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Die Gottesanbeterin (2001)

Christiane Hörbiger entledigt sich ihres Gatten mit Gift und mordet sich weiter in die feine Gesellschaft vor. Österreichische Komödie mit schwarzem Humor, die aus ihrer Ausgangssituation nichts Besonderes zu machen weiß...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5.0 / 5

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Trixi ist eine geplagte und vom Leben getretene Hausfrau mit einem herzkranken Mann. Die Tabletten ihres Ehegatten scheinen aber die Möglichkeit für eine bessere Zukunft zu bieten. Sie kann der Versuchung nicht widerstehen und entledigt sich ihres Mannes durch Vergiftung. Es folgt ein Mord nach dem anderen, Trixie verschafft sich den Aufstieg in eine bessere Gesellschaft. Am Ende wartet sogar die große Liebe - oder trügt der Schein des Glücks...?

Filmkritik

Kurz nach "Komm süßer Tod" verspricht der letzte Streich von "Indien"-Regisseur Paul Harather erneut einen Abstecher in die wunderbare Welt des schwarzen Humors. Doch Harather kann weder an die skurrile Roadmovie-Atmosphäre seines bereits acht Jahre alten Vorgängers noch an die (starke) Konkurrenz anknüpfen - zumal sein "Indien"-Star Joesf Hader nun dort sein Unwesen treibt und seine Abwesenheit sich als großer Nachteil erweist.

Einem ähnlichen Plot wie "Die Apothekerin" folgend, beginnt die gegen den Strich besetzte Protagonistin eine Karriere als Giftmörderin, die ihre - allesamt ausgesprochen unsympathisch gezeichneten - Männer ins Jenseits befördert und ihre diesseitigen Erbschaften antritt. Dabei bemüht sich Harather zwar um reichlich Pointen und ausgesucht fiese Figuren (besonders Nachbar Karli), doch trotz Wiener Dialekt und starkem Lokalkolorit hält sich der Realismus der Handlung in Grenzen - diese entwickelt sich auf Dauer zu einseitig und vorhersehbar.

Weder inhaltlich noch atmosphärisch verfügt "Die Gottesanbeterin" über nennenswerte Dichte - häufig schießt die Satire über ihr Ziel hinaus oder schlicht daran vorbei: dann steigt der Mief des Ungewollten auf, der sich in hölzernen Szenen äußert und durch falsches Timing Distanz zur Protagonistin hervorruft. Damit (und dem erstaunlich lasch herumkrebsenden Plot) würgt Harather die Satire öfters ab, aber Gott sei Dank gelingt ihm das nicht ganz. Womit auch dieser Film der neuen Welle aus Österreich noch amüsant bleibt.





Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Österreich
Jahr: 2001
Genre: Komödie
Länge: 92 Minuten
Kinostart: 27.09.2001
Regie: Paul Harather
Darsteller: Udo Kier, Jan Niklas, Simon Schwarz
Verleih: Movienet



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