
© Camino
Jazzy - Chaos im Regenwald (2023)
Ozi: Voice of the Forest
In diesem Animationsfilm rettet ein kleiner Affe seinen Lebensraum.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
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Das Orang-Utan-Mädchen Jazzy wächst behütet auf. Doch durch einen verheerenden Waldbrand wird sie von ihren Eltern getrennt, findet in einem Tierschutzreservat ein neues Zuhause und in der Tierpflegerin Kirani eine Ersatzmutter. Kirani ist es auch, die Jazzy die Gebärdensprache beibringt, mithilfe derer das süße Menschenäffchen als Umwelt-Influencerin sogar das Internet erobert.
Als die Baumfällarbeiten eines großen Konzerns, der gigantische Palmenplantagen mitten im Regenwald betreibt, immer weiter heranrücken und auch das Tierschutzreservat bedrohen, beschließt Jazzy, der Sache auf den Grund zu gehen. Auf ihrer Reise durch den Regenwald trifft sie auf den altklugen Affen Chance und das tollpatschige Nashorn Honka und kommt hinter ein großes Geheimnis.
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Filmkritik
"Jazzy": Als die Tiere den Wald verließen
Die Idee zu diesem Animationsfilm sei "vor dem Hintergrund einer ökologischen Realität, die längst nicht mehr abstrakt ist", entstanden, verraten dessen Macher. Und sie führen die Motivation hinter ihrer rund 40 Millionen Euro teuren, internationalen Co-Produktion weiter aus: "Die fortschreitende Zerstörung tropischer Regenwälder und die zunehmenden Folgen des Klimawandels verändern weltweit Lebensräume – insbesondere die der Tiere. Diese Entwicklungen bilden den thematischen Ausgangspunkt des Films." Womit "Jazzy" einen Nerv trifft. Denn das Thema Umweltschutz im Angesicht der Klimakatastrophe, das jeden Erwachsenen umtreiben sollte, hat längst auch ins Kinderkino Einzug gehalten.
Filme wie "Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip" (2021), "Mavka - Hüterin des Waldes" (2023) oder das neueste Pixar-Abenteuer "Hoppers" (2026) kreisen um ähnliche Themen und erzählen vergleichbare Geschichten: ein junger Held bzw. eine junge Heldin stellt sich idealistisch gegen den Raubbau gieriger Menschen. Wie "Jazzy" ist auch das Animationsabenteuer "Ainbo – Hüterin des Amazonas" (2021) im Regenwald angesiedelt. Doch während in letztgenanntem Film ein indigenes Mädchen im Zentrum steht, rettet in "Jazzy" das titelgebende Orang-Utan-Mädchen ihren Lebensraum.
Altbekannte Pfade durch den Dschungel
Der in Großbritannien, Frankreich, den USA und Kanada produzierte Film hat mit Leonardo DiCaprio nicht nur einen der prominentesten Umweltschützer weltweit im Produktionsteam, im englischsprachigen Original finden sich auch einige Schwergewichte auf der Liste der Synchronsprecher: Djimon Hounsou, Laura Dern und der 2024 verstorbene Donald Sutherland. Was zeigt, dass der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. In Frankreich wurde "Jazzy" bereits im Juni 2023 beim Festival d'Animation Annecy uraufgeführt, 14 Monate später erfolgte der Kinostart in Großbritannien. Im Original heißt der Film wie die Titelfigur "Ozi", die die "Voice of the Forest", also die "Stimme des Waldes" ist. Hierzulande wird daraus "Chaos im Regenwald", was leicht in die Irre führt, denn es geht zwar durchaus turbulent, aber nicht chaotisch zu.
Angesichts des ansehnlichen Budgets enttäuschen die Animationen. Der Film sieht zwar gut, aber nicht herausragend aus. Die menschlichen wie tierischen Charaktere könnten einfallsreicher und vor allem detailreicher gestaltet sein. Besonders die Gesichtsausdrücke der Figuren lassen den für einen Animationsfilm nötigen Facettenreichtum vermissen, wirken glatt und oberflächlich. Hören lassen kann sich hingegen die deutsche Synchronisation, in der die Sängerin und Schauspielerin Lina Larissa Strahl ("Bibi & Tina") die Titelrolle des Orang-Utan-Mädchens überzeugend und schwungvoll spricht. Die vom Regisseur Tim Harper in Szene gesetzte Story folgt altbekannten erzählerischen Pfaden durch den Regenwald – zwei lustige Wegbegleiter in Form des Affen Chance und des Nashorns Honka sowie des sinistren Krokodils Mr. Smiley inklusive –, reißt dabei aber keine Bäume aus.
