VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Ein einfacher Plan (1998)


Die Eiseskälte in Sam Raimis subtilem Kleinstadt-Thriller "Ein einfacher Plan" spiegelt sich nicht nur im unschuldigen Weiß der verschneiten Landschaft, sondern auch in den Figuren wider, die - nachdem sie in einem abgestürzten Flugzeug vier Millionen Dollar gefunden haben - mit tödlicher Konsequenz auseinanderdriften: Zwei Brüder (Bill Paxton, Billy Bob Thornton) und ihr Freund Lou (Brent Briscoe) erliegen der Versuchung des amerikanischen Traums vom großen Geld. Alles scheint so einfach. Doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder, und die fragile Allianz zwischen den ungleichen Konspiranten zerbricht.

Sam Raimi, als Regisseur kultiger Horrorfilme ("Tanz der Teufel"), Produzent trashiger Fernsehserien ("Herkules", "Xena") und Drehbuchautor ("Hudsucker") erfolgreich und vielbeschäftigt, gelang mit "Ein einfacher Plan" eine brillante Charakterstudie und eine stilsichere Parabel um Schuld und Sühne, Integrität und Versuchung. Dabei ist es kein Zufall, daß sein im Mittelteil leider ein wenig langatmiger Film an das "Fargo" der Coen-Brüder erinnert: Bei früheren Projekten haben sich Raimi und die Coens oft gegenseitig ausgeholfen.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.