah Hostettler, die eine deutlich bessere Klassenlehrerin abgibt als Carolin Kebekus im Auftaktfilm, runden das ohnehin schon runde Gesamtpaket ab.

Fazit: Auch der zweite Kinoauftritt der Kinderbuchheldin Lotta ist ein Hit. Regisseurin Martina Plura bringt einen originellen Familienfilm auf die große Leinwand, der nah am Geist der Vorlage ist und dennoch seinen eigenen Charme besitzt. Ein Film wie seine Hauptfigur: einfallsreich, schlagfertig und lustig.




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FBW: besonders wertvollWie schon beim ersten?Lotta?-Film gibt das Buch Geschichte und Atmosphäre für den Film vor. Regisseurin Martina Plura hat bei der Adaption des Buchs aus dramaturgischen Gründen ihren Freiraum genutzt, um zusätzliche kleine Episoden in das Drehbuch [...mehr]

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Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Komödie
Kinostart: 18.08.2022
Regie: Martina Plura
Darsteller: Katia Fellin, Meggy Hussong, Yola Streese
Verleih: Wild Bunch

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