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Monsieur Robert kennt kein Pardon (2026)
Les Vengeances de Maître Poutifard
Familienkomödie mit Frankreichs Schauspielstar Christian Clavier.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Nach mehr als 30 Jahren im Schuldienst geht Robert Poutifard (Christian Clavier) in Pension. Doch statt seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen, sinnt der Lehrer auf Rache. Vor 20 Jahren machten ihm vier Schüler das Leben zur Hölle. Schlimmer noch: Sie waren schuld daran, dass Roberts Beziehung mit seiner Kollegin Claudine (Jennie-Anne Walker) in die Brüche ging und Robert selbst im Rentenalter immer noch bei seiner Mutter Huguette (Isabelle Nanty) wohnen muss.
Roberts Racheplan ist simpel: Er will die Karrieren seiner ehemaligen Schüler eine nach der anderen zerstören. Als Erstes ist der Sternekoch Anthony (Roby Schinasi) an der Reihe. Danach folgen die Influencer-Zwillinge Camille (Salomé Partouche) und Mélanie (Noémie Chicheportiche) und als Letztes geht es der erfolgreichen Sängerin Audrey (Kezia Quintal) alias O'drey an den Kragen. Um seinen Plan in die Tat umzusetzen, erhält Robert von unerwarteter Stelle Hilfe.
Bildergalerie zum Film "Monsieur Robert kennt kein Pardon"
Filmkritik
"Monsieur Robert kennt kein Pardon": Rachsüchtiger Rohrkrepierer
Christian Clavier wird sich über mangelnde Arbeit vermutlich nicht beklagen. Seit Jahrzehnten zählt der 1952 geborene Pariser und spätere Mitbegründer der Komikertruppe "Le Splendid" zu Frankreichs vielbeschäftigsten Schauspielern. Auf der großen Leinwand war er schon als einer der "Strandflitzer" (1978), einer der zwei "Besucher" (1993) und als Titelheld der Comicadaption "Asterix und Obelix gegen Caesar" (1999) zu sehen. Der kleine Gallier, Clavier misst gerade einmal 1,68 Meter, beherrscht zwar auch das dramatische Fach und hat unter anderem Napoleon verkörpert, ist vornehmlich aber in jenen Gefilden unterwegs, in denen das Gelächter dominiert. Dass nicht jede dieser Komödien zündet, liegt auf der Hand. Claviers jüngste zählt dazu.
Nach Monsieur Claude, der sich bereits in drei Filmen mit seinen Töchtern, seinen Schwiegersöhnen und deren Eltern herumschlug, schlüpft Clavier dieses Mal in die Rolle des Monsieur Robert und bekommt es mit vier frechen Schülern zu tun, die ihrem Lehrer auf der Nase herumtanzen. Der Film über den lange geschmiedeten Racheplan der Titelfigur ist schon ein paar Jahre alt. In Frankreich kam er Ende Juni 2023 ins Kino. Dass es bis zum deutschen Kinostart mehr als zweieinhalb Jahre gedauert hat, hat gute Gründe.
Zu viele Ungereimtheiten und schlechtes Marketing
Nach dem Science-Fiction-, dem Fantasy- und dem Horror-Genre ist es wohl die Komödie, die bei der Rezeption am stärksten einer willentlichen Aussetzung der Ungläubigkeit bedarf. Was nichts anderes bedeutet, als dass das Kinopublikum in puncto Logik fünfe gerade sein lassen muss, um manche Komödie zu genießen. In "Monsieur Robert kennt kein Pardon" reihen sich aber so viele hanebüchene Ungereimtheiten aneinander, dass es selbst den nachsichtigsten Filmfreunden irgendwann zu bunt wird. Das fängt beim Setting an (die belgische Großstadt Brügge hält für ein pittoreskes französisches Nest her), setzt sich über das grauenvoll grimassierende Schauspiel fort und gipfelt in der Absurdität, dass Isabelle Nanty die Mutter des im wahren Leben zehn Jahre älteren Christian Clavier spielt – furchtbar schlecht sitzende Perücken inklusive.
Erfährt man dann jedoch rein zufällig, dass es sich beim neuen Film des Regisseurs Pierre-François Martin-Laval ("Das Wunder von Marseille") um die Adaption eines Kinderbuchs handelt, dann sieht man diesen Film in einem anderen Licht. Besser wird er zwar nicht, denn Martin-Laval kann sich nicht entscheiden, welche Art von Komödie er eigentlich drehen wollte und wechselt mehrfach wild die Tonlage. Aber zumindest die grobe Figurenzeichnung, die unterkomplexe Handlung und der arg klamaukige Humor lassen sich dadurch erklären. Indessen fragt man sich ernsthaft, warum der Film hierzulande nicht als Kinderfilm beworben wird. Allein der Unterschied zwischen dem französischen und dem deutschen Filmplakat ist eklatant. Während das Originalposter geradezu "Familienfilm" schreit, setzt das deutsche Poster voll und ganz auf den Star des Films – und führt das Kinopublikum hinters Licht.
