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The End of Oak Street (2026)

Amerikanischer Science-Fiction-Survivalfilm, in dem eine Vorstadtfamilie es mit Dinosauriern zu tun bekommt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 5.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Im Jahr 1982 lebt die Familie Platt – Mutter Denise (Anne Hathaway), Vater Greg (Ewan McGregor) und ihre Kinder Audrey (Maisy Stella) und Brian (Christian Convery) – in der Oak Street. Das ist eine dieser US-Vorstadtsiedlungen, die auf den ersten Blick wie aus dem Bilderbuch wirken. Unter der ordentlichen Familienfassade bröckelt es allerdings längst: Mit der Ehe von Denise und Greg steht es nicht mehr zum Besten, auch wenn es keiner laut ausspricht – und die Kinder merken es natürlich trotzdem. Dann reißt ein rätselhaftes kosmisches Ereignis die gesamte Straße mitsamt Häusern, Vorgärten und Bewohnern aus der Gegenwart und setzt sie in einer prähistorischen Welt voller Dinosaurier ab. Das, was als familiärer Beziehungsstress begann, wird zum nackten Überlebenskampf: Die Platts und ihre Nachbarn müssen auf einmal gegen Raubsaurier bestehen. Ganz nebenbei müssen sie aber auch klären, ob ihre Ehe überhaupt noch zu retten ist, während sie fieberhaft nach einem Weg zurück suchen.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"The End of Oak Street": Riss für Riss

Dass David Robert Mitchell hier tief in Spielberg-Gewässern fischt, versteckt der Film zu keiner Sekunde: Vorstadt, Kinder in einer Extremsituation, spektakuläre Dinosaurier – diese Zutatenliste liest sich wie ein Best of aus "E.T.", "Poltergeist" und natürlich "Jurassic Park". Doch Mitchell macht mit diesen Zutaten eines nicht: Er zwinkert nicht. Anders als vieles, was im aktuellen Blockbusterkino unter "Humor" verbucht wird – jene ironische Selbstdistanz, die im Grunde nur Angst vor dem eigenen Pathos ist –, nimmt "The End of Oak Street" seine Prämisse und seine Figuren erstaunlich ernst.

Ernst statt Augenzwinkern

Durch diese Ernsthaftigkeit gewinnen die wenigen tatsächlich komischen Momente an Wucht. Wenn im Lauf des Films überdimensionierte Saurier sich paarend über ein Haus beugen, funktioniert das auch deshalb so gut, weil der Film sich bis dahin überraschend ernst genommen hat. Der Lacher sitzt, weil er sich diesen Kontrast erst erarbeiten musste.

Die eigentliche dramaturgische Leistung liegt jedoch im Spannungsaufbau, und der funktioniert zweistufig. Zunächst zeigt Mitchell in aller Ruhe die Vorstadtidylle der Platts – und lässt sie langsam, fast unmerklich Risse bekommen. Nicht ein einzelnes großes Ereignis bringt die Ehe von Denise und Greg ins Wanken, sondern eine Summe kleinerer Verwerfungen, wie ökonomischer Druck, unausgesprochene Enttäuschungen. Das entgeht auch den Kindern nicht. Erst wenn dieser innere Bruch etabliert ist, kommt der äußere: Die Straße wird buchstäblich aus der Zeit gerissen. Und selbst dann verweigert sich der Film dem schnellen Schockmoment. Die eigentliche Gefahr der neuen Umgebung wird zunächst nur angedeutet, dann in Fragmenten sichtbar, ehe sich erst später klärt, worin sie wirklich besteht. Diese doppelte Zurückhaltung – emotional wie physisch – ist ungewöhnlich diszipliniert für einen Film, der sich sonst unverhohlen als Spektakel verkauft, und sorgt dafür, dass "The End of Oak Street"
kaum Leerlauf kennt: Es gibt praktisch durchgehend einen Grund, gespannt zu sein.

Vier an der Front

Getragen wird das Ganze von einem Ensemble, das dieser Ernsthaftigkeit gerecht wird. Anne Hathaway gibt der Denise Wut, Überforderung und einen zähen Fürsorgeinstinkt, ohne die Figur je zur reinen Symbolfigur für "die krisengeschüttelte Ehe" zu verkürzen. Ewan McGregor lässt Greg glaubwürdig von einem eher verdrängenden, um seine Rolle als Ernährer ringenden Vater zu einem aktiven Beschützer wachsen. Und auch Maisy Stella und Christian Convery sind als Audrey und Brian keine bloßen Stichwortgeber für die Erwachsenen, sondern eigenständige Figuren mit einem eigenen Blick auf das, was aus ihrer Familie wird. Michael Giacchinos Score – stellenweise schwelgerisch, stellenweise unruhig – und Michael Gioulakis' Kamera, die den Kontrast zwischen ordentlicher Vorstadtarchitektur und wuchernder Urzeitnatur konsequent ausspielt, halten die zwei Ebenen des Films – Beziehungsdrama und Monsterspektakel – zusammen, statt sie nur nebeneinanderzustellen.

Fazit: "The End of Oak Street markiert für David Robert Mitchell, der mit "It Follows" und "Under the Silver Lake" bislang eher als kryptischer Independent-Regisseur auffiel, den erwarteten, aber keineswegs selbstverständlichen Sprung ins große Studiokino. Wer die labyrinthische Rätselhaftigkeit seiner früheren Filme vermisst, wird hier eine deutlich klarer erzählte Geschichte vorfinden. Doch dass der Film dabei auf Ironie verzichtet und seinen Figuren, auch den kleinen, echtes Gewicht gibt, unterscheidet ihn wohltuend von vielem, was zuletzt unter denselben Vorzeichen ins Kino kam. Wer ein wenig 80er-Jahre-Spielberg-Nostalgie mag, ist hier gut aufgehoben.




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Besetzung & Crew von "The End of Oak Street"

Land: USA
Jahr: 2026
Genre: Action, Abenteuer, Mystery
Länge: 100 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 13.08.2026
Regie: David Robert Mitchell
Darsteller: Anne Hathaway, Ewan McGregor, Christian Convery, Chris Coy, Bethany Anne Lind
Verleih: Warner Bros.

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