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Der Tod ist ein Arschloch (2025)
Dokumentarfilm: Der Bestatter Eric Wrede und sein Team geben Einblick in ihre Arbeit.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der 1980 in Rostock geborene Eric Wrede hat Germanistik und Geschichte studiert und war in der Musikbranche tätig. Im Jahr 2014 entschied er sich dazu, ins Bestattungsgeschäft einzusteigen. Mit seinem Berliner Unternehmen will er Bestattungen anbieten, die etwas ganz Individuelles haben.
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Filmkritik
"Der Tod ist ein Arschloch": Keine Angst!
Der Dokumentarfilm "Der Tod ist ein Arschloch" ist das neue Werk des 1979 geborenen Regisseurs Michael Schwarz ("Die Kandidaten"). Mit seinem Kameramann Alexander Griesser begleitet der Filmemacher den Bestatter Eric Wrede und dessen Team. Entstanden ist dabei allerdings weit mehr als das Porträt eines sympathischen alternativen Bestattungsunternehmens: Wir erleben hier eine sehr offene und zutiefst einfühlsame Reflexion über das Sterben und über den Abschied von geliebten Menschen.
So machen wir's!
Der Film fängt den Respekt ein, den Wredes Team den Verstorbenen entgegenbringt, wenn diese "auf die Reise" gehen. Ebenso wird der Umgang mit den Trauernden in Gesprächen erfasst. Dabei lässt sich ein angenehmer Mix aus Empathie, Wärme, Pragmatismus und zuweilen Humor erkennen.
Schön ist zudem eine Runde mit Jugendlichen, in denen Wrede versucht, den Heranwachsenden die Angst vor dem Tod zu nehmen – sowie die Scheu, über das Thema zu reden. Die jungen Leute dürfen dann auch mal in einem Sarg probeliegen. "Der Tod ist ein Arschloch" verzichtet auf übertriebene Sentimentalität oder Ehrfurcht und widmet sich dem schwierigen, noch immer tabuisierten Sujet ganz unerschrocken – wodurch alles erfrischend hoffnungsvoll gerät.
Die Wege in die Bestattungsbranche
Neben Wrede, der auch als Bestsellerautor ("Wenn wir ins Gras beißen – Das Buch vom Tod für große und kleine Menschen"), Podcaster ("The End – Der Podcast auf Leben und Tod") und Kolumnist tätig ist und zunächst in der Musikindustrie gearbeitet hat, gibt der Film den anderen Protagonist:innen Raum. So gibt eine Kollegin etwa Einblick in ihre Biografie – wie sie nach einem Job in einer Werbeagentur letztlich bei diesem Berufsfeld gelandet ist: "Es hat mich irgendwie gefunden und es hat gepasst."
Fazit: Ein empathisch gemachtes dokumentarisches Werk über das Sterben, die Trauer und einen möglichst entspannten Umgang mit dem Tod.
Der Dokumentarfilm "Der Tod ist ein Arschloch" ist das neue Werk des 1979 geborenen Regisseurs Michael Schwarz ("Die Kandidaten"). Mit seinem Kameramann Alexander Griesser begleitet der Filmemacher den Bestatter Eric Wrede und dessen Team. Entstanden ist dabei allerdings weit mehr als das Porträt eines sympathischen alternativen Bestattungsunternehmens: Wir erleben hier eine sehr offene und zutiefst einfühlsame Reflexion über das Sterben und über den Abschied von geliebten Menschen.
So machen wir's!
Der Film fängt den Respekt ein, den Wredes Team den Verstorbenen entgegenbringt, wenn diese "auf die Reise" gehen. Ebenso wird der Umgang mit den Trauernden in Gesprächen erfasst. Dabei lässt sich ein angenehmer Mix aus Empathie, Wärme, Pragmatismus und zuweilen Humor erkennen.
Schön ist zudem eine Runde mit Jugendlichen, in denen Wrede versucht, den Heranwachsenden die Angst vor dem Tod zu nehmen – sowie die Scheu, über das Thema zu reden. Die jungen Leute dürfen dann auch mal in einem Sarg probeliegen. "Der Tod ist ein Arschloch" verzichtet auf übertriebene Sentimentalität oder Ehrfurcht und widmet sich dem schwierigen, noch immer tabuisierten Sujet ganz unerschrocken – wodurch alles erfrischend hoffnungsvoll gerät.
Die Wege in die Bestattungsbranche
Neben Wrede, der auch als Bestsellerautor ("Wenn wir ins Gras beißen – Das Buch vom Tod für große und kleine Menschen"), Podcaster ("The End – Der Podcast auf Leben und Tod") und Kolumnist tätig ist und zunächst in der Musikindustrie gearbeitet hat, gibt der Film den anderen Protagonist:innen Raum. So gibt eine Kollegin etwa Einblick in ihre Biografie – wie sie nach einem Job in einer Werbeagentur letztlich bei diesem Berufsfeld gelandet ist: "Es hat mich irgendwie gefunden und es hat gepasst."
Fazit: Ein empathisch gemachtes dokumentarisches Werk über das Sterben, die Trauer und einen möglichst entspannten Umgang mit dem Tod.
Andreas Köhnemann
FBW-Bewertung zu "Der Tod ist ein Arschloch"Jurybegründung anzeigen
Bestattungen sind Rituale, bei denen sich die Menschen von den Gestorbenen verabschieden können, und sie sollten der jeweiligen Persönlichkeit der Toten angemessen sein. Doch in den meisten Fällen sind Bestattungen extrem normierte Veranstaltungen, [...mehr]TrailerAlle "Der Tod ist ein Arschloch"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Der Tod ist ein Arschloch"
Land: DeutschlandJahr: 2025
Genre: Dokumentation
Länge: 79 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 27.11.2025
Regie: Michael Schwarz
Kamera: Alexander Griesser
Verleih: mindjazz pictures





