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Mulan (1998)

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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China brennt. Die Hunnen sind in das Land eingefallen, und der Kaiser rekrutiert neue Soldaten, um dem mächtigen Gegner die Stirn zu bieten. Auch die Familie Fa soll einen Mann stellen, der als Soldat sein Land verteidigen soll. Aber das einzige männliche Familienmitglied ist der Vater - angeschlagen und zu alt, um zu kämpfen, aber zu ehrenvoll, um seinem Herrscher nicht zu dienen. Mulan, die einzige Tochter der Familie trifft einen folgeschweren Entschluß: Sie verkleidet sich als Mann und nimmt den Platz ihres Vaters ein. An der Seite des stolzen und ehrenwerten Hauptmanns Shang tritt sie gegen den schier unbesiegbaren Feind an und kämpft schließlich an zwei Fronten: für die Freiheit ihres Volkes und für die Ehre ihrer Familie. Bei diesen Abenteuern stehen Mulan der freche und großmäulige Drache Mushu, das treue Pferd Khan sowie die vorwitzige, glückbringende Grille Kriki zur Seite. Gemeinsam beweisen die Freunde, daß es immer einen Weg jenseits von Zwängen und Konventionen gibt.

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Filmkritik

Disney goes East: Der 36. abendfüllende Beitrag aus dem Haus von Micky Maus ist ein epischer Film über Krieg, Verlust, Verzweiflung und Tod, über Macht und Gehorsam, Emanzipation und Erfindungsgeist - und ein wenig Liebe. Vor allem aber geht es darum, wie man ein starres System von innen heraus verändern kann.

Starker Tobak: Waren Disneys bisherige Bösewichte meist ironische Figuren mit allzu menschlichen Zügen, werden die Hunnen hier zu gnadenlosen Kampfmaschinen reduziert, in deren Schatten das chinesische Reich zu versinken droht. Kein Zweifel: In "Mulan" steht alles auf dem Spiel - Disney ist erwachsen geworden.

Trotzdem gelingt dem auf einem chinesischen Volksmärchen basierenden Film die Quadratur des Kreises: Denn ohne oberflächlich zu werden oder den Zeigefinger zu erheben, erzählt "Mulan" seine Geschichte mit erfrischender Leichtigkeit. Jenseits der Schwermut des "Glöckners von Notre Dame" und der politisch überkorrekten "Pocahontas" amüsiert man sich hier wie im "König der Löwen": die Figuren sind zum Lachen, ohne lächerlich zu wirken. Dabei kann es der im Original von Eddy Murphy gesprochene Drache Mushu sogar mit dem Flaschengeist aus "Aladdin" aufnehmen.

Mulan ist Disneys emanzipierteste Trickfilmheldin und trotzdem keine Emanze: Denn dieses Mädchen braucht keinem Märchenprinzen schöne Augen zu machen. Mulan benutzt lieber ihren Verstand und vertraut ihrem Mut.

Vier Songs von Matthew Wilder und David Zippel treiben die Handlung voran, doch "Mulan" ist kein typisches Disney-Musical, sondern ein durchdachter Spielfilm in bester Hollywood-Manier, bei dem man rasch vergißt, daß die Charaktere nur gezeichnet sind: Übergangslos verbindet sich die in zarten Pastelltönen gehaltene und von asiatischen Einflüssen geprägte Animation mit computergenerierten Elementen, die dem Film zur erzählerischen auch die nötige räumliche Tiefe verleihen.

Unter dem Eindruck wachsender Konkurrenz durch neue Trickfilmstudios ist man bei Disney offenbar zu allem bereit: Durfte sich "Die kleine Meerjungfrau" noch vom Mädchen zur Frau entwickeln, mutiert Mulan direkt zum Mann.




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Land: USA
Jahr: 1998
Genre: Animation
Länge: 88 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 19.11.1998
Regie: Tony Bancroft, Barry Cook
Darsteller: Ming-Na, Lea Salonga, June Foray
Verleih: Buena Vista

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