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28 Years Later: The Bone Temple (2026)
Zweiter Teil der "28 Years Later“-Trilogie, die im vergangenen Jahr das Horror-Franchise nach "28 Days Later“ und "28 Weeks Later“ blutiger denn je fortführte.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 2 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nachdem Spike (Alfie Williams) den zerstörten Inselstaat verlassen hat, gerät er in die Gewalt einer fanatischen Gruppe, die vom charismatischen, aber jederzeit gewaltbereiten Jimmy Crystal (Jack O'Connell) angeführt wird. Bald zeigt sich: In dieser trostlosen Welt sind nicht mehr nur die infizierten, blutdurstigen Wesen eine Gefahr – auch die letzten Überlebenden kämpfen rücksichtslos und brutal um das eigene Leben. Unterdessen verfolgt Dr. Ian Kelson (Ralph Fiennes) seine eigene Vision. Er hofft, dass im Alpha-Zombie doch noch etwas Menschliches zu finden ist. Mittels (starker) Medikamente versucht er, irgendwie eine Verbindung zu dem von ihm auf den Namen Samson getauften Untoten aufzubauen. An mehreren Fronten entbrennt so ein nackter Kampf ums Überleben.
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Filmkritik
Buddy-Movie trifft auf Endzeit-Horror
Mit "28 Years Later“ verschaffte Regie-Altmeister Danny Boyle dem angestaubten Zombie-Horror-Genre die lang ersehnte (und bitter nötige) Frischzellenkur – mit gewaltigem Erfolg, sowohl bei der Kritik als auch an den Kassen. Den zweiten Teil der mit diesem Film im letzten Jahr begonnenen Trilogie verantwortet nun nicht mehr Boyle, sondern seine über 30 Jahre jüngere Kollegin Nia DaCosta. Und die kennt sich mit intensivem, bildstarkem Horror aus.
Das bewies die 36-Jährige unter anderem mit "Candyman“ (2021) und das beweist sie gleichsam mit "The Bone Temple“, der inhaltlich und stilistisch nochmal in eine ganz andere Richtung geht als der Vorgänger. Was sofort auffällt: "The Bone Temple“ führt nicht einfach nur das Erfolgsrezept des ersten Teils fort, sondern jongliert klug und höchst kreativ mit Elementen des schwarzen Humors und zutiefst emotionalen Momenten. Jenen emotionalen Kern bildet die (Buddy-)Beziehung zwischen Kelson und Spike, die gewissermaßen für zwei gegensätzliche Pole stehen.
Ein wahnsinniger Anführer
Der eine (Spike) steht für eine ersehnte Zukunft in einer besseren Welt ohne Gewalt, Brutalität und Todesangst. Der andere, Kelson, versinnbildlicht die Vergangenheit, gewissermaßen also die alte Welt. Und er steht für das Rationale. Denn der einfühlsame, hochintelligente Mann versucht nach wie vor, die Hintergründe des Virus-Ausbruchs und den Sinn hinter dem Untergang der zivilisierten Welt zu verstehen. Großartig: Ralph Fiennes in einer seiner stärksten Rollen der letzten Jahre. Sein unbekümmerter, zu Herzen gehender Auftritt als gebrochener, mit inneren Dämonen ringender Einsiedler war bereits im Erstling eines der Highlights und zählt ebenso in der Fortsetzung zu den Höhepunkten.
Ebenso im Übrigen wie die Leistung von Jack O'Connell, der mit seinem Charisma und Wahnsinn nachhaltig verstört. Er und seine Anhänger beweisen: die überlebenden Menschen sind hier die eigentlichen Monster, nicht die Infizierten. Zudem verzichtet DaCosta in ihrem stylish bebilderten Film nicht auf harte, oft sehr blutige Zombie-Horror-Momente, die Fans der Reihe zufrieden stimmen dürften. Von offenen Wunden, heftigen Verletzungen und Blutfontänen über Nahaufnahmen von Knochen und zerfetzten Körpern bis hin zu den rituellen Folterszenen, in denen Jimmy und seine Leute unschuldige Menschen quälen und Leiden lassen: "The Bone Temple“ ist ein Fest für Gore- und Rage-Terror-Fans.