Fazit: Achtung! Bei "Monsieur Robert kennt kein Pardon" handelt es sich um einen Kinderfilm, auch wenn das Plakat anderes suggeriert. Sonderlich gut ist der jüngste Streich des französischen Schauspielstars Christian Clavier allerdings nicht ausgefallen. Kinder werden mit der völlig überdrehten Komödie zwar durchaus ihren Spaß haben, für Erwachsene sind all die Ungereimtheiten und andauernden Stimmungswechsel aber irgendwann zu viel des Guten.
Christian Clavier wird sich über mangelnde Arbeit vermutlich nicht beklagen. Seit Jahrzehnten zählt der 1952 geborene Pariser und spätere Mitbegründer der Komikertruppe "Le Splendid" zu Frankreichs vielbeschäftigsten Schauspielern. Auf der großen Leinwand war er schon als einer der "Strandflitzer" (1978), einer der zwei "Besucher" (1993) und als Titelheld der Comicadaption "Asterix und Obelix gegen Caesar" (1999) zu sehen. Der kleine Gallier, Clavier misst gerade einmal 1,68 Meter, beherrscht zwar auch das dramatische Fach und hat unter anderem Napoleon verkörpert, ist vornehmlich aber in jenen Gefilden unterwegs, in denen das Gelächter dominiert. Dass nicht jede dieser Komödien zündet, liegt auf der Hand. Claviers jüngste zählt dazu.
Nach Monsieur Claude, der sich bereits in drei Filmen mit seinen Töchtern, seinen Schwiegersöhnen und deren Eltern herumschlug, schlüpft Clavier dieses Mal in die Rolle des Monsieur Robert und bekommt es mit vier frechen Schülern zu tun, die ihrem Lehrer auf der Nase herumtanzen. Der Film über den lange geschmiedeten Racheplan der Titelfigur ist schon ein paar Jahre alt. In Frankreich kam er Ende Juni 2023 ins Kino. Dass es bis zum deutschen Kinostart mehr als zweieinhalb Jahre gedauert hat, hat gute Gründe.
Zu viele Ungereimtheiten und schlechtes Marketing
Nach dem Science-Fiction-, dem Fantasy- und dem Horror-Genre ist es wohl die Komödie, die bei der Rezeption am stärksten einer willentlichen Aussetzung der Ungläubigkeit bedarf. Was nichts anderes bedeutet, als dass das Kinopublikum in puncto Logik fünfe gerade sein lassen muss, um manche Komödie zu genießen. In "Monsieur Robert kennt kein Pardon" reihen sich aber so viele hanebüchene Ungereimtheiten aneinander, dass es selbst den nachsichtigsten Filmfreunden irgendwann zu bunt wird. Das fängt beim Setting an (die belgische Großstadt Brügge hält für ein pittoreskes französisches Nest her), setzt sich über das grauenvoll grimassierende Schauspiel fort und gipfelt in der Absurdität, dass Isabelle Nanty die Mutter des im wahren Leben zehn Jahre älteren Christian Clavier spielt – furchtbar schlecht sitzende Perücken inklusive.
Erfährt man dann jedoch rein zufällig, dass es sich beim neuen Film des Regisseurs Pierre-François Martin-Laval ("Das Wunder von Marseille") um die Adaption eines Kinderbuchs handelt, dann sieht man diesen Film in einem anderen Licht. Besser wird er zwar nicht, denn Martin-Laval kann sich nicht entscheiden, welche Art von Komödie er eigentlich drehen wollte und wechselt mehrfach wild die Tonlage. Aber zumindest die grobe Figurenzeichnung, die unterkomplexe Handlung und der arg klamaukige Humor lassen sich dadurch erklären. Indessen fragt man sich ernsthaft, warum der Film hierzulande nicht als Kinderfilm beworben wird. Allein der Unterschied zwischen dem französischen und dem deutschen Filmplakat ist eklatant. Während das Originalposter geradezu "Familienfilm" schreit, setzt das deutsche Poster voll und ganz auf den Star des Films – und führt das Kinopublikum hinters Licht.
Fazit: Achtung! Bei "Monsieur Robert kennt kein Pardon" handelt es sich um einen Kinderfilm, auch wenn das Plakat anderes suggeriert. Sonderlich gut ist der jüngste Streich des französischen Schauspielstars Christian Clavier allerdings nicht ausgefallen. Kinder werden mit der völlig überdrehten Komödie zwar durchaus ihren Spaß haben, für Erwachsene sind all die Ungereimtheiten und andauernden Stimmungswechsel aber irgendwann zu viel des Guten.
Falk Straub
TrailerAlle "Monsieur Robert kennt kein Pardon"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Monsieur Robert kennt kein Pardon"
Land: Frankreich, BelgienJahr: 2026
Genre: Komödie
Originaltitel: Les Vengeances de Maître Poutifard
Länge: 81 Minuten
Kinostart: 05.03.2026
Regie: Pierre-François Martin-Laval
Darsteller: Christian Clavier, Isabelle Nanty, Jennie-Anne Walker, Roby Schinasi, Kezia Quintal
Kamera: Nicolas Gaurin
Verleih: 24 Bilder, Happy Entertainment









