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Couscous und Geheimnisse (2026)
La petite cuisine de Mehdi
Culture-Clash-Komödie über einen algerischen Einwanderer in Frankreich, der durch ein Lügengeflecht in einen Strudel absurder Situationen gerät.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben bislang 0 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Der aus Algerien stammende Koch Mehdi (Younès Boucif) führt ein Doppelleben. Tagsüber arbeitet er gemeinsam mit seiner Partnerin Léa (Clara Bretheau) als Koch in einem Pariser Bistro, abends mimt er vor seiner verwitweten Mutter Fatima (Malika Zerrouki) den perfekten Sohn. Fatima weiß nichts von Leá und auch von Mehdis französischen Kochkünsten ahnt sie nichts. Das Lügenkonstrukt funktioniert eine gewisse Zeit sehr gut – doch dann möchte Leá endlich Fatima kennenlernen. Da Mehdi dies jedoch unbedingt verhindern will, gibt sich die Barbesitzerin Souhila (Hiam Abbass) als dessen Mutter aus. Chaos und Missverständnisse sind vorprogrammiert.
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Filmkritik
Exzentrische Fake-Mutter
Culture-Clash-Komödien, in denen unterschiedlichste Ansichten sowie Tradition und Moderne radikal aufeinanderprallen, gibt es zahllose. Einige, darunter etliche europäische Produktionen, sind mittlerweile echte moderne Klassiker. Von "Monsieur Claude und seine Töchter“ über "My Big Fat Greek Wedding“ bis hin zu "Willkommen bei den Sch'tis“. Auch "Couscous und Geheimnisse“ generiert seinen Reiz aus dem augenzwinkernden Umgang mit Vorurteilen und einem irrwitzigen Verwechslungschaos, in dem die Schauspieler voll in ihren Rollen aufgehen. Vor allem Hauptdarsteller Younès Boucif und Hiam Abbass als exzentrische Kabarett-Schauspielerin Souhila brillieren in ihren Rollen.
Boucif meistert den Spagat zwischen humorvollen Hirngespinsten, Familienpflichten und gefühliger Selbstreflexion mit großer Ausdruckskraft und Sicherheit. Abbass verleiht dem Film mit ihrer erfrischenden Unangepasstheit und schillernden Präsenz unterdessen eine angenehme Leichtigkeit. Und: Sie ist mit ihren trockenen Sprüchen und den frechen, augenzwinkernden Provokationen ganz klar für die gelungensten humorvollen Szenen verantwortlich.
Wo ist das Problem?
Das große Dilemma ist, dass man die Handlungs- und Verhaltensweisen der Charaktere schlicht sehr schwer nachvollziehen kann. Mehdi liebt seine Mutter, das ist klar, und er will sie nicht verletzten. Für Fatima sind Traditionen alles und sie spekuliert darauf, mit ihrer Familie eines Tages zurück nach Algerien zu gehen. Dass Mehdi es aber dennoch nicht schafft, ihr von seiner Freundin und seiner Leidenschaft für die französische Küche zu erzählen (ist das so schlimm?), erschließt sich beim besten Willen nicht.
Stattdessen erfinden er und Fake-Mum Souhila jene krude Lügengeschichte, die immer vertrackter und unglaubwürdiger wird. Und das alles nur, um die westliche Schwiegertochter in spe zu verheimlichen? Es fehlt schlicht an Fallhöhe und an echtem Konfliktpotential, das diesen Aufwand – und damit die ganze Verwechslungsstory, auf der der gesamte Film, fußt – rechtfertigen würde.
Fazit: Leidenschaftlich gespielte, mit spleenigen Charakteren ausgestattete Sommerkomödie, die an vielen Stellen zu unglaubwürdig und konstruiert wirkt.
Culture-Clash-Komödien, in denen unterschiedlichste Ansichten sowie Tradition und Moderne radikal aufeinanderprallen, gibt es zahllose. Einige, darunter etliche europäische Produktionen, sind mittlerweile echte moderne Klassiker. Von "Monsieur Claude und seine Töchter“ über "My Big Fat Greek Wedding“ bis hin zu "Willkommen bei den Sch'tis“. Auch "Couscous und Geheimnisse“ generiert seinen Reiz aus dem augenzwinkernden Umgang mit Vorurteilen und einem irrwitzigen Verwechslungschaos, in dem die Schauspieler voll in ihren Rollen aufgehen. Vor allem Hauptdarsteller Younès Boucif und Hiam Abbass als exzentrische Kabarett-Schauspielerin Souhila brillieren in ihren Rollen.
Boucif meistert den Spagat zwischen humorvollen Hirngespinsten, Familienpflichten und gefühliger Selbstreflexion mit großer Ausdruckskraft und Sicherheit. Abbass verleiht dem Film mit ihrer erfrischenden Unangepasstheit und schillernden Präsenz unterdessen eine angenehme Leichtigkeit. Und: Sie ist mit ihren trockenen Sprüchen und den frechen, augenzwinkernden Provokationen ganz klar für die gelungensten humorvollen Szenen verantwortlich.
Wo ist das Problem?
Das große Dilemma ist, dass man die Handlungs- und Verhaltensweisen der Charaktere schlicht sehr schwer nachvollziehen kann. Mehdi liebt seine Mutter, das ist klar, und er will sie nicht verletzten. Für Fatima sind Traditionen alles und sie spekuliert darauf, mit ihrer Familie eines Tages zurück nach Algerien zu gehen. Dass Mehdi es aber dennoch nicht schafft, ihr von seiner Freundin und seiner Leidenschaft für die französische Küche zu erzählen (ist das so schlimm?), erschließt sich beim besten Willen nicht.
Stattdessen erfinden er und Fake-Mum Souhila jene krude Lügengeschichte, die immer vertrackter und unglaubwürdiger wird. Und das alles nur, um die westliche Schwiegertochter in spe zu verheimlichen? Es fehlt schlicht an Fallhöhe und an echtem Konfliktpotential, das diesen Aufwand – und damit die ganze Verwechslungsstory, auf der der gesamte Film, fußt – rechtfertigen würde.
Fazit: Leidenschaftlich gespielte, mit spleenigen Charakteren ausgestattete Sommerkomödie, die an vielen Stellen zu unglaubwürdig und konstruiert wirkt.
Björn Schneider
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Besetzung & Crew von "Couscous und Geheimnisse"
Land: FrankreichWeitere Titel: Spices and Lies
Jahr: 2026
Genre: Komödie
Originaltitel: La petite cuisine de Mehdi
Länge: 104 Minuten
Kinostart: 25.06.2026
Regie: Amine Adjina
Darsteller: Younes Boucif, Clara Bretheau, Hiam Abbass, Gustave de Kervern, Birane Ba
Verleih: Lighthouse Home Entertainment, 24 Bilder




