oder

9 1/2 Wochen in Paris (1996)

Another 9 1/2 Weeks

User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Als Abbild einer kalten, tristen Welt spielt das Szenario in diesem Film mit geheimnisvollen Bewegungen durch ein etwas anderes Paris und bietet eine passende Kulisse für die spannende Odyssee eines verlorenen Menschen. Ein Maler kommt nach Frankreich, um seine ehemalige Geliebte zu finden, die ihn nach neuneinhalb Wochen verlassen hat. Einer ihrer Bekannten teilt ihm jedoch mit, daß sie ermordet worden ist und will ihre Stelle in seinen Ritualen der Unterwerfung treten, wird aber von seiner Seite zurückgewiesen.

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Filmkritik

Gleich zu Anfang des Films hält sich Mickey Rourke eine Pistole an den Kopf und drückt ab - würde ich auch, wenn mir der Vorspann gerade den ersten Filmauftritt von Hugo-Duft-Werbemann Werner Schreyer vor die Nase halten würde. (Der nächste klägliche Schauspielversuch mit ihm kommt schon bald: "Bandits".) Denn der ehemalige Lustmann Rourke hat seit 1985 und "9 1/2 Wochen" als Boxer einiges aufs Gesicht bekommen. Und nach dem stilisierten Langweiler "9 1/2 Wochen in Paris" muß er sicher noch mehr Prügel einstecken.
Seine Figur John langweilt sich jedenfalls von Anfang an. Selbst Sexspiele mit dem Rasiermesser sind nicht interessanter als ein Pferd, das unten auf der Straße verreckt. Die Sehnsucht nach seiner Gespielin Elisabeth (aus Teil 1) treibt ihn nach Paris. Doch da Kim Basinger nicht wie Rourke zwischen den Filmen boxt, war sie klug genug, sich aus der unnötigen Fortsetzung rauszuhalten. So bestimmt eine lustlose Suche den lustlosen Erotikfilm, der
weniger prickelnd als eine Kukident-Werbung ist.
Neben architektonisch interessanten Pariser Gebäuden, teuren Autos und Postkartenansichten spielt sich noch eine Frau (Angie verhart) aus der Modeszene ins Bild. (Tolle Idee: "Da können wir mit einer Modeshow noch 5-10 Minuten Filmlänge rausschlagen.") Sie hat das Tagebuch der 9 1/2 Wochen ihrer Freundin Elisabeth gelesen und möchte jetzt auch mal richtig erniedrigt werden. Aber John/Rourke bleibt lethargisch und so hätte der Film ungefähr 90 Minuten eher aufhören können. Ziel- und antriebslos wie die Figuren quält sich das elende Machwerk über die Zeit.
Nur das Gesicht von Rourke ist wirklich faszinierend. Wie kann man so etwas Verunstaltetes - trotz viel Schminke und Spachtelmasse - nur in einen Film reinbringen, der doch wohl sein Publikum mit "Erotik" locken will? Es erinnert irgendwie an die Attraktivität eines Peter Steiner in den deutschen Sexfilmchen der Sechziger.




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Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Drama
Länge: 105 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 12.06.1997
Regie: Anne Goursaud
Darsteller: Mickey Rourke als John Gray, Agathe De La Fontaine als Claire, Angie Everhart als Lea Calot
Verleih: Jugendfilm

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