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Nachtwald (2021)

Familien-Abenteuer über den zwölfjährigen Paul, der gemeinsam mit seinem Freund Max in den Wäldern der Schwäbischen Alb eine geheimnisvolle Höhle entdeckt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Es ist Sommer: Paul (Levi Eisenblätter) und Max (Jonas Oeßel) sind seit vielen Jahren die allerbesten Freunde. Eines Tages schmieden die Beiden einen waghalsigen Plan, der sie von Zuhause wegführt: Sie begeben sich auf die Suche nach der sagenumwobenen, Legenden-umrankten Ursulen-Höhle, die irgendwo in den Bergen der Schwäbischen Alb verborgen liegen soll. Und noch einen weiteren Grund gibt es für das Abenteuer der Jugendlichen. Denn auch wenn ihnen niemand im Dorf glaubt, dass der Ort tatsächlich existiert – Pauls Vater war ebenfalls überzeugt von der Existenz der Höhle. Doch er gilt seit über einem Jahr als verschollen. Also versuchen Paul und Max bei ihrer Reise auch gleich noch Hinweise auf den Verbleib von Pauls Vater zu finden. Allein in der Wildnis der Bergwelt erleben Paul und Max eine nicht für möglich gehaltene Freiheit, die aber nicht vor einigen Gefahren schützt.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Die beiden Filmemacher Andre Hörmann und Katrin Milhahn nehmen sich in ihrer Gemeinschaftsarbeit viel Zeit, um in erster Linie Beziehungen zu ergründen und auszuloten. Die Beziehung der beiden jungen Protagonisten zu ihren Vätern einerseits, aber natürlich zuvorderst ihre freundschaftliche Bindung untereinander. Im Laufe der 100 Minuten wachsen Max und Paul noch enger zusammen, beichten einander lange gehütete Geheimnisse und machen die Erfahrung, dass wahre Freundschaft durch nichts zu ersetzen ist.

Thematisch wagen sich Milhahn und Hörmann dabei auch an nachdenkliche und ernste Fragen sowie Inhalte. Es geht um häusliche Gewalt, Identitätssuche, die Angst vor Enttäuschung und wie Väter das eigene Denken und die individuelle Prägung beeinflussen. Geschickt streuen die Regisseure an passenden Stellen Erinnerungen und Flashbacks aus glücklichen Zeiten ein, als Pauls Vater noch an der Seite seines Sohnes weilte. Außerdem zeugt ihr Inszenierungsstil von atmosphärischem Feinsinn und einem echten Gespür für ausgefeiltes Timing sowie mitreißender Spannung. Diese ergibt sich vor allem aus – man ist geneigt zu sagen – typischen Abenteuerfilm-Momenten: bei der Begegnung mit einem Wolf, beim Überwinden steiler Klippen oder wenn die (ohnehin spärlichen) Essensvorräte langsam zu Ende gehen.

Vor allem jüngere Zuschauer ohne Kenntnisse der gängigen Adventure-Movie-Elemente und Überlebenskampf-Versatzstücke kommen hier aber auf ihre Kosten. Denn die entsprechenden Vorkommnisse in "Nachtwald" sind packend und dringlich in Szene gesetzt. Etwas einfallslos gestaltet sich das Drehbuch für ältere Betrachter, denn diese werden einige weitere Situationen möglicherweise als vorhersehbar und einfallslos betrachten.

In den entsprechenden Sequenzen zeigt sich, dass sich "Nachtwald" nicht von den erwartbaren Mechanismen und Story-Elementen einer typischen Abenteuer-Verfilmung lösen möchte: vom Baden im idyllischen Waldsee über vergiftete Pilze bis hin zur vereinsamten und abgeschieden gelegenen Berghütte. Immerhin: Die beiden Jungdarsteller Levi Eisenblätte und Jonas Oeßel machen ihre Sache gut und erwecken ihre Figuren glaubhaft zum Leben.

Fazit: Dringlich und spannend inszeniertes Jugend-Abenteuer vor betörender (Wald-) Kulisse, das den Wert von Freundschaft betont.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvoll?Man muss im Leben so viel träumen, wie man nur kann, denn was man träumen kann, das kann man auch erreichen.? NACHTWALD beginnt wie ein typischer Vater-Sohn-Film: Die beiden Männer des Hauses verbringen Zeit wie echte ?Buddys?. Und Pauls Vater [...mehr]

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Land: Deutschland
Jahr: 2021
Genre: Abenteuer, Kinderfilm
Länge: 100 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 24.11.2022
Regie: Andre Hörmann
Darsteller: Levi Eisenblätter als Paul Haller, Jonas Oeßel als Max, Marc Limpach als Thomas
Verleih: farbfilm verleih



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