Fazit: Zwischen Endzeit-Drama, apokalyptischem Abenteuerfilm und hartem Zombie-Terror angesiedelter, kompromissloser Genre-Mix, der das blutige Treiben in einer aus den Fugen geratenen Welt als stylish bebilderten, famos gespielten Überlebenskampf zeigt.
Mit "28 Years Later“ verschaffte Regie-Altmeister Danny Boyle dem angestaubten Zombie-Horror-Genre die lang ersehnte (und bitter nötige) Frischzellenkur – mit gewaltigem Erfolg, sowohl bei der Kritik als auch an den Kassen. Den zweiten Teil der mit diesem Film im letzten Jahr begonnenen Trilogie verantwortet nun nicht mehr Boyle, sondern seine über 30 Jahre jüngere Kollegin Nia DaCosta. Und die kennt sich mit intensivem, bildstarkem Horror aus.
Das bewies die 36-Jährige unter anderem mit "Candyman“ (2021) und das beweist sie gleichsam mit "The Bone Temple“, der inhaltlich und stilistisch nochmal in eine ganz andere Richtung geht als der Vorgänger. Was sofort auffällt: "The Bone Temple“ führt nicht einfach nur das Erfolgsrezept des ersten Teils fort, sondern jongliert klug und höchst kreativ mit Elementen des schwarzen Humors und zutiefst emotionalen Momenten. Jenen emotionalen Kern bildet die (Buddy-)Beziehung zwischen Kelson und Spike, die gewissermaßen für zwei gegensätzliche Pole stehen.
Ein wahnsinniger Anführer
Der eine (Spike) steht für eine ersehnte Zukunft in einer besseren Welt ohne Gewalt, Brutalität und Todesangst. Der andere, Kelson, versinnbildlicht die Vergangenheit, gewissermaßen also die alte Welt. Und er steht für das Rationale. Denn der einfühlsame, hochintelligente Mann versucht nach wie vor, die Hintergründe des Virus-Ausbruchs und den Sinn hinter dem Untergang der zivilisierten Welt zu verstehen. Großartig: Ralph Fiennes in einer seiner stärksten Rollen der letzten Jahre. Sein unbekümmerter, zu Herzen gehender Auftritt als gebrochener, mit inneren Dämonen ringender Einsiedler war bereits im Erstling eines der Highlights und zählt ebenso in der Fortsetzung zu den Höhepunkten.
Ebenso im Übrigen wie die Leistung von Jack O'Connell, der mit seinem Charisma und Wahnsinn nachhaltig verstört. Er und seine Anhänger beweisen: die überlebenden Menschen sind hier die eigentlichen Monster, nicht die Infizierten. Zudem verzichtet DaCosta in ihrem stylish bebilderten Film nicht auf harte, oft sehr blutige Zombie-Horror-Momente, die Fans der Reihe zufrieden stimmen dürften. Von offenen Wunden, heftigen Verletzungen und Blutfontänen über Nahaufnahmen von Knochen und zerfetzten Körpern bis hin zu den rituellen Folterszenen, in denen Jimmy und seine Leute unschuldige Menschen quälen und Leiden lassen: "The Bone Temple“ ist ein Fest für Gore- und Rage-Terror-Fans.
Fazit: Zwischen Endzeit-Drama, apokalyptischem Abenteuerfilm und hartem Zombie-Terror angesiedelter, kompromissloser Genre-Mix, der das blutige Treiben in einer aus den Fugen geratenen Welt als stylish bebilderten, famos gespielten Überlebenskampf zeigt.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "28 Years Later: The Bone Temple"
Land: USAJahr: 2026
Genre: Horror
Länge: 109 Minuten
Kinostart: 15.01.2026
Regie: Nia DaCosta
Darsteller: Ralph Fiennes als Dr. Kelson, Jack O'Connell, Emma Laird, Erin Kellyman, Alfie Williams als Spike
Kamera: Sean Bobbitt
Verleih: Sony Pictures


