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Kritik: Die Polizistin (2000)


Zunächst im Fernsehen gesendet und mit dem Grimme Preis ausgezeichnet kommt „Die Polizistin“ nun verdientermaßen in der (8 Minuten längeren) ungekürzten Fassung ins Kino.

„Die Polizistin“ vermittelt den authentischen Polizeialltag fernab aller Klischees. Die Protagonistin ist kein tougher Cop, sondern eine sensible Frau die nach ihrer Ausbildung in ein trostloses Viertel von Rostock versetzt wird. Hier muss sie sich zugleich in einer Männerwelt behaupten und in einer fremden Stadt zurechtfinden. Die Polizistin möchte Freund und Helfer für die Schwachen und Gestrandeten sein. Ihr Mitleid und Verständnis für einige Täter verbunden mit einem Mangel an Distanz bringen sie jedoch immer wieder in Konflikt mit den Dienstvorschriften.

Der Film verzichtet auf jegliche schwarz / weiß Zeichnung: Eine klare Trennung zwischen Gut und Böse findet nicht statt. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass die „bösen“ Polizisten ohne ihre Gleichgültigkeit oder ihren Zynismus in diesem Beruf nicht überleben könnten. Die „guten“ Täter hingegen honorieren nicht das entgegengebrachte Mitleid sondern nutzen es aus.

„Die Polizistin“ ist ein spannendes Drama, welches immer wieder durch komische oder gar absurde Momente aufgelockert wird. Die Bilder sind im Dokumentarstil aufgenommen und etwas grobkörnig. (Ein Hinweis auf lichtempfindliches Filmmaterial, welches man verwendet um beim Dreh möglichst wenig in die Orginalschauplätze eingreifen zu müssen.) Die Dialoge wirken wie aus dem Leben gegriffen. Der Film ist bis in die Nebenrollen perfekt besetzt mit einem hervorragend spielendem Schauspielerensemble. Besondere Erwähnung verdient hierbei Hauptdarstellerin Gabriela Maria Schmeide. Die Polizistin ist ihre erste Filmrolle!






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