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Der Pferdeflüsterer
Der Pferdeflüsterer
© Buena Vista

Kritik: Der Pferdeflüsterer (1998)


Was eine profunde Love-Story zwischen der ehrgeizigen Karrierefrau Annie MacLean (Kristin Scott Thomas) und dem wortkargen Pferdeflüsterer Tom Booker (Robert Redford als charismatische Lichtgestalt) hätte werden können, erweist sich als klischeebesetztes Loblied auf das scheinbar einfache und ach so heilsame Leben auf dem Bauernhof. Booker braucht den geschundenen Kreaturen (Pferden wie Frauen) nur tief genug in die Augen zu schauen - schon wird alles gut.

In episch breiten 168 Minuten zelebriert Redford vor endlos-kitschigen, mit Weichzeichnern und Verlaufsfiltern sterilisierten Naturbildern die wunderbar-symbolträchtige Genesung von Annies verkrüppelter Tochter Grace (Scarlett Johansson) und ihres gestörten Pferdes "Pilgrim".

Hauptrolle aber spielt die Szenerie, das "weite Land", in dem sich Redford in der Rolle eines politisch korrekten Marlboro-Mannes sichtlich zuhause fühlt. Auf der Strecke bleiben die Charaktere: ihnen mangelt es an Überzeugungskraft und nachvollziehbarer Motivation. Sie werden Opfer eines Drehbuchs, das ihnen pseudo-philosophische Weisheiten in den Mund legt: "Etwas zu wissen, ist leicht. Es laut auszusprechen, ist der schwierige Teil."

Mr. Ed hatte damit nie ein Problem.





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