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Die Maske des Zorro (1998)

The Mask of Zorro

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Don Diego de la Vega, besser bekannt unter dem Namen Zorro, kann nach zwanzig Jahren Gefängnis fliehen, um endlich den Tod seiner Frau zu rächen und seine geraubte Tochter Elena aus den Fängen seines Erzfeindes Don Raphael Montero zu befreien. Doch der einst so gelenkige und waffenflinke Zorro ist in die Jahre gekommen. Er braucht einen Verbündeten: Einen jungen Zorro! Er findet den Dieb und gesuchten Vagabunden Alejandro Murieta und lehrt ihn nach einigen Auseinandersetzungen nicht nur die Kunst des Fechtens und des Peitscheschwingens, nein, er feilt auch an seinem Aussehen und macht ihn gesellschaftsfähig. Somit ist der neue Zorro bereit, sich den bösen Machenschaften des Monteros zu stellen, den Rachefeldzug des alten Zorro zu unterstützen, den Tod seines eigenen Bruders zu rächen, hunderten Mexikanern das Leben zu retten und sich nebenbei in die Tochter des Ex-Zorros zu verlieben.

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Filmkritik

Wer hätte das gedacht: Der ZORRO unserer Tage ist kein hipper Typ, der pubertierende Kino-Kids mit coolen Sprüchen bei Laune hält, sondern vielmehr der klassische Held eines herrlich altmodischen Films um Ehre, Rache und die große Liebe. Und weil einer wohl nicht reicht, präsentiert Bond-Regisseur Martin Campbell (GOLDENEYE) den maskierten Rächer gleich im Doppelpack: mit Anthony Hopkins als charismatischem Gentleman und Antonio Banderas als unmanierlichem Dieb, der beim Meister in die Lehre geht, um schließlich die Nachfolge des alternden Helden anzutreten. Und so erlernt der ungehobelte Tunichtgut nicht nur die hohe Kunst des Fechtens, sondern auch die Etikette der feinen Gesellschaft - Sean Connery und Christopher Lambert aus HIGHLANDER lassen grüßen.

Künstlichkeit statt Kunst: DIE MASKE DES ZORRO ist eine prachtvolle Replik auf die Abenteuerfilme vergangener Tage, als Piraten, Ritter und Cowboys die Leinwand beherrschten und perfekt geschminkte Darsteller zwischen enormen Studiokulissen ein artifizielles Hollywood-Kino prägten, dessen Charme zumindest die reiferen Filmliebhaber ansprechen dürfte.

Kein Wunder also, daß sich Banderas wie einst Douglas Fairbanks formvollendet von einer Balustrade zur nächsten schwingt und im Vorbeiflug das Herz einer schˆnen Frau erobert: In diesem Fall ist es Catherine Zeta-Jones, und sie ist auch der größte Glücksfall dieses mitunter ein wenig schwerfälligen Films. Die 29jährige Britin erinnert an die junge Ava Gardner und stiehlt nicht nur den beiden durchaus überzeugenden Hauptdarstellern Hopkins und Banderas die Schau, sondern auch den zahllosen Stuntmen, die in virtuosen Fechtsequenzen und rasanten Verfolgungsjagden ihren Kopf hinhalten müssen.

Dabei verzichtet der von Steven Spielberg produzierte Film auf visuelle Effektorgien und setzt statt dessen auf seine konventionellen Story, die sämtliche Klischees des klassischen Abenteuer-Genres bedient und vielleicht gerade deshalb funktioniert: Hier treiben Stunts und Action noch die Handlung voran - und nicht umgekehrt. Mit 136 Minuten Spieldauer ist die opulente Zeitreise in eine totgeglaubte Kinoepoche allerdings ein wenig zu lang geraten, doch dafür entschädigen die hinreißende Catherine Zeta-Jones und die Gewißheit, einen modernen Klassiker gesehen zu haben.

Caramba!




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Land: USA
Jahr: 1998
Genre: Action
Länge: 137 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 22.10.1998
Regie: Martin Campbell
Darsteller: Antonio Banderas, Anthony Hopkins, Catherine Zeta-Jones
Verleih: Columbia TriStar

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