Fazit: "Jazzy – Chaos im Regenwald", das Kinodebüt des Regisseurs Tim Harper, ist ein Animationsfilm mit einem wichtigen Anliegen. Die umweltfreundliche Botschaft richtet sich gleichermaßen an Klein und Groß. Ein unterhaltsames Abenteuer mit erwartbarer Story, dessen Animationen nicht restlos überzeugen.
Die Idee zu diesem Animationsfilm sei "vor dem Hintergrund einer ökologischen Realität, die längst nicht mehr abstrakt ist", entstanden, verraten dessen Macher. Und sie führen die Motivation hinter ihrer rund 40 Millionen Euro teuren, internationalen Co-Produktion weiter aus: "Die fortschreitende Zerstörung tropischer Regenwälder und die zunehmenden Folgen des Klimawandels verändern weltweit Lebensräume – insbesondere die der Tiere. Diese Entwicklungen bilden den thematischen Ausgangspunkt des Films." Womit "Jazzy" einen Nerv trifft. Denn das Thema Umweltschutz im Angesicht der Klimakatastrophe, das jeden Erwachsenen umtreiben sollte, hat längst auch ins Kinderkino Einzug gehalten.
Filme wie "Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip" (2021), "Mavka - Hüterin des Waldes" (2023) oder das neueste Pixar-Abenteuer "Hoppers" (2026) kreisen um ähnliche Themen und erzählen vergleichbare Geschichten: ein junger Held bzw. eine junge Heldin stellt sich idealistisch gegen den Raubbau gieriger Menschen. Wie "Jazzy" ist auch das Animationsabenteuer "Ainbo – Hüterin des Amazonas" (2021) im Regenwald angesiedelt. Doch während in letztgenanntem Film ein indigenes Mädchen im Zentrum steht, rettet in "Jazzy" das titelgebende Orang-Utan-Mädchen ihren Lebensraum.
Altbekannte Pfade durch den Dschungel
Der in Großbritannien, Frankreich, den USA und Kanada produzierte Film hat mit Leonardo DiCaprio nicht nur einen der prominentesten Umweltschützer weltweit im Produktionsteam, im englischsprachigen Original finden sich auch einige Schwergewichte auf der Liste der Synchronsprecher: Djimon Hounsou, Laura Dern und der 2024 verstorbene Donald Sutherland. Was zeigt, dass der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. In Frankreich wurde "Jazzy" bereits im Juni 2023 beim Festival d'Animation Annecy uraufgeführt, 14 Monate später erfolgte der Kinostart in Großbritannien. Im Original heißt der Film wie die Titelfigur "Ozi", die die "Voice of the Forest", also die "Stimme des Waldes" ist. Hierzulande wird daraus "Chaos im Regenwald", was leicht in die Irre führt, denn es geht zwar durchaus turbulent, aber nicht chaotisch zu.
Angesichts des ansehnlichen Budgets enttäuschen die Animationen. Der Film sieht zwar gut, aber nicht herausragend aus. Die menschlichen wie tierischen Charaktere könnten einfallsreicher und vor allem detailreicher gestaltet sein. Besonders die Gesichtsausdrücke der Figuren lassen den für einen Animationsfilm nötigen Facettenreichtum vermissen, wirken glatt und oberflächlich. Hören lassen kann sich hingegen die deutsche Synchronisation, in der die Sängerin und Schauspielerin Lina Larissa Strahl ("Bibi & Tina") die Titelrolle des Orang-Utan-Mädchens überzeugend und schwungvoll spricht. Die vom Regisseur Tim Harper in Szene gesetzte Story folgt altbekannten erzählerischen Pfaden durch den Regenwald – zwei lustige Wegbegleiter in Form des Affen Chance und des Nashorns Honka sowie des sinistren Krokodils Mr. Smiley inklusive –, reißt dabei aber keine Bäume aus.
Fazit: "Jazzy – Chaos im Regenwald", das Kinodebüt des Regisseurs Tim Harper, ist ein Animationsfilm mit einem wichtigen Anliegen. Die umweltfreundliche Botschaft richtet sich gleichermaßen an Klein und Groß. Ein unterhaltsames Abenteuer mit erwartbarer Story, dessen Animationen nicht restlos überzeugen.
Falk Straub
TrailerAlle "Jazzy - Chaos im Regenwald"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Jazzy - Chaos im Regenwald"
Land: EnglandJahr: 2023
Genre: Animation
Originaltitel: Ozi: Voice of the Forest
Länge: 87 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 16.04.2026
Regie: Tim Harper
Darsteller: Amandla Stenberg als Ozi, Dean-Charles Chapman als Chance, Djimon Hounsou als Ozi's Vater, Donald Sutherland als Albino Crocodile, Laura Dern als Ozi's Mutter
Verleih: Camino






