oder

Evita (1996)

Eine Hommage an die Heroin der argentinischen Bevölkerung zur Regierungszeit Peróns.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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In eine Art Rückblende erzählt Ché Guevara die Geschichte von Eva Perón: Als Eva Duarte, Tochter eines armen Farmers, wird sie in einem kleinen Dorf namens Junin, westlich von Buenos Aires geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren, muß Evita in leidvoller Weise erfahren, wie Macht und Politik in diesem Land die Menschen beherrscht und zu Instrumenten macht. Es sind die Armut, der Tod des Vaters, der Ausschluß ihrer Familie aus seinem Begräbnis, die sie für ihr weiteres Leben prägen.

Mithilfe ihres Talents, dem Tango und ihrer Gesangsstimme, schafft sie es aus ihrem Dorf hinaus, in die Hauptstadt. Hier erhält sie Zugang zur einflußreichen Gesellschaft Buenos Aires - ihre Verbindung mit dem aufsteigenden jungen Politiker Juan Perón wird vom Establishment und dem Militär mißtrauisch beobachtet.

Perón wird bald zur zentralen Figur des Volksaufstandes; durch ihn wird eine Wende in der Geschichte Argentiniens bezeichnet. Auf die Hochzeit Evitas mit Juan Perón, folgt dessen Wahl zum Präsidenten. Seine berufliche Laufbahn, sein Erfolg im südamerikanischen Volk, ist es letztendlich der Tatkraft Evitas und ihrem Engagement für die Armen und Unterdrückten zu verdanken.

Ihr Einfluß auf die Geschichte Argentiniens nimmt in den folgenden Jahren rapide zu und ihr Mythos als "Heilige" wächst unaufhörlich. Doch auch der Druck auf die Volksheldin, aus Politik und Militär, nimmt in großem Maße zu.

In geschwächtem gesundheitlichem Zustand gibt sie schließlich die Kandidatur zur Vizepräsidentin auf und stirbt 1952 - unter den Tränen der argentinischen Bevölkerung.

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Filmkritik

Evita: Ein Fest für Auge und Ohr
Beeindruckende Tanz-Szenen, Choreographie, Inszenierung und Kameraführung
halten uns bei Laune und unterstreichen die Leistung der Regie (Alan Parker) und Kamera (Darius Khondji). Weiterhin profitiert Evita von außergewöhnlich guten schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller Madonna und Antonio Banderas.

Madonna porträtiert Eva Person, eine ambitionierte Kleinstadt-Göre, die sich erfolgreich aus der Armut und dem Elend des damaligen Argentinien in die Führungsspitze der "high-society" herauskatapultierte - zunächst als Mätresse, dann als Ehefrau des faschistischen Präsidenten Juan Peron (Jonathan
Pryce). Eine berechnende Frau der jedes Mittel - in der Regel Männer - recht war, wenn sie nur ihren Interessen genügten. Sie gewann die Sympathie des ansonsten verarmten Volkes und - in ihrer politischen und sozialen Machtposition - widmete sich dem Bau von Krankenhäusern, Altenheimen und beaufsichtigte die Verteilung von Tausenden von kostenlosen Sozialwohnungen an
die Armen und Bedürftigen. Unter anderem trieb gerade diese Großzügigkeit den Staat unweigerlich in den Ruin und mißfiel den militärischen Kollegen ihres Ehegatten, die energisch gegen den politischen Einfluß den seine Frau
auf ihn ausübte, protestierten.

Evita wurde von den Massen verehrt, und nachdem sie frühzeitig an den Folgen ihres Krebsleidens starb lebt der Gedanke an sie auch heute noch in den Herzen des Argentinischen Volkes.

Antonio Banderas wird eine ganz spezielle Rolle zuteil. Er ist wie ein griechischer Ein-Mann-Chor, der den Zuschauer durch Peron's Leben und die komplexe politische Situation Argentiniens navigiert. Seine verblüffend gute Gesangs-Stimme und sein attraktives Äußeres tragen weiterhin zu seiner starken Vorstellung bei.

Einziger Wehrmutstropfen ist die scheinbar physikalische Trennung der Stimmen von den Personen, von denen sie ausgehen. Wahrscheinlich wurde dermaßen viel Wert auf die akustischen Effekte gelegt, daß der Zuschauer dank Dolby Surround Stimmen überall im Raum orten, aber diese nicht mit den Personen auf der Leinwand assoziieren kann. Schade.




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Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Action, Komödie
Länge: 134 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 06.02.1997
Regie: Alan Parker
Darsteller: Andrea Corr, Antonio Banderas, Gary Brooker
Verleih: United International Pictures

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