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Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten
Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten
© Kinowelt Filmverleih GmbH

Kritik: Brassed Off - Mit Pauken und Trompeten (1996)


"Brassed Off" spielt in der kürzlich beendeten Konservativenära und ist die bitterböse, britisch-schwarze Abrechnung mit einer Politik, die einem todgeweihten Wirtschaftszweig gleichzeitig ohne Wimpernzucken zehntausende ihrer Weggefährten mit ins Grab legte. Während sich der deutsche Film der 90er zumeist im Milieu des übersättigten Mittelstandes (und Mittelmaßes?) tummelt, setzt Regisseur Mark Herman mit seinem Paukenschlag eine britische
Filmtradition fort, die sich gesellschaftlichen Mißständen nicht nur nicht verweigert, sondern ihnen lautstark entgegentritt. "Brassed Off" ist ein weiterer Beweis dafür, daß gerade diese eigentlich so todernsten Geschichten mit einem gehörigen Schuß Selbstironie durchaus unterhaltsam und mitreißend erzählt werden können. Auch wenn den Pauken und Trompeten einige Male ihre gesellschaftskritischen Zügel durchgehen, auch wenn Blasmusik nicht unbedingt ein Garant für hitverdächtige Soundtracks ist, bleibt ein Film, der Kohlen und
Kumpels wenigstens eines zurückgibt, wenn schon nicht ihre Arbeitsplätze: Aufmerksamkeit und nicht zuletzt den Sinn für trotzenden Lebensmut.





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