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Geschlechterkampf - Das Ende des Patriarchats
Geschlechterkampf - Das Ende des Patriarchats
© Filmgalerie 451

Geschlechterkampf - Das Ende des Patriarchats (2023)

Essayfilm: Eine arbeitslose Schauspielerin lehnt sich gegen ein System der Unterdrückung auf.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4.2 / 5

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Marga (Margarita Breitkreiz) ist 42 Jahre alt und lebt in der deutschen Hauptstadt. Als ausgebildete Schauspielerin war sie an der Volksbühne Berlin, beim Berliner Ensemble und am Maxim-Gorki-Theater tätig und hat dort viele große Rollen in bekannten Stücken gespielt. Doch seit einiger Zeit bekommt sie keine Engagements mehr.

Nun muss sie die Bundesagentur für Arbeit aufsuchen, wo ihr der zuständige Sachbearbeiter (Lars Rudolph) rät, an ein Theater in Bremerhaven zu gehen. Diesen Vorschlag lehnt Marga indes ebenso ab wie die anderen Angebote, die sich außerhalb ihres erlernten Berufs befinden. Nach diversen schlechten Erfahrungen fasst sie den Entschluss, in den Kampf gegen das Patriarchat zu ziehen.

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"Geschlechterkampf – Das Ende des Patriarchats": Auf dem Schlachtfeld in Berlin

In dem essayistisch gestalteten Film "Geschlechterkampf – Das Ende des Patriarchats" befassen sich der 1966 geborene Regisseur Sobo Swobodnik ("Ramba Zamba") und die Schauspielerin Margarita Breitkreiz ("Marija") mit feministischen Themen und insbesondere mit den diskriminierenden Strukturen in der deutschen Film- und Theaterbranche.

Die Rollen bleiben aus

Breitkreiz steht im Zentrum des Geschehens und spielt unter dem Namen Marga eine fiktive Version ihrer selbst. Wir begleiten die 42-Jährige durch Berlin – beim Boxtraining, beim Flanieren durch die Straßen bei Tag und bei Nacht, im Club, in einer Kneipe sowie bei Castings, bei wenig erfreulichen Jobs und immer wieder inmitten heftiger Diskussionen mit einem Angestellten der Bundesagentur für Arbeit. Die Szenen mit Lars Rudolph ("Not a Love Song") als Sachbearbeiter gehören zu den stärksten Momenten von "Geschlechterkampf", da hier mit großer Erregtheit auf die desolate Lage im künstlerischen Bereich, vor allem für Frauen, hingewiesen wird.

Mit kurzen Texteinblendungen sowie vorgetragenen Zitaten prägender Frauen aus der Historie, darunter Rosa Luxemburg und Simone de Beauvoir, entwickelt der Film seine eigene Form. Hinzu kommen zahlreiche Cameos von Schauspielgrößen wie Inga Busch ("Art Girls") und Alexander Scheer ("Gundermann") sowie Interviews mit feministischen Akteurinnen wie Teresa Bücker und Michaela Dudley. Dabei gibt es etliche spannende Erläuterungen, beispielsweise zur Frauenquote und zu Intersektionalität, die jedoch im weiteren Verlauf kaum vertieft oder stimmig verknüpft werden.

Pointierte Passagen

Wie seine Protagonistin bleibt der Film insgesamt etwas orientierungslos, bietet aber treffende Beobachtungen und gelungene Zuspitzungen, etwa wenn Marga das Gespräch mit einer Therapeutin sucht oder wenn sie einem Mädchen bei einem Nanny-Job als Gutenachtgeschichte aus der feministischen Streitschrift "King Kong Theorie" von Virginie Despentes vorliest.

Fazit: Eine reizvolle Sammlung an Szenen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit (beziehungsweise deren Mangel), verortet in den kreativen Kreisen Berlins – mit Margarita Breitkreiz als Kämpferin.




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Besetzung & Crew von "Geschlechterkampf - Das Ende des Patriarchats"

Land: Deutschland
Jahr: 2023
Genre: Drama, Komödie, Satire
Länge: 97 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 03.08.2023
Regie: Sobo Swobodnik
Darsteller: Margarita Breitkreiz, Daniel Zillmann, Artemis Chalkidou, Isabel Thierauch, Lars Rudolph
Kamera: Sobo Swobodnik
Verleih: Filmgalerie 451

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