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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
© Warner Bros.

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (2025)

Auf dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff basierende Tragikomödie über einen Münchener Schauspielschüler auf dem Weg zu sich selbst.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.5 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Im Leben von Joachim (Bruno Alexander) verlief vieles etwas ungewöhnlich. Als jüngster Spross eines Psychiaters wuchs er auf dem Gelände einer riesigen Nervenheilanstalt auf. Einige Jahre später (Joachim ist Mitte 20) weiß er nicht so recht, wohin mit sich und der Welt, als plötzlich ein Wunder geschieht: Er wird an der renommierten Münchener Schauspielschule angenommen. Joachim zieht zu seinen Großeltern (Senta Berger, Michael Wittenborn) nach Nymphenburg und startet in sein abenteuerliches neues Dasein als Schauspielschüler. Die bizarre Welt des Theaters übt eine große Faszination auf den zerstreuten jungen Mann aus – sorgt mit dem Konkurrenzkampf und den zur Selbstdarstellung neigenden Mitschülern aber auch für viel Stress und Konflikte.

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Kauzige Großeltern

Simon Verhoeven zählt zu den kreativsten und begabtesten Filmemachern Deutschlands, der in vielen Genres zu Hause ist: von Biopics ("Girl You Know It’s True“) bis hin zu Familienkomödien ("Willkommen bei den Hartmanns“). Mit "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ fügt der 52-jährige Münchener seiner Filmografie eine sehenswerte Romanadaption hinzu, die sich gekonnt zwischen Drama, Komödie und Coming-of-Age bewegt.

Dreh- und Angelpunkt ist der herausragend aufspielende Bruno Alexander als nach sich selbst suchender, verwirrter Jung-Schauspieler, der sein Leben zwischen Schauspielschul-Skurrilitäten, schrägen Begegnungen, Selbstunsicherheit und dem Alltag mit seinen kauzigen Großeltern zu meistern versucht. Alexander in nichts nach steht die 80-jähirge Senta Berger als Oma Inge – sie ist der emotionale Anker des Films. Berger spielt eine exzentrische, von Star-Allüren durchzogene (Ex-) Filmdiva, die mit den Lasten des Älterwerdens und der Vergänglichkeit allen Seins zu kämpfen hat.

Die großen Lebensthemen

Die Szenen zwischen der spitzzüngigen, perfektionistischen, insgeheim aber zutiefst feinfühligen Inge und dem naiven, gutgläubigen Enkel zählen zu den stärksten Momenten. In der Figur der Inge manifestieren sich dann auch die essentiellen Botschaften und Aussagen des Films, der schon in seinem Titel auf jene Kerninhalte (Verlust, die Angst vor der Leere u.a.) anspielt. Und Verhoeven findet insgesamt eine stimmige Balance aus diesen melancholischen Tönen, entwaffnendem Humor und Leichtigkeit.

Denn dem oft schwermütigen (und Alkohol-getränkten) Familienleben im noblen, von mondänen Villen geprägten Edel-Bezirk Nymphenburg setzt der Film das chaotische Treiben an der Schauspielschule entgegen – das andere Extrem. Dort dominieren skurrile Rituale, strenge Ausbilder und Gefühls-Chaos Joachims Leben. Doch egal ob Familie oder Studenten-Dasein: Bei dem ganzen illustren Treiben bleibt Verhoeven stets nah an den Figuren – ohne in Kitsch oder allzu übertriebene Sentimentalitäten zu verfallen. Der einzige Wermutstropfen: An manchen Stellen wirkt "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ zu episodisch. Denn am Ende beantwortet Verhoeven nicht alle Fragen abschließend und nicht alle angesprochenen Themen führt er konsequent, zufriedenstellend aus.

Fazit: Warmherzige, ebenso melancholische wie stellenweise urkomische Literaturverfilmung, die als Mix aus großstädtischem Selbstfindungstrip, Coming-of-Age-Drama und Familienkomödie angelegt ist. Der Film verhandelt wichtige Themen klug und auf kreative Weise, befasst sich allerdings auch mit so vielen Inhalten, dass selbst 135 Minuten (!) nicht reichen, um alle Fragen zu beantworten.




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Besetzung & Crew von "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke"

Land: Deutschland
Jahr: 2025
Genre: Drama
Länge: 137 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 29.01.2026
Regie: Simon Verhoeven
Darsteller: Senta Berger als Großmutter, Tom Schilling, Karoline Herfurth als Dozentin, Victoria Trauttmansdorff, Michael Wittenborn als Großvater
Kamera: Jo Heim
Verleih: Warner Bros.

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