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Cop Out - Geladen und Entsichert
Cop Out - Geladen und Entsichert
© 2010 Warner Bros. Ent.

Kritik: Cop Out - Geladen und Entsichert (2009)


Es muss nicht immer gleich ein Kaliber vom Schlage eines John McLane sein, aber der coole Cop ist ihm wie auf den Leib geschneidert. Da wurde es einfach mal wieder Zeit in solch eine Rolle zu schlüpfen. Und weil es allein nur halb so schön ist, steht ihm als getreuer Partner der Stand-up-Comedian Tracy Morgan zur Seite. Er ist sein Buddy, der Mann, der durch Dick und Dünn mit geht und im Notfall sogar Kugeln für ihn aufhalten würde. "Cop Out" ist also ein waschechter Cop-Buddy-Movie alter Schule. Beinahe zumindest, denn der Streifen ist keine Sekunde lang wirklich ernst gemeint.

Er ist mehr Hommage oder liebevolle Soft-Persiflage auf dieses Genre, dass solche Klassiker wie "Nur 48 Stunden", "Bad Boys" oder "Lethal Weapon" hervor brachte. Kennzeichen all dieser Filme ist, dass das Privatleben der Polizisten mit in die – zuweilen hanebüchene – Handlung einbezogen wird; ganz egal ob es nun wirklich interessiert oder nicht. Und siehe da: Man stellt plötzlich fest, dass Cops auch Menschen sind und normale Leben führen. Sie haben Väter, Mütter, Familien, Freunde, Schulden bei der Bank und jede Menge sonstiger Probleme.

Probleme haben Jimmy (Bruce Willis) und Paul (Tracy Morgan) tatsächlich reichlich am Hacken: Jimmy ist geschieden und muss die Hochzeit seiner Tochter ausrichten. Schlappe 48.000 Dollar sind dafür aufzubringen. Paul hat indes seine attraktive Gattin im Verdacht, ihn mit dem Nachbarn Hörner aufzusetzen. Paul beschließt daraufhin seine Gattin per Geheimkamera zu beschatten. Und Jimmy eine alte und äußerst wertvolle Baseballkarte zu verkaufen, die ihm sein Vater vermachte. Doch das Schicksal schlägt unbarmherzig zu. Der Fan-Shop, dem er die Karte anbieten wollte, wird überfallen und die Karte geraubt. Glücklicherweise hatten die beiden Cops kurz zuvor eine Überwachungsaktion total vermasselt, so dass sie nun beide für einen Monat suspendiert sind. Damit bleibt ihnen reichlich Zeit, um nach der Karte zu fahnden.

Trotz einer zugrunde liegenden Storyline lässt sich prinzipiell nicht wirklich von einem Plot sprechen. Die beiden kriminalistischen Chaoten stolpern von einer schrägen Situation in die nächste. Willis mimt, gekonnt wie immer, den süffisant Coolen, während Morgan durchgehend zwischen nur peinlich bis schon fast neurotisch pendelt. Signifikant aber für den Verlauf der Handlung, welche die beiden in die Untiefen der organisierten Bandenkriminalität führt, ist, dass die zwei eigentlich keiner richtig ernst nehmen will: Egal ob Groß- oder Kleinganove, die beiden Cops sind im Grunde der Running Gag des Streifens.

Fazit: Nebst Aneinanderreihung von mehr oder minder witzigen Szenen, besteht der Film überwiegend aus Referenzen an Genreklassiker; es lohnt tatsächlich Strichliste zu führen. Der platte Humor, welcher den Streifen an sich kennzeichnet, ist hingegen bestimmt nicht jedermanns Sache. Als Kontrastprogramm gibt es dafür zumindest reichlich bleihaltige Action. Insgesamt zwar kein Flop, von Top aber ordentlich weit entfernt, ist "Cop Out" sicherlich ein Film, der zusammen mit dem besten Buddy für einen amüsanten Kinoabend taugen sollte.





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