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Lügen haben lange Beine (1996)

Truth about Cats and Dogs

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Abby Barnes ist Radiomoderatorin. In ihrer täglichen Sendung "Die Wahrheit über Katzen und Hunde" gibt sie Tips im Umgang mit Haustieren und beantwortet die Fragen ihrer Hörer. Abby ist intelligent, witzig und - unscheinbar. Diese Kombination hat zwar zu großer beruflicher Anerkennung geführt, im Privatleben und in Liebesdingen hat sie leider nur wenig Erfolg. Ihre neue Freundin Noelle, die als Model arbeitet, hat dagegen alles, was sie nicht hat: Sie ist selbstbewußt im Umgang mit Männern und setzt ihre Attraktivität zielsicher ein. Als Abby während ihrer Sendung einen Anruf
von Brian erhält, entwickelt sich zwischen den beiden ein intensives Gespräch. Ben trifft darauf einen Entschluß: Diese Frau muß er kennenlernen.

Am nächsten Tag fährt er kurzentschlossen zum Sender und sieht am Mikrofon eine Frau, die er zwangsläufig für Abby halten muß. Aber es sitzt nicht Abby vor ihm, sondern Noelle, die ebenfalls zu Besuch vorbeigekommen ist. Ben ist sofort von Noelles Ausstrahlung fasziniert und die unsichere Noelle unternimmt nichts, um dieses Mißverständnis aufzuklären. Daß ein Mann zwischen zwei Frauen hin und her gerissen sein kann, aber auch beide Frauen sich für ihn interessieren, führt zu vielen komischen Situationen. Doch Abby erkennt, daß sie endlich handeln muß. Um Brian für sich
zu gewinnen, muß sie ihm ihre wahre Identität offenbaren.

Filmkritik

Vorhersehbare Distanz-Romanze
Ist das die ultimative Sommerkomödie 1996? Der Nachfolger von "Während du schliefst" und "Vier Hochzeiten und ein Todesfall"? In Sachen Unbeschwertheit kann es die vom Originaltitel erheblich abweichende romantische Komödie sicherlich aufnehmen. Dafür ist der Ausgang der auf einer
klassischen Verwechslungsgeschichte basierende Plot so vorhersehbar wie der Sonnenuntergang am Abend. Warum sollte es eigentlich nicht möglich sein, sich in eine charmante Stimme zu verlieben? Was aber, wenn sich hinter dieser selbstsicheren, Witz und Leichtigkeit versprühenden Stimme
ein unsicheres Wesen verbirgt, das Angst vor der eigenen Courage hat, sich für "nicht perfekt" hält, und Rendezvous-Angebote daher der Nachbarin zuschanzt. Die für's Radio moderierende Abby, ratgebende Expertin für bekümmerte Haustierbesitzer, beschwört auf diese Weise eine verquere
Situation herauf, unter der sie selbst am meisten zu leiden hat. Denn eigentlich findet sie Hundebesitzer Brian doch ganz nett - nur fährt der total auf die langen Beine nebst darauf ruhendem Körper der blonden Noelle ab. Was sicherlich dem Blondinenwitz Konjunktur verschaffen dürfte, denn an Sprachgewandtheit und Intelligenz kann es Noelle nicht mit Abby aufnehmen, trägt aber dafür ihr Herz am rechten Fleck. Daß sich Tierärztin und Doggenherrchen am Ende doch noch kriegen, ist im Prinzip von vorne herein klar.
Insofern darf man sich getrost zurücklehnen und sich auf viele amüsante Situationen und Dialoge freuen, wie Hank, den Hund, der sich auf Rollschuhen bewegt wie ein Elefant auf Glatteis oder die zahlreichen absurden Probleme von Tierbesitzern. Die vom Komödienfach kommende Janeane Garofalo ("Voll das Leben") braucht sich in dieser romantischen Komödie von Regisseur Michael Lehmann ("Hudson Hawk") keinesfalls hinter Uma Thurman zu verstecken. Und dies nicht nur wegen ihrer Stimme.




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Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Komödie
Länge: 97 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 29.08.1996
Regie: Michael Lehmann
Darsteller: Uma Thurman als Noelle, Janeane Garofalo als Abby, Ben Chaplin als Brian
Verleih: 20th Century Fox